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Nauen Neuer Parkplatz fürs Landgut wurde abgelehnt
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19:16 29.10.2019
Auf dieser Fläche sollte das Parkdeck entstehen. Aus mehreren Gründen kam es dazu bisher nicht. Quelle: Andreas Kaatz
Gross Behnitz

Nachdem das neue Parkplatzprojekt vom Landgut Stober bereits im Hauptausschuss keine Mehrheitbekommen hatte, ist es nun auch in der Stadtverordnetensitzung am Montagabend durchgefallen. Zwölf Stadtverordnete stimmten für die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes und 14 dagegen.

SPD-Fraktionschef Oliver Kratzsch hatte zuvor noch einmal vehement für das Projekt geworben. „Ich bitte darum, dem Vorschlag zuzustimmen, sonst gibt es ein Parkplatzproblem in Groß Behnitz“, warnte Kratzsch, der in dem Projekt eine gute Alternative zur bisherigen Variante sieht. Sollte doch der jetzige Parkplatz an der Behnitzer Dorfstraße zu einem Parkdeck mit zwei Ebenen umgebaut werden. „Eine Lösung, die für alle Beteiligten nur mittelmäßig gut war.“

Parkdeck ist umstritten

Wie berichtet, benötigt Landgutinhaber Michael Stober, der in der Stadtverordnetensitzung nicht anwesend war, wegen seiner Hotelerweiterung zusätzliche Stellplätze. Weil die Parkdeckvariante umstritten ist, kaufte er jetzt ein Grundstück, das sich an die Fläche der neuen Kita nach Südwesten hin anschließt.

Es hat eine Größe von rund 1900 Quadratmeter und würde insgesamt etwa 73 Autos Platz bieten. Laut Stober habe er alle 26 Anlieger eingeladen, und die seien dafür gewesen.

Zufahrt vom Apfelweg

Sein Vorschlag sieht vor, dass die Zu- und Abfahrt zur Kita künftig ausschließlich vom Apfelweg aus erfolgen würde und nicht mehr – wie jetzt – auf der schmalen Straße zwischen der geplanten Parkplatzfläche und der bestehenden Stellplatzanlage. Diese Straße würde dann nur noch als Zufahrt zum neuen Parkplatz dienen und zum dahinter liegenden Wohnhaus.

Die Groß-Behnitzer Ortsvorsteherin Angelika Zöllner plädierte in der Stadtverordnetensitzung ebenfalls für Stobers Vorschlag. Sie verwies auf die kürzlich stattgefundene Ortsbeiratssitzung, in der das Parkplatzprojekt auch Thema war. „Es gab zwei Ja-Stimmen und eine Enthaltung“, sagt sie.

Bürger wurden befragt

Zudem seien 52 Bürger zu dem Vorhaben befragt worden. Von denen hätten 30 mit Ja und zwei mit Nein gestimmt. Wie sie sagte, habe sich Stober dafür ausgesprochen, dass er den ins Spiel gebrachten Wendekreis an der Kita – am Ende der Zu- und Abfahrt – mit 10 000 Euro bezuschussen wolle.

Davon wiederum wusste Bürgermeister Manuel Meger nichts, wie er sagte. Vielmehr habe ihm der Landgutinhaber vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass er den Wendekreis nicht bezahlen werde, so der Bürgermeister. Meger kritisierte zudem, dass diese Verkehrsanlage in die Kita-Freifläche hineingebaut würde, „da wo der Sandkasten steht“. Er empfahl dem Parlament die Ablehnung des Aufstellungsbeschlusses.

Überraschende Wende

Um die Parkplatzproblematik geht es jetzt schon seit vielen Monaten. Noch 2018 hieß es, dass die zusätzlichen 86 Stellplätze, die bei der Errichtung eines Parkdecks entstehen würden, unbedingte Voraussetzung für den Bau eines weiteren Hotels auf dem Landgut sein sollten.

Doch dann kam die überraschende Wende: Das Bauordnungsamt des Landkreises hatte die Hotelerweiterung auch ohne diese Parkplätze genehmigt. Der Behörde reichte es aus, dass Michael Stober 38 zusätzliche Stellplätze auf dem Hotelgrundstück nachweisen konnte.

Auch deshalb sah Meger jetzt nicht unbedingt die Dringlichkeit für den Bau der 73 Parkplätze.

Von Andreas Kaatz

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