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16:47 12.06.2019
Wieder geht es an die Wahlurne: In Havelaue und Kotzen wird ein neuer Bürgermeister gesucht. Quelle: Victoria Barnack
Havelaue/Kotzen

Guido Quadfasel oder Silvio März? Thomas Behlke oder Franziska-Maria Blask ?  In einer Stichwahl am kommenden Sonntag, 16. Juni, entscheiden die Wähler von Havelaue (Amt Rhinow) und Kotzen ( Amt Nennhausen) wer in den nächsten fünf Jahren als ehrenamtlicher Bürgermeister die Geschicke ihrer Gemeinde leitet.

Spannende Wahl erwartet

Notwendig wird die Stichwahl, weil bei den Kommunalwahlen am 26. Mai in beiden Gemeinden kein Kandidat die erforderliche Stimmenmehrheit erreichte. Der Wahlausgang am Sonntag dürfte in beiden Gemeinden spannend werden. Ausgehend vom Kommunalwahlergebnis am 26. Mai gibt es weder in Havelaue noch in Kotzen einen klaren Favoriten für die Stichwahl.

In Havelaue treten Silvio März (re.) und Guido Quadfasel (Mitte) gegeneinander an. Quelle: Norbert Stein

Kein Kandidat konnte sich damals in der Wählergunst klar absetzen. In Havelaue stellten sich drei Kandidaten der Wahl. Amtsinhaber Guido Quadfasel (CDU) bekam aus allen fünf Ortsteilen der Gemeinde insgesamt 189 Stimmen (34,5 Prozent), dicht gefolgt von Silvio März (FDP) mit 180 Stimmen (33,8 Prozent). Bill Neubüser (Die Linke) kam auf 30,8 Prozent und ist damit als Drittplatzierter aus dem Wahlrennen.

Beide Bewerber kommen aus Spaatz

Quadfasel und März kandidierten bei den Kommunalwahlen auf den Listen ihrer Partei auch für die Gemeindevertretung und wurden überzeugend gewählt. Allerdings lag hier der FDP- Mann in der Wählergunst vor dem CDU- Kandidaten. Beide wohnen im Ortsteil Spaatz und so kann wohl auch keiner von beiden am Sonntag auf einen deutlichen Heimbonus setzen.

Mehrere Faktoren dürften den Ausgang der Stichwahl wesentlich beeinflussen.Zunächst sind Quadfasel und März auch am Sonntag auf ihre Stammwähler angewiesen. Zudem wird für den Wahlausgang entscheidend sein, wo Neubüsers Anhänger in der Wahlkabine ihr Kreuz setzen.

Wie wird die Wahlbeteiligung?

Und werden sie überhaupt zur Wahl gehen? Wird die Wahlbeteiligung ähnlich gut wie am 26. Mai (72,8 Prozent) oder wird ein zu erwartendes hochsommerliches Wetter negative Auswirkungen haben auf die Wahllust der rund 750 abstimmungsberechtigten Einwohner der Gemeinde Havelaue?

Thomas Behlke, Bürgermeister der Gemeinde Kotzen, will sein Amt verteidigen. Quelle: Norbert Stein

Sowohl in Havelaue als auch in Kotzen nutzen erneut wieder recht viele Einwohner die Möglichkeit der Briefwahl. Für Kotzen hatten bis Dienstag rund zehn Prozent der insgesamt 486 wahlberechtigten Einwohner eine Briefwahl beantragt beim Wahlausschuss im Amt Nennhausen.

Viele Briefwähler

„Viele Einwohner haben den Antrag bereits mit der Anforderung der Wahlunterlagen für den 26. Mai gestellt, für den Fall der nun notwendig gewordenen Stichwahl“, erklärt Nennhauens Wahlleiterin Heike Schmunck.

In Kotzen werden die Wähler mit der Stichwahl entscheiden, ob Thomas Behlke (Wählergemeinschaft Dorf-Natur-Kultur) Bürgermeister bleibt oder Fanziska-Maria Blask (Einzelbewerberin) das Ehrenamt an der Spitze der Gemeinde übernimmt.

Blask hatte bei den Kommunalwahlen 36,9 Prozent Stimmen bekommen und Behlke 33,4 Prozent. Uwe Kraus war der dritte Kandidat für das Bürgermeisteramt. Er erhielt 29,5 Prozent und hat es damit nicht in die Stichwahl geschafft.

Duell wie vor fünf Jahren

Der Zweikampf Behlke-Blask ist in Kotzen kein unbekanntes „Wahlduell“. Beide kandierten bereits vor fünf Jahren als Gemeindebürgermeister. Damals gewann Behlke hachdünn vor Blask. Wie es diesmal ausgeht, wird die Stimmauszählung am Sonntagabend nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr ergeben.

Franziska Blask fordert in Kotzen den Amtsinhaber heraus. Quelle: Bernd Gartenschläger

„Das vorläufige Wahlergebnis sollte noch am Abend ermittelt sein“, sagt Heike Schmunck, und so sieht es auch die Rhinower Wahlleiterin Sylvia Dahms für die Stichwahl in der Gemeinde Havelaue.

Gewählt ist der Kandidat mit einfacher Stimmenmehrheit (über 50 Prozent), er muss aber mindesten 15 Prozent der Stimmen aller wahlberechtigten Einwohner der Gemeinde auf sich vereinen. Die Leiterinnen der Wahlausschüsse hoffen auf eine rege Wahlbeteiligung.

Von Norbert Stein

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