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Nauen Elfjähriger bei Unfall in Berge verletzt
Lokales Havelland Nauen Elfjähriger bei Unfall in Berge verletzt
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14:41 30.10.2019
Auch Torsten Fischer setzte sich seit Jahren dafür ein, dass eine Ampel an der Bushaltestelle an der B 5 in Berge entsteht. Quelle: Tanja M. Marotzke
Berge

Nach großem Druck aus der Bevölkerung und von Seiten der Stadt Nauen steht seit Juli fest, dass im nächsten Jahr ein sicherer Fußgängerüberweg mit einer Ampel mitten in Berge entstehen soll. Nun ist es aber dazu gekommen, was viele schon immer befürchtet hatten: Am Montagnachmittag ereignete sich genau an dieser Stelle ein Unfall mit einem Kind, das glücklicherweise nur leicht verletzt wurde.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der Elfjährige Junge von einem Motorrad seitlich angefahren, als er die Straße überqueren wollte. Er war er gegen 14 Uhr mit einem Bus der Linie 664 aus Richtung Nauen gekommen und in Berge ausgestiegen.

Schürfwunden erlitten

Als er über die Straße wollte, ereignete sich die Kollision (*). Der Kradfahrer kam ebenfalls aus Richtung Nauen und fuhr langsam an diesem vorbei. Als er in etwa in Höhe der Front des Busses war, traten zwei Kinder – darunter der Junge – vor dem Bus hervor. Nach Auskunft der Polizei hatte der Kradfahrer zwar gebremst, kam jedoch nicht mehr rechtzeitig zum Stehen, so dass das Kind ihm ins Krad lief. Das Kind verlor dadurch das Gleichgewicht, versuchte sich noch am Spiegel des Motorrades festzuhalten und stürzte.

Das Kind erlitt Schürfwunden und hatte Schmerzen am Knie und im Ellbogenbereich. Wie die Polizei nach ersten Erkenntnissen mitteilte, habe der Motorradfahrer sich bei dem Jungen erkundigt, ob er einen Arzt rufen soll. Das Kind soll daraufhin geäußert haben, dass ihm nichts passiert sei und die Mutter Ärztin sei. Weil er kein Telefon dabei hatte, habe der 65-jährige Kradfahrer nicht sofort die Polizei informieren können, sondern erst um 14.36 Uhr, als er zu Hause war.

Seit 2014 wird darüber geredet

Für Nauens Bürgermeister Manuel Meger ist dieser Vorfall ein weiterer Beleg dafür, dass dringend eine Ampel an der Stelle errichtet werden muss und dies am besten nicht erst 2020. „Wir reden seit 2014 darüber“, sagte das Stadtoberhaupt. Anfangs setzte er sich als Ortsvorsteher dafür ein, und als Bürgermeister „habe ich die Ampel schon zweimal beantragt“.

Wie es von Seiten des Infrastrukturministeriums hieß, seien vor dem Bau nun einige Vorarbeiten nötig. Dazu gehörten eine Verkehrserhebung, die Erarbeitung der Unterlagen, die Ausschreibung und die Vergabe.

(*) In einer ersten Version des Artikels war irrtümlich davon die Rede, dass der Motorradfahrer aus der entgegengesetzten Richtung kam. Er fuhr aber ebenfalls in Richtung Ribbeck – so wie der Bus – und wollte diesen links überholen, als er in der Haltestelle stand. Dies teilte die Polizei später mit. Zudem ist der Junge elf und nicht 13 Jahre alt.

Von Andreas Kaatz

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