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Nauen Die Kita wieder zum Leben erweckt
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07:08 05.01.2019
Eine Zirkusvorführung boten die Kinder der Kita „Zwergenvilla“ anlässlich des Jubiläums. Auch Pferdchen liefen durch die Manege. Quelle: Andreas Kaatz
Wachow

Eigentlich war das Schicksal der Wachower Kita 2008 schon fast besiegelt. Immer weniger Eltern schickten ihre Kinder dorthin, am Ende wurden noch sechs betreut. Die Stadt Nauen als Träger wollte die Einrichtung schließen.

Dass es letztlich nicht so kam, ist dem Engagement der Wachower zu verdanken und der Bereitschaft des Potsdamer Trägers „Die Kinderwelt gGmbH“, die Einrichtung weiterzuführen. Dieser übernahm die „Zwergenvilla“ zum 1. Januar 2009. Das war vor zehn Jahren. Danach erlebte die kleine Dorfkita einen Aufschwung, wurde praktisch wieder zum Leben erweckt.

Bald noch mehr Kinder

Heute werden dort 30 Kinder betreut, nach dem derzeit laufenden Umbau der alten Villa sollen es bald sogar 35 sein. Mit einem kleinen Fest wurde das Jubiläum am Freitagnachmittag gefeiert.

Kinderwelt-Geschäftsführer Gerald Siegert sieht es bis heute als richtige Entscheidung an, dass die Kita erhalten wurde, was auch im Sinne von Ortsvorsteher Uwe Bublitz und den Eltern war. „Sie waren alle sehr euphorisch, sagten ihre Unterstützung zu“, so Siegert. Und so wurden im Laufe des Jahres 2009 aus den sechs Kindern 20. Auch danach ging es weiter bergauf.

Eine besondere Kita

Der Träger „Kinderwelt“ betreibt zwar viele kleine Kitas, für den Geschäftsführer ist die Wachower Einrichtung aber etwas ganz Besonderes. „Sie ist ein Bestandteil der Dorfgemeinschaft. So wird sie beispielsweise in die Vorbereitung des Erntedankfestes einbezogen. Und wo können Kinder schon miterleben, wie gebuttert wird, wo können sie mal auf einem Mähdrescher mitfahren oder sehen, wie Bäume großgezogen werden?“, ist er begeistert.

Diese speziellen Möglichkeiten, die die Kita in Wachow hat, schätzt auch deren Leiterin Birgit Brückner. „Wir leben hier das Landleben.“ Für sie war es vor zehn Jahren ebenfalls ein Neuanfang. „Man hatte mich gefragt, ob ich die Leitung übernehmen möchte und für mich ergab sich erst einmal die Frage: Wo ist Wachow?“ Doch schnell war sie von der Landschaft drumherum begeistert – die Felder, die Baumschule. Und auch das Verhältnis zu den Dorfbewohnern sei sehr gut. „Wir merken, dass wir hier gewollt sind.“ Aber die Kita gibt auch etwas zurück – etwa indem die Kinder für die Rentner singen.

„Das wäre eine Katastrophe gewesen“

Bublitz ist immer noch erleichtert, dass es 2009 weitergegangen ist. „Wäre die Kita geschlossen worden, wäre es eine Katastrophe gewesen“, meint er. 15 Häuser entstanden zuletzt im Ort. Ohne Kita, da ist er sich sicher, wäre das nicht passiert.

Und Nauens Bürgermeister Manuel Meger freut sich ebenfalls. Er war damals als Vorsitzender des Bildungsausschusses skeptisch, ob es funktioniert mit zwei unterbesetzten Kitas, nachdem die Kinderwelt auch jene in Groß Behnitz übernommen hatte. Er befürchtete, dass eine von beiden kurzerhand geschlossen werden könnte, was aber nicht passierte. Heute lobt er die Zusammenarbeit mit dem Träger. Und dieser gibt das Kompliment zurück. „Die Stadt war immer ein guter Partner“, sagte Siegert.

Von Andreas Kaatz

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