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Nauen Zuschuss für Nauener Tafel ist vakant
Lokales Havelland Nauen Zuschuss für Nauener Tafel ist vakant
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19:25 17.10.2018
Anfang 2018 ist die Nauener Tafel in neue Räume in der Dammstraße  umgezogen.
Anfang 2018 ist die Nauener Tafel in neue Räume in der Dammstraße umgezogen. Quelle: Wolfgang Balzer
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Nauen

Rund 78 000 Euro hat der Humanistische Freidenkerbund Havelland bei der Stadt Nauen für das kommende Jahr an Zuschüssen für die Jugend- und Sozialarbeit insgesamt beantragt. Aber nach jetzigem Stand wird der Verein nicht die volle Summe erhalten. „Mehrere Positionen stehen auf dem Prüfstand. Ich möchte mehr Transparenz in diese Sache bringen“, sagte Bürgermeister Manuel Meger (LWN) zu Beginn der Hauptausschusssitzung Dienstagabend im Rathaussaal.

Alternative ist das Café im Stadtbad

Und es folgte auch gleich eine erste Reaktion: Der für 2019 beantragte Sachkostenzuschuss in Höhe von 9600 Euro für den Betrieb des Begegnungscafés der Humanisten in der Karl-Thon-Straße in Nauen wurde mehrheitlich abgelehnt. „Wir haben mit dem neuen Café im Stadtbad Nauen eine Alternative, wo sich auch geflüchtete Menschen gern treffen können“, sagte der Bürgermeister. Dieser Auffassung schlossen sich Vertreter aller Fraktionen an.

Um den Freidenkerbund im kommenden Jahr aber nicht in finanzielle Nöte zu bringen, stimmten die Hauptausschussmitglieder mehreren beantragten Zuschüssen in einer Gesamthöhe von rund 60000 Euro zu.

Kleiderkammer wird unterstützt

Für die offene Jugendarbeit im Treff „Miteinander“ in der Karl-Thon-Straße und die mobile Jugendarbeit in der Stadt und den Ortsteilen bekommt der Freidenkerbund im nächsten Jahr einen Sachkostenzuschuss von rund 4700 Euro (außerdem zahlt Nauen ein Eigenanteil für vom Landkreis geförderte Personal- und Sachkostenstellen von rund 38 000 Euro an die Freidenker). 6000 Euro erhält der Verein von der Kommune für die „fachliche Anleitung und Koordinierung der Jugendarbeit“. Es handelt sich dabei um die Zuwendung für eine Fachkraft, die haupt-und ehrenamtliche Mitarbeiter bei der Jugendarbeit anleitet und die inhaltliche Arbeit koordiniert. Für die Arbeit der Willkommensinitiative bei der Betreuung von geflüchteten Menschen zahlt die Stadt 2019 an den Verein 8400 Euro, der Zuschuss für eine Personalstelle in der Kleiderkammer beträgt 1560 Euro.

Auch die „Kinder-Oase“ ist betroffen

Noch keine Klarheit gibt es bezüglich der Zuschüsse der Stadt für die „Kinder-Oase“ in der Mittelstraße, wo Kinder und Jugendliche aus wirtschaftlich schwachen Familien nach der Schule eine warme Mahlzeit einnehmen können, und bei den Nauener Tafel, wo Bedürftige mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs versorgt werden. Beantragt hatte der Freidenkerbund für die Tafel 2019 ursprünglich 31300 Euro für Sach -und Personalkosten. Allerdings wurde der Antrag zurückgezogen, informierte Manuel Meger. „Es gab im Vorfeld des Hauptausschusses ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Humanistischen Freidenkerbundes Volker Mueller, in den wir uns darauf verständigt haben, die Finanzierung klarer zu regeln. Auf jeden Fall soll der Betrieb der Nauener Tafel und der „Kinder-Oase“ nicht gefährdet werden“, so Meger.

Von Jens Wegener