Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Nauen Rund um die Birne: Ribbeck feiert im Landregen
Lokales Havelland Nauen Rund um die Birne: Ribbeck feiert im Landregen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:55 30.09.2019
Ulrike Kern mit ihren Töchtern Jette (r.) und Nele. Sie ist die Siegerin des Kuchenwettbewerbs beim Ribbecker Birnenfest. Quelle: Enrico Berg
Ribbeck

„Wir sind den lästigen Sonnenschein los und freuen uns über den wunderschönen havelländischen Landregen”, witzelte Frank Wasser Sonntagmittag beim 6. Ribbecker Birnenfest. Ähnlich unerschrocken vom Wetter wie der Geschäftsführer der Schloss Ribbeck GmbH waren auch viele Besucher, die zum Birnenfest kamen, zumal auch der zehnte Jahrestag der Eröffnung des Schlosses nach der Restaurierung gefeiert wurde.

Das bunte Bild im Schlosspark war von farbenfrohen Regenschirmen geprägt. Bei der Eröffnung wurde Landrat Roger Lewandowski auf der Bühne von der 11. Havelländer Erntekönigin Lea Worf, der ersten Havelländer Landbotin Inka Fähling und einem Darsteller als Theodor Fontane unterstützt.

Kostüme aus vergangener Zeit

Rings um das Schloss flanierten die Besucher von Stand zu Stand. Der Heimatverein Ribbeck hatte ein Kuchenbuffet aufgebaut. „Wir begleiten die Besucher kulinarisch durch das Fest mit den gespendeten Backwerken der Ribbecker Bürger”, erklärte Vereinsvorsitzender Jürgen Gaschler.

Das Paretzer Liebhabertheater, die Abteilung historischer Tanz der Musikschule Spandau und der Verein Höfische Gesellschaft aus Berlin zeigten sich in Kostümen aus der Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts.

Siegerrezept von „Dr. Google

Ein Höhepunkt des 6. Ribbecker Birnenfestes war der Kuchenwettbewerb. Voraussetzung zur Teilnahme war, dass Birnen im Backwerk verarbeitet sein mussten. Die Jurymitglieder mussten alle Torten und Kuchen durchkosten. Ob Schoko-Haselnuss-Birne-Torte, New York Cheesecake mit Birne, Johanna’s Birnen Gugl Hupf, Birne-Marzipan-Nuss-Torte – die Juroren hatten die Qual der Wahl.

Letztendlich wählten sie die Birne-Marzipan-Nuss-Torte von Ulrike Kern auf den ersten Platz. „Bei der Ideensuche für meine Torte habe ich Dr. Google befragt”, lachte die Siegerin. Sie habe ein Rezept gefunden, dieses gepimpt und modifiziert, und so sei eine neue Tortenkreation entstanden.

Nicht nur bei den süßen Sünden ging es um das bauchige Kernobst. Die Gäste konnten Havelwasser kosten, ein Getränk, das zur Hälfte aus Wein und Birnensaft, versetzt mit Kohlensäure besteht und in vielen Variationen angeboten wurde. Für die Liebhaber deftigerer Kost bot die Jagdgruppe aus Wansdorf Salami, Leberwurst und Bratwurst, alles aus Wildschweinfleisch hergestellt.

Handwerkskunst fand Gefallen

Hübsche handwerkliche Gegenstände fanden ebenfalls Gefallen bei den Besuchern – ob Glasartikel vom Glasbläser, der vor Ort sein Handwerk demonstrierte, Holzspielzeug, Handtaschen aus Kork, Mosaik-Dekoartikel oder Gestecke aus getrockneten Blumen. Wem es dann doch zu nass wurde, konnte das Fontane-Museum im Schloss besuchen, in dem die wohl größte, einzig begehbare Birne Deutschlands zu sehen ist.

Das machten Ernst und Gabi Wagner aus Treuenbrietzen mit ihren Enkelinnen Sophie und Isabell. „Es ist unser erster Besuch beim Birnenfest. Uns gefällt es trotz des schlechten Wetters sehr gut”, meinten die Großeltern Wagner.

Ihren Enkelinnen hat besonders die Mädchenband Etea aus Ketzin angetan. „Meistens bestehen Bands ja nur aus Jungs, aber die vier Mädchen haben gezeigt, dass sie was können”, so das Resümee der zwölfjährigen Zwillingsschwestern.

Von Hannelore Berg

Kinder der kommunalen Kita „8. März“ befreiten einen Teil des Nauener Stadtwaldes von Unrat. Das ist aber nicht das einzige Umweltprojekt, mit dem sich die Knirpse beschäftigen.

29.09.2019

Der Kreativwettbewerb für Schüler im Landkreis Havelland im Fontanejahr ist beendet. 15 Arbeiten von Gruppen und Einzelpersonen wurden prämiert. Dazu gab es zwei Sonderpreise.

29.09.2019

Eine Umwelt-Spendenaktion hat eine Gruppe von Achtklässlern der Gesamtschule des Leonardo-da-Vinci-Campus Nauen gestartet. Das Geld wird dafür verwendet, um Plastikmüll aus den Ozeanen zu fischen. 360 Euro sind schon zusammengekommen, aber die Wunschsumme ist fünfstellig.

28.09.2019