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Nennhausen Photovoltaikanlage am alten Kuhstall
Lokales Havelland Nennhausen Photovoltaikanlage am alten Kuhstall
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17:11 08.06.2018
In Kotzen soll auf einem alten Stallgelände eine Photovoltaikanlage gebaut werden Quelle: Norbert Stein
Kotzen

Das Vorhaben beschäftigt die Gemeindevertretung schon seit einiger Zeit. Die Firma Castus aus Mecklenburg-Vorpommern möchte auf einer stillgelegten Kuhstallanlage zwischen Gartenstraße und Ferchesarer Weg in Kotzen eine Photovoltaikanlage errichten. Die Anlage soll 5,5 Megawatt Strom erzeugen.

Bebauungsplan ist erarbeitet

Das Unternehmen hat für die insgesamt 7,2 Hektar große Fläche einen auf das Vorhaben bezogenen Bebauungsplan erarbeiten lassen, mit dem Ziel der Ausweisung als „Sondergebiet Photovoltaik“. Die Abgeordneten haben nun mehrheitlich den Planungsentwurf und den Vorentwurf der Begründung gebilligt sowie die vorzeige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange am weiteren Verfahren beschlossen. Gleichzeitig hat dem Beschluss zufolge die öffentliche Auslegung der Unterlagen zu erfolgen.

Auch die Gemeinde selbst habe im weiteren Verfahren die Möglichkeit Stellung zu beziehen und Hinweise zu geben, erklärte Nennhausens Bauamtsleiterin Antje Richter den Abgeordneten vor der Abstimmung. Die Gemeinde habe zudem immer noch die Möglichkeit das Vorhaben abzulehnen oder man könne Änderungen vorschlagen.

Das sind die Abmaße

Die Planung für das Vorhaben sieht eine Photovoltaikanlage mit 72 Modulen von 2,80 Meter Höhe und 15 Grad Neigungswinkel zur Sonne vor. Als maximale Bauhöhe stehen vier Meter im Planungsentwurf. Das gilt auch für andere Bauwerke. Der Reihenabstand für die Module soll 2,50 Meter betragen. Rund 2,3 Hektar der Gesamtfläche werden mit Sträuchern neu bepflanzt. Das sind Ausgleichsprojekte für die Bebauung an anderer Stelle, erläuterte Planer Arnold Rück. Alte Pappelbäume sollen von der Fläche genommen werden.

Die vorhandene Baustraße im Planungsgebiet werde erhalten. Bleiben sollen auch zwei abgewirtschaftete Gebäude. Sie könnten möglicherweise als Fledermausquartiere ein Teil der Ausgleichsmaßnahmen werden, erklärte der Planer.

So sieht es die Gemeindevertretung

Die Abgeordneten sahen die Zukunft der alten Gebäude anders. „Wir sind für den Abriss“, sagte Bür-germeister Thomas Behlke. Gemeindevertreter Thomas Sprange plädierte für eine vollkommen andere Nutzung der Fläche. In Kotzen möchten mehre junge Familie Häuser bauen. „Dafür sollte die Fläche genutzt werden“, sagte Sprange. Amtsdirektorin Ilka Lenke freut sich über junge Familien, die in Kotzen bauen wollen. Sie schlägt aber vor, dafür private Flächen zu nutzen. In der Gemeindevertretung sprach sie sich für die Photovoltaikanlage aus. Ob diese errichtet wird hängt nicht nur von einem genehmigten Bebauungsplan ab.

„Das Vorhaben wird nur realisiert, wenn das Unternehmen auch die Genehmigung für eine weitere Photovoltaikanlage im benachbarten Rhinsmühlen erhält“, sagte der Planer. In Rhinsmühlen soll auf der acht Hektar großen Fläche einer ehemaligen Schäferei eine 7,5 Megawatt-Photovoltaikanlage entstehen.

Insgesamt zwölf Millionen Euro

Das Unternehmen würde in beide Anlagen insgesamt rund zwölf Millionen Euro investieren und dafür die Flächen in der Gemeinde Kotzen langfristig pachten. Der von beiden An-lagen erzeugte Strom soll im Umspannwerk Friesack in das öffentliche Netz eingespeist werden. Mit der Pistole vor der Brust entscheiden Gemeindevertreter im Grunde nur ungern. Allerdings hatten sie bei der Zustimmung den Hinweis von Bauamtsleiterin Antje Richter im Hinterkopf. Ablehnen können sie auch später noch

Von Norbert Stein

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