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Nauen Zwei havelländische Landwirte legen Blühstreifen an
Lokales Havelland Nauen Zwei havelländische Landwirte legen Blühstreifen an
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15:18 05.04.2019
Landwirt Uwe Jürgens (2.v.r.) mit den Blühpaten Johannes Funke, Christina Hanschke und Holger Schreiber (v.l.) Quelle: Tanja M. Marotzke
Wernitz/Nauen

Wenn Wildbienen, Honigbienen und andere Insekten auch ab Juli noch in und um Wernitz herum reichlich Nahrung finden, müssten sie sich eigentlich bei Uwe Jürgens bedanken. Der Wustermarker Landwirt legt auf zwei seiner Ackerflächen erstmals Blühstreifen an. Donnerstagmittag hat der Landmann die erste insektenfreundliche Blühmischung mit Sonnenblumen und Ringelblumen in den Boden gebracht. Der Hauptteil wird je nach Witterungslage zwischen Mitte April bis Ende Mai ausgesät. „Ich freue mich, wenn ich auf diese Art und Weise etwas für die Tierchen tun kann. Ich würde mich auch freuen, wenn sich jetzt ganz viele Blühpaten melden, die die Sache finanziell unterstützen“, sagte der 52-Jährige.

Zertifikat vom Landwirt

Die ersten, die ein Zertifikat und damit die Patenschaft für ein Jahr über einige Quadratmeter der Blühfläche bei Wernitz übernommen haben, sind die Gemeindevertreter Christina Hanschke und Thomas Karrei, Bürgermeister Holger Schreiber und Kreisbauernverbands-Geschäftsführer Johannes Funke. „Die Idee hatte Uwe Jürgens an den Kreisbauernverband herangetragen. Sofort gab es mit Dirk Peters in Nauen einen Mitstreiter. Weitere sind gern gesehen“, so Funke.

Nahrung fehlt im Sommer

Jedes Jahr im Sommer, also nach dem Überangebot an Futter im Frühjahr, entsteht bei Insekten ein Nahrungsdefizit. Um das auszugleichen, seien solche Blühstreifen ein geeignetes Mittel, weiß der Kreisbauernverbands-Geschäftsführer. Darauf hofft auch Imker Stefan Tiffert aus Wernitz. „Bisher muss ich meine Bienen im Sommer mit Zuckerwasser und Sirup füttern, weil sie in der Natur nicht mehr genug Nahrung finden. Das könnte sich jetzt ändern.“

Gemeinde Wustermark unterstützt das Vorhaben

Auf insgesamt 8000 Quadratmetern bisher landwirtschaftlich genutzter Fläche (Raps und Zuckerrüben) verzichtet Uwe Jürgens für zunächst diese Vegetationssaison. „Leider gibt es im Land Brandenburg für solche Dinge keine Förderung. Aber man sollte nicht immer auf den Staat warten, sondern selber was tun. Deshalb wäre es schön, wenn mir die Blühpaten helfen“, sagt der Landwirt. Wer Pate für 50 Quadratmeter wird, zahlt einmalig 25 Euro, bei 100 Quadratmetern sind es 50 Euro. „Im August wird es für alle Paten eine Begehung geben, so dass sie sich ansehen können, was sie mitfinanzieren“, verspricht Uwe Jürgens.

Die Gemeinde Wustermark unterstütze das Projekt, sagten Christina Hanschke und Holger Schreiber. Man wolle dazu beitragen, es bekannter zu machen, und zeigen, dass möglichst viele Leute zum Mitmachen anzuregen.

Auf kommunaler Fläche in Nauen

Die Blühstreifen-Aktion in Nauen. Quelle: Norbert Faltin

Standort liegt mitten im Stadtgebiet

Für Nauens Bürgermeister Manuel Meger macht der Standort aus mehrfacher Hinsicht einen Sinn: „Die Idee ist, einen Blühstreifen nicht irgendwo draußen auf einem Acker zu machen, sondern mitten im Stadtgebiet, damit auch in der Bevölkerung das Bewusstsein für Bienen und andere Insekten geweckt wird.“ Seine Fraktion LWN plus Bauern hatte bereits Ende 2017 den Antrag gestellt, in der Stadt Grundstücke zu suchen, auf denen Blühstreifen angelegt werden können, so Meger.

Von Jens Wegener

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