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Nauen Neues Nauener Heimatheft ist erschienen
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08:18 08.01.2020
Quelle: Helmut Augustiniak
Nauen

Pünktlich zum Jahresende hat der Verein „Nauener Heimatfreunde 1990“ das 9. Heft zur Geschichte der Stadt Nauen herausgebracht. „Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der Zukunft geben fürs Leben die richtige Haltung.“ Dieser Ausspruch von Dietrich Bonhoeffer, dem im KZ Flossenbürg ermordeten evangelischen Theologen, ist als Leitsatz dem Heft vorangestellt.

Die Hefte der Heimatfreunde sind nicht nur dafür gedacht, Erinnerungen zu wecken, sondern „sie sollen die Stadtentwicklung für künftige Generationen erlebbar machen“, erklärt Vereinsvorsitzender Wolfgang Johl.

In mehrere Teile gegliedert

Der erste Teil des Heftes behandelt die städtischen Verhältnisse in den Verwaltungen und Behörden zur Zeit der Weimarer Republik von 1919 bis 1932. Ein Artikel in diesem Teil beleuchtet die damaligen Straßennamen und die Veränderungen in der heutigen Zeit. Denn wer weiß noch, dass der heutige Rathausplatz früher Königsplatz hieß, die damalige Hintergasse, heute Gebhardt-Eckler-Straße oder die Potsdamer Straße die heutige Goethestraße ist. 17 solcher Namensänderungen werden aufgeführt.

Nauener Heimatfeft Quelle: Helmut Augustiniak

Interessant ist auch, dass es 59 Vereine in Nauen gab, darunter das Arbeiter-Sport- und Kulturkartell mit sieben Vereinen oder der Keglerverband Nauen und Umgebung mit sieben Vereinen sowie der Frauenverein „Eintracht“.

Der zweite Teil der Broschüre befasst sich mit dem Siedlungswesen in Nauen. So steht auf dem heutigen Karl-Thon-Platz die ehemalige Gewoba-Siedlung 1931, weiterhin gab und gibt es teilweise noch heute die Beamtensiedlungsgenossenschaft, die Siedlung in der Danziger Straße und am Bredower Weg die Siedlung in der Berliner Straße. Insgesamt sind acht Siedlungen im Stadtgebiet aufgeführt.

Der „Duft“ von „Seifenhahn“

Auf 32 Seiten sind im dritten Teil Annoncen von Nauener Industrie- und Handwerksbetrieben sowie Gastwirtschaften zu finden. Eine Annonce des Bäckermeisters Rühle, der in der Stadt vier Filialen betrieb, hatte den Wortlaut: „Ob Regen oder Sonnenschein, der Kuchen muss von Rühle sein“. Die Firma „Emil Hahn“ (Seifenhahn) stellte sich mit der Fabrikation von Feinseifen, Schmierseifen, Kernseifen und Seifenpulver vor. An den „Duft“, der aus den Produktionsgebäuden Am Schlangenhorst kam, können sich ältere Bewohner und Besucher der Stadt noch gut erinnern.

Im vierten Teil des Heftes geht es um die „Stadtgeschichte im Zeitraffer“. So werden unter anderem einige Begriffe erläutert: „Die Warme Rönne“, „Pantinenschule“, „Jüdenfriedhof“, „Dudel“ und „Nobbe“. In chronischer Reihenfolge sind Ereignisse, die für die Stadtentwicklung von Bedeutung waren, von 10 000 Jahren vor der Zeitenrechnung bis 1932 aufgeführt, darunter ein Bericht über „Die staatlich privilegierte Abdeckerei Nauen“, die im Jahre 1798 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III., dem Gemahl der Königin Luise, dieses Privileg verliehen bekam.

Das „Nauener Heimatheft“ kann zum Preis von 8 Euro in der Buchhandlung in der Nauener Mittelstraße und im Richart-Hof in der Gartenstraße erworben werden. Für den redaktionellen Teil verantwortlich sind die Vorstandsmitglieder Wolfgang Johl, Bodo Kalkowski und Ute Richter.

Von Helmut Augustiniak

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