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Nauen Seeburg und Pessin werden zu Großbaustellen
Lokales Havelland Nauen Seeburg und Pessin werden zu Großbaustellen
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18:21 30.12.2019
Auch die Kreuzung L 20 /Alte Dorfstraße in Seeburg wird im Sommer umgebaut. Zuvor muss die Ortsdurchfahrt einige Zeit gesperrt werden. Quelle: Danilo Hafer
Havelland

Pendler zwischen Falkensee und Potsdam müssen sich im Jahr 2020 auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Mit Beginn der Sommerferien wird ein Teilstück der L 20 inklusive der Ortsdurchfahrt Seeburg saniert. Die Ortsdurchfahrt muss dafür sogar zwei Monate voll gesperrt werden.

Die Umleitung führt in dieser Zeit über die B 2 und die Heerstraße. Die L 20 wird die größte Baustelle sein, die der Landesbetrieb Straßenwesen im nächsten Jahr im Osthavelland in Angriff nimmt. Doch auch andernorts geht es voran. Zwar wird nicht gebaut, aber dafür eifrig geplant.

Spandauer Straße in Falkensee

„Am 13. Januar werden wir im Falkenseer Bauausschuss die Planung für den Ausbau der Spandauer Straße vorstellen“, kündigte Frank Schmidt, Dezernatsleiter für die Planung West im Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, an. Details wollte er auf Anfrage der MAZ noch nicht nennen. „Wir wollen zunächst die Ausschussmitglieder informieren“, so Schmidt. Aber es scheint voranzugehen.

Anders sieht es bei der Falkenhagener Straße aus. Hier kann Schmidt noch keine Aussicht geben. „Wir müssen die Straße bei den Planungen im Ganzen betrachten. Das heißt, im Grunde vom Kreisverkehr bei Hellweg bis zum Ortsausgang zur L 201“, so Schmidt. 2020 soll es dazu Gespräche mit den Verantwortlichen geben, um Ansätze für eine erste Planung zu schaffen. Einen Zeitplan könne er aber noch nicht nennen.

L-16-Ausbau muss noch warten

An einem Punkt hakt es derweil noch für den Bau eines Radweges zwischen Falkensee und Brieselang. „Aus unserer Sicht ist die linke Seite – aus Richtung Falkensee – die richtige Seite für einen Radweg. Dafür muss jedoch der Bahnübergang umgebaut werden. Bisher verliefen die Gespräche mit der Bahn jedoch ohne Erfolg“, so Schmidt. Anfang des Jahres soll es neue Gespräche mit der Bahn geben. Ausgang offen.

Insbesondere vor der letzten Landtagswahl im Mai rückte die L 16 zwischen Schönwalde und Pausin in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Auf einen Ausbau müssen die Autofahrer aber noch eine Weile warten.

„Wir werden voraussichtlich 2022 mit den Planungen für die L 16 beginnen. Ein Ausbau kommt auch hier nur in Teilabschnitten infrage, alles auf einmal können wir nicht machen“, so Schmidt.

Radwege in Hoppenrade und Buchow-Karpzow geplant

Während für die L 16 zumindest eine Planung in Aussicht ist, hat Frank Schmidt für die fehlenden Radwege in den Ortslagen Buchow-Karpzow und Hoppenrade, entlang der L 204, keine positiven Nachrichten. „Hier geht es erstmal nicht weiter“, so Schmidt. Frühestens 2021, so hofft die Gemeinde Wustermark, soll der erste Abschnitt gebaut werden.

Handlungsbedarf gibt es auch bei der L 86 in Ketzin. Diese ist auf dem Stück bis zur Fähre (Werdersche Straße) seit jeher nur halbseitig befestigt. Es gibt keinen Fußweg. Gefährlich ist es, wenn Kinder aus der Wohnsiedlung zur Schule gehen oder nach Hause kommen.

Aus Sicht der Stadt Ketzin/Havel besteht oberste Priorität. Aber diesbezüglich will Frank Schmidt zunächst nur soviel sagen: „Ich hoffe, dass wir 2020 zu einer Einigung kommen.“ Wenn das Land die Straße komplett saniert, soll sie danach die Kommune übernehmen.

Pessiner Ortsdurchfahrt wird ausgebaut

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Pessin ist hingegen schon eingeplant. Ein Problem ist dennoch nicht gelöst. Der Landesbetrieb würde gern das Gebäude einer ehemaligen Gaststätte abreißen, die sich direkt an der B 5 befindet. So könnte Platz für eine Verkehrsinsel und einen ordentlichen Knotenpunkt im Bereich der Einmündung Straße der Jugend geschaffen werden. „Wir haben dem Eigentümer ein Angebot gemacht, aber noch keine Antwort erhalten“, so Schmidt.

Noch kein Termin für B 273 Nauen-Börnicke

Für die Planung zum Ausbau der B 273 von Nauen-Waldsiedlung bis Börnicke wurde inzwischen ein neues Planungsbüro gefunden und mit der Fortführung der Planung beauftragt. „Das Büro arbeitet sich jetzt in die Unterlagen ein. Erst danach können wir etwas zum möglichen Zeitplan sagen“, erklärt Frank Schmidt.

Alles in allem werde 2020 für den Landesbetrieb wieder ein sehr arbeitsreiches Jahr mit vielen Baustellen, Planungen und Diskussionsrunden mit Anwohnern. Vor allem letztere werden für die Mitarbeiter des Landesbetriebes immer häufiger zu unangenehmen Veranstaltungen.

„Es gibt immer öfter Krawall, und wir werden von Leuten auch persönlich verbal angegriffen. Dabei wollen wir die Menschen ja nicht ärgern, sondern ganz im Gegenteil. Wir wollen mit den Baumaßnahmen die Lebensbedingungen verbessern. Das wird aber leider nur selten gesehen“, merkt Schmidt an.

Von Danilo Hafer

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