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Nennhausen Besinnliche Waldweihnacht am Kiecker Weg
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19:00 23.12.2019
Leni (sieben Jahre) und Lea (fünf) aus Garlitz schmückten die Kiefer im Wald mit Äpfeln. Quelle: Uwe Hoffmann
Garlitz

Am Nachmittag des vierten Advent luden Heimatkulturverein, Freiwillige Feuerwehr und die evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland zur 2. Garlitzer Waldweihnacht ein. Wie schon 2018 traf sich erneut gefühlt das halbe Dorf im Wald am Kiecker Weg.

Schon zuvor bereiteten die Organisatoren um Waldbesitzer Michael Duhr und die Feuerwehr alles vor: ein Zelt wurde aufgebaut, Feuerschalen mit Holz befüllt und die Kessel für Glühwein und Kinderpunsch aufgebaut und die Holzkohle im Bratwurstgrill angezündet. Ab 15.30 Uhr trafen die ersten Garlitzer ein und brachten selbst gebackene Kekse, Plätzchen und Kuchen mit. Sebastian Kärgel schnitt seinen Stollen an.

Sebastian Kärgel, der ehemalige Bäcker des Dorfes, brachte einen Stollen mit. Quelle: Uwe Hoffmann

Bis vor sechs Jahren betrieb der Garlitzer noch die letzte Bäckerei im Dorf. „Bei uns gab es in der Adventszeit immer Rosinen- und Mandelstollen. Aber auch Marzipankartoffeln und Dominosteine haben wir selbst gefertigt“, erinnerte sich der Bäcker. Aber nicht nur Garlitzer kommen zur besinnlichen Waldweihnacht. Auch ehemalige Garlitzer oder Bewohner des Nachbarortes, wie der ehemalige Mützlitzer und jetzt in Rathenow wohnende Paul Schönfeldt und seine Freundin Maria kamen vorbei.

In diesem Jahr war sogar das Fernsehen dabei. „Durch die Berichterstattung im rbb über den Dorfwettbewerb plante das Fernsehen weitere Geschichten im Dorf zu drehen“, erzählt Ortsvorsteherin Gudrun Lewwe. „So war ein Fernsehteam heute in Garlitz, um für den Wetterbericht der Abendnachrichten die Rahmenhandlung zu drehen. Anne Gabbei lud sie in ihre Küche zum Weihnachtsplätzchen backen ein. Danach war das TV-Team noch kurz auf der Waldweihnacht.“

Ortsvorsteherin Gudrun Lewwe hatte Plätzchen für die Waldweihnacht gebacken. Quelle: Uwe Hoffmann

 

„Oh du Fröhliche“ und „Leise rieselt der Schnee“ waren nur zwei der fünf Weihnachtslieder, die die Garlitzer, mit Hilfe vorbereiteter Textblätter gemeinsam sangen. Dazu spielte der Posaunenchor der Reformationsgemeinde Westhavelland. Anne Schöps erzählte über alte Weihnachtsbräuche und den religiösen Hintergrund des Weihnachtsfestes. Nachdem Michael Duhr den Kindern erzählte, wie vor Jahrhunderten der Weihnachtsbaum in die Stuben kam und zu Heilig Abend geschmückt wurde, verzierten sie gemeinsam eine kleine Kiefer mit rotbäckigen Äpfeln.

„Ich wünsche mir zu Weihnachten ein Hoverboard“, hofft die siebenjährige Leni, Tochter des früheren Garlitzer Bäckers, die beim Schmücken half. Ihre zwei Jahre jüngere Freundin Lea hat mit einem Skateboard, das leuchtet, einen nicht minder großen Wunsch. Mimi (7) aus Stechow lässt sich überraschen. Aber eine Nintendo-Spielkonsole wäre schon toll.

Futter für die Tiere im Wald

Danach gingen sie gemeinsam, unter anderem mit Möhren tiefer in den Wald, um etwas Futter für die Tiere dazulassen. Für den Nachhauseweg im Dunkeln gab es von der Feuerwehr Fackeln. Im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses, den die Dorfgemeinschaft während der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vor zwei Jahren wiederbelebte, kam die Idee zur Waldweihnacht. „Wir wollten keinen neuen Weihnachtsmarkt etablieren. Die Garlitzer sollten sich noch einmal treffen, sich austauschen und kurz vor Weihnachten etwas zur Ruhe kommen“, erzählt Gudrun Lewwe. „Es soll ein familiärer Nachmittag mit und für die Kinder sein.“

Der Fernsehbeitrag mit dem Wetterbericht aus Garlitz ist in der Online-Mediathek des rbb zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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