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Nennhausen Dirk Friese zeigt experimentelle Fotografie im Fintelmannhaus
Lokales Havelland Nennhausen Dirk Friese zeigt experimentelle Fotografie im Fintelmannhaus
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07:54 13.08.2019
Im September 2017 präsentierte Dirk Friese seine experimentelle Fotokunst auf der Berliner Oberbaumbrücke. Quelle: Markus Kniebeler
Landin/Senzke

Wer die Fotoarbeiten des Landiner Künstlers Dirk Friese betrachtet, der kann sich der Rätselhaftigkeit, die von diesen ausgeht, nicht verschließen. Gegenständliches, an dem sich das Auge orientieren und festhalten kann, gibt es kaum. Stattdessen sieht man sich einer Farb- und Formenvielfalt gegenüber, welche die Phantasie in Gang setzt. Hier meint man einen Meeresstrudel zu erkennen, dort scheint ein Vulkan Lava in den Himmel zu schleudern und das da, in der Ecke, ist das vielleicht ein Teil eines Gitterzauns?

Spuren werden verwischt

Friese, der aus dem Ruhrgebiet stammt und seit 2012 in Landin lebt, mag es, wenn der Betrachter ins Spekulieren gerät. Aber für Aufklärung sorgt er nicht. Zwar sind es tatsächlich Objekte aus der dinglichen Welt, auf denen seine Kunst basiert. Aber mittels Techniken der Verfremdung gelingt es ihm, die Spuren zu verwischen. Und auch auf Nachfrage verrät er nicht, was er wie verfremdet hat.

Ab Mittwoch in Senzke

Wer ihm dennoch auf die Schliche kommen will, der hat dazu bald Gelegenheit. Am Mittwoch, den 14. August, wird im Fintelmannhaus in Senzke um 18 Uhr eine Ausstellung mit experimentellen Fotos Frieses eröffnet, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind.

Tatsächlich handelt es sich bei den Bildern um Arbeiten, die ohne den Computer nicht denkbar sind. Denn erst am Bildschirm kombiniert Friese mehrere Fotografien zu etwas Neuem.

„Aus Verfremdung, Kombination und Verschmelzung mehrerer Fotografien erscheinen andere Formen, Farben und Bilder, in denen sich die ursprünglich abgebildeten Elemente auflösen und etwas Neues, Eigenes entsteht“, so beschreibt Friese selber seine Arbeitstechnik.

Überblick über die letzten zehn Jahre

Im Fintelmannhaus wird Dirk Friese rund 20 Arbeiten präsentieren. Seit rund zehn Jahren beschäftigt sich der 50-Jährige mit experimenteller Fotografie. Die Auswahl in Senzke wird einen Überblick über diese Periode geben. „Es sind Arbeiten aus der Anfangszeit dabei und solche, die in diesem Jahr entstanden sind“, sagt er.

In Landin findet der gebürtige Essener die Ruhe und Gelassenheit, um sich seiner Kunst zu widmen. Was nicht heißt, dass er die große Bühne scheut. Im Jahr 2017 bewarb sich Friese um einen Platz bei der Open-Air-Gallery auf der Berliner Oberbaumbrücke. Und wurde akzeptiert. Tausende Menschen flanierten an seinem kleinen Stand vorbei. Und nicht wenige ließen sich von den rätselhaften Bildern des Landiners beeindrucken.

Ganz so viel Trubel wie auf der Oberbaumbrücke wird im Fintelmannhaus nicht zu erwarten sein. Dafür werden die Besucher Ruhe und Muße haben, sich in Frieses Kunst zu vertiefen.

Die Ausstellung im Fintelmannhaus Senzke, Schlossstraße 22, wird am Mittwoch um 18 Uhr eröffnet. Sie kann bis zum 28. September besucht werden, und zwar dienstags bis samtags von 11 bis 17 Uhr.

Von Markus Kniebeler

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