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Nauen Tourismusverband erstellt Wanderbroschüre
Lokales Havelland Nauen Tourismusverband erstellt Wanderbroschüre
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19:00 20.09.2018
Der Ginster blüht leuchtend gelb links und rechts eines Wanderweges in der Döberitzer Heide. Quelle: Tanja M. MArotzke
Ribbeck

Keine Ferien, kein Wochenende, aber der Ortskern in Ribbeck ist voller Touristen: Im Schatten hinter der Kirche bereitet sich eine große Fahrradgruppe auf ihre Tour vor. In der Alten Schule, dem Ribbäcker und in der Alten Wäscherei sitzen die Leute bei Kaffee und Kuchen oder deftigen Speisen in der Sonne. Im Pfarrgarten lagert eine größere Gruppe im Schatten unter den Bäumen und ein Stück weiter am Havellandradweg sieht man immer wieder Radler und Spaziergänger.

Hier in Ribbeck ahnt man zumindest, wie groß das Potenzial für Radfahrer und andere Aktivtouristen in der Region tatsächlich ist. Da passt es gut, dass der Tourismusverband vor kurzem eine neue Mitarbeiterin eingestellt hat, die sich vorrangig genau um diese Bereiche kümmern soll: Stefanie Ritschel ist 39 Jahre alt und lebt in Nauen. Sie hat BWL mit dem Schwerpunkt Marketing studiert und viele Jahre für den TÜV Rheinland gearbeitet.

Rückbesinnung aufs Havelland

„Als vor drei Jahren meine Tochter zur Welt kam, habe ich mich wieder stärker in Richtung Nauen orientiert“, sagt Ritschel. Mit ihrer Familie unternimmt sie selbst viele Ausflüge im Havelland. Deshalb interessierte sich sie sich auch für die Tourismusregion und schickte schließlich eine Initiativbewerbung an den Tourismusverband. Die war erfolgreich. Seit Anfang Juni kümmert sie sich jetzt um die Vermarktung von Wanderwegen und Radwegen.

Große Nachfrage nach Wanderrouten

„Gerade bei den Wanderwegen gibt es eine große Nachfrage, die wir noch besser bedienen wollen“, sagt Ritschel. Für Wasser- und Radtourismus – die großen Zugpferde im Havelland – gibt es längst ausführliche Broschüren. Eine solche soll nun auch für Wanderer erstellt werden.

Stefanie Ritschel fragt dafür bei den Kommunen ab, welche ausgeschilderten Wanderwege es dort schon gibt. Dabei hat sich gezeigt, dass einige Gemeinden schon bestens ausgeschilderte Wanderrouten haben, die aber schon in der Nachbargemeinde kaum noch einer kennt: In Ketzin zum Beispiel wird der etwa zehn Kilometer lange Rundwanderweg Ketzin/HavelParetz beworben. Auf der kleinen Karte zum Weg sind auch Spielplätze, Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten eingezeichnet. In Kloster Lehnin gibt es neun verschiedene Wanderwege, und in der Döberitzer Heide führt ein 23 Kilometer langer Wanderweg einmal um die Wildniskernzone herum.

Schöne Wege in Ketzin und der Döberitzer Heide

Die abgefragten Informationen werden dann vom Tourismusverband gebündelt und sortiert, bis am Ende eine handliche Wanderfibel herauskommt. Spätestens zur Internationalen Tourismusbörse im März 2019 soll die Broschüre fertig sein.

Bis dahin möchte Stefanie Ritschel auch selbst noch möglichst viel von der Region auf eigene Faust erkunden. Die Voraussetzungen dafür sind nicht schlecht: „Mein Mann hat dieses Jahr einen Bootsführerschein gemacht und meine Eltern haben ein Boot. Damit wollen wir im kommenden Jahr von Ketzin aus die Havel flussab fahren. Mit dem Rad ist sie ohnehin schon jetzt häufig rund um Nauen und Ketzin unterwegs.

Sommerurlaub am Hohennauener See

Zu ihren Lieblingsstrecken gehören dabei einige besonders ruhige Abschnitte am Havelkanal. Und da sie für ihre kleine Tochter Fernreisen zu anstrengend findet, wird auch der Sommerurlaub schon mal in die Region verlegt: Mit ihrer Familie war sie dieses Jahr zelten auf dem Campingplatz Buntspecht am Hohennauener See.

Von Ralf Stork

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