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Nauen Schmerz adé – Ärzte bei Harnsteinen besser im Bilde
Lokales Havelland Nauen Schmerz adé – Ärzte bei Harnsteinen besser im Bilde
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11:35 08.05.2019
Urologie-Chefarzt Mike Lehsnau am neuen digitalen Röntgenarbeitsplatz. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Wer schon einmal einen Nieren- oder Blasenstein hatte, der weiß es zu schätzen, dass er schnellstmöglich von diesem oft sehr schmerzhaften Leiden erlöst wird. In der Nauener Klinik klappt dies jetzt noch besser als vorher. Die Havelland Kliniken Unternehmensgruppe hat dafür tief in die Tasche gegriffen und viel Geld in einen modernen digitalen Röntgenarbeitsplatz investiert.

„Noch moderner, noch innovativer“, lobte Urologie-Chefarzt Mike Lehsnau die neue Errungenschaft, mit der seit Februar dieses Jahres gearbeitet wird. „Ziel ist es, die an Harnsteinen erkrankten Patienten zu operieren“, sagte er. Rund 400 Patienten werden jährlich stationär behandelt und die Steine im Harnleiter, in den Nieren oder in der Blase unter anderem zertrümmert. In den wenigsten Fällen gehen sie von allein ab.

Strahlenbelastung geringer

„Die Strahlenbelastung für Patienten und das Personal ist jetzt geringer“, hob Mike Lehsnau als einen Vorteil des neuen Gerätes hervor, das für rund 450 000 Euro den acht Jahre alten Vorgänger abgelöst hat. Eine weitere Verbesserung sei zudem der Bildschirm. „Damit können wir jetzt feinste anatomische Veränderungen erkennen“, sagt er.

Ein schwenkbarer Arm sorgt dafür, dass der Monitor immer in die für den Arzt günstigste Position gebracht werden kann. Live-Bilder sind ebenso möglich wie Ultraschall- oder Endoskopie-Bilder. Alles kann sofort digital im Krankenhaus-Informationssystem gespeichert werden. „Auf diese Weise vermeiden wir Doppeluntersuchungen“, so der Chefarzt.

Um 90 Grad drehen

Zudem kann der Multifunktionstisch individuell in der Höhe eingestellt und um 90 Grad geschwenkt werden, um etwa Patienten mit neurogenen Blasententleerungsstörungen zu untersuchen.

Steinprobleme machen etwa 35 Prozent der Behandlungen in der Nauener Urologie aus. „Wir haben aber auch einen recht hohen Anteil an Tumorpatienten“, sagt Mike Lehsnau. So geht es bei den übrigen 65 Prozent insbesondere um gut- und bösartige Erkrankungen der Harnblase, der Nieren oder der Prostata.

Verschiedene Ursachen

Harnsteine können laut Lehsnau verschiedene Ursachen haben. Etwa 80 Prozent von ihnen seien kalziumhaltig, was meist aus dem Genuss von Milchprodukten resultiert. Zudem sind unter anderem harnsäurehaltige Steine möglich, die genetische Ursachen haben, aber auch die Folge von Lebensmitteln sein können, die der- oder diejenige gegessen hat.

„Steinleiden sind Zivilisationserkrankungen.“ Zu deren Vermeidung rät Chefarzt Lehsnau allgemein, am Tag viel zu trinken, am besten zweieinhalb Liter. Zwar seien die Steine nicht unbedingt eine Frage des Alters. Doch bei älteren Menschen würden diese häufiger auftreten, da diese oft weniger Flüssigkeit zu sich nehmen, weiß der Mediziner aus Erfahrung. Um die Steine zu beseitigen, „bieten wir die ganze Palette der Steinoperationen an“, so Lehsnau.

26 Betten

Der neue Arbeitsplatz kann zudem für traumatologische und gastroenterologische Röntgendiagnostik genutzt werden. Am Standort Nauen gibt es derzeit 26 urologische Betten, rund 2000 Patienten werden jährlich behandelt. Auf dem neuen Röntgenarbeitsplatz in Nauen wurden bisher schon rund 120 Patienten operiert.

Von Andreas Kaatz

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