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Nennhausen Landrat Lewandowski in der Wallfahrtskirche
Lokales Havelland Nennhausen Landrat Lewandowski in der Wallfahrtskirche
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15:14 18.09.2018
Zu Gottesdienst und Gesprächsrunde „Kirche und Politik“ begrüßte Pfarrer i. R. Felix Doepner rund 30 Gläubige. Quelle: Norbert Stein
Buckow

Der Förderverein Wallfahrtskirche Buckow engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 2009 für den Erhalt des Gotteshauses. Dafür hat er schon vielfältige Aktivitäten entwickelt. Der Förderverein mit derzeit 25 Mitgliedern hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, die alten Backsteinmauern dieser gotischen Architektur mit neuen Inhalten zu beleben.

Facettenreiches Programm

So organisiert der Förderverein auch in diesem Jahr wieder den Buckower Wallfahrts-Sommer mit zahlreichen Lesungen, Konzerten und weiteren kulturellen Veranstaltungen in der geschichtsträchtigen Kirche. Integrierter Teil der Veranstaltungsreihe sind regelmäßige Gottesdienste unter dem Motto „Sonntags in Buckow um 12“.

Am vergangenen Sonntag um 12 Uhr war wieder so ein spezieller Gottesdienst. Diesmal mit Landrat Roger Lewandowski (CDU) zum großen Thema „Kirche und Politik“. Dem schloss sich ein Mittagessen mit Gesprächen vor der Kirche an.

Von links: Landrat Roger Lewandowski, Pfarrer Felix Doepner und Superintendent Thomas Tutzschke. Quelle: Norbert Stein

Felix Doepner, Kreistagsabgeordneter für Bündnis 90 / Die Grünen und Pfarrer im Ruhestand, hatte die Idee den Landrat nach Buckow einzuladen. Doepner selbst wohnt im Nachbarort Nennhausen und ist Mitglied des Fördervereins Wallfahrtskirche Buckow.

Als Pfarrer führte Felix Doepner am Sonntag durch den Gottesdienst, zu dem auch Thomas Tutzschke, Superintendent des Kirchenkreis Nauen-Rathenow nach Buckow gekommen war. Insgesamt nahmen an „Sonntag in Buckow um 12 Uhr“ 30 Gottesdienstbesucher teil. „Gott, die ganze Welt hast du uns überlassen“, sagte Felix Doepner. Seine Worte waren auch ein Appell an die Menschen, insbesondere aber an die Politiker, diese Aufgabe angesichts vieler Kriege in der Welt verantwortungsbewusster wahrzunehmen.

Zunächst ein Blick zurück

Seine Ausführungen begann der Landrat mit einem Rückblick zur Rolle der Kirche im 30jährigen Krieg und mit Waffen ausgetragenen Konflikten. Er erinnerte an Martin Luther, der mit seinen Thesen nicht nur die Kirche reformierte, sondern auch Veränderungen im Alltagsleben der Menschen bewirkte.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde 1919 in der Weimarer Republik die Trennung von Kirche und Staat vollzogen. Die Trennung schließe aber Gemeinsamkeiten ein, sagte Roger Lewandowski und nannte als Beispiel den Religionsunterricht in Schulen.

Die Wallfahrtskirche in Buckow. Quelle: privat

Die Kirche soll sich zu Wort melden, sagte Lewandowski, wenn christliche Werte verletzt werden. Er erinnerte auf das im Grundgesetz der Bundesrepublik verankerte Recht auf Glaubensfreiheit und bezog sich in seinen weiteren Ausführungen auch auf das zuvor von den Gottesdienstbesuchern gesprochene Bekenntnis „Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren, an die Sprache der Waffen, an die Macht der Mächtigen.“

Von Norbert Stein

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