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Nennhausen Sommerfest an der Badestelle
Lokales Havelland Nennhausen Sommerfest an der Badestelle
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14:43 05.08.2018
Der einzig richtige Ort, um bei der Sommerhitze ein Dorffest zu feiern: die Badestelle in Ferchesar. Quelle: Foto: Uwe Hoffmann
Ferchesar

Ihr jährliches Sommerfest haben am Samstag die Ferchesarer gefeiert. An der Badestelle trafen sie sich am Nachmittag unterm Pavillon an der Kaffeetafel zu selbst gebackenem Kuchen. Wer es deftiger mochte, fand bei Wildbratwurst oder gebackenem Wildschwein die Erfüllung seiner kulinarischen Träume.

Über den Gartenzaun wurde Softeis verkauft. Die kleinen Gäste konnten sich auf der Hüpfburg austoben oder Angebote wie Kinderschminken oder Basteln nutzen. Mit der Freiwilligen Feuerwehr ging es mit dem Schlauchboot zu einer Fahrt auf den See hinaus – bis auf Höhe der Dranseschlucht, wo viele Badende Abkühlung suchten.

Mit der Freiwilligen Feuerwehr ging es mit dem Schlauchboot zu einer Fahrt auf den See. Quelle: Uwe Hoffmann

Unter die Einheimischen hatten sich auch einige Urlauber gemischt. Etwa Familie Foleg aus West-Irland. „Wir haben unsere Urlaubsunterkunft über eine Wohnungstauschseite im Internet gefunden. Im letzten Jahr haben wir in Berlin-Köpenick Urlaub gemacht“, erzählt Mutter Eileen in recht gutem Deutsch. „Die Mentalität der Iren und Deutschen ist schon anders. Die Iren feiern eher in ihrer Community. Dorffeste so wie hier feiern wir nicht. Und hier kann man die Landschaft toll mit dem Rad erkunden. Eigene Radwege findet man in Irland nicht.“ Ihre kleinen Kinder Eva (5) und Séan (4) hatten viel Spaß bei den Spielen mit Wasserspritzen.

Plätze auf der Flohmarktmeile blieben leer

Viele der ausgewiesenen Plätze der Flohmarktmeile blieben leer. Das extreme hochsommerliche Wetter hatte viele Ferchesarer und Gäste wohl eher zum Baden in die nahe Dranseschlucht gezogen. Auch das Kaspertheater im Gemeindesaal hatte leider nur wenige Besucher. Peggy Reinhold erzählte liebevoll Geschichten vom Kasper und seinen Freunden. Vier Aufführungen hatte die Wahl-Ferchesarerin im Angebot.

Puppentheater mit Peggy Reinhold. Quelle: Uwe Hoffmann

„Ich habe selbst vier Kinder. Als sie klein waren, habe ich für sie Geschichten mit den Puppen erzählt. Die fand ich auf dem Flohmarkt. Ich habe ihnen neue Kleider geschneidert. Mein Mann hat die Puppenbühne getischlert“, erzählt die Puppenspielerin.

Puppentheater beim Sommerfest hat Tradition

„Vor zirka 15 Jahren habe ich das erste Mal Puppentheater zum Sommerfest gespielt.“ In diesem Jahr erlebten die Zuschauer die Geschichte vom Seppl, der nach dem Genuss zu vieler Süßigkeiten von Zahnschmerzen geplagt wird. Denn er hat sich nicht regelmäßig seine Zähne geputzt. Aber Seppl traut sich nicht zum Zahnarzt. Doch Kasper kann ihn zum Arztbesuch überreden. Und er schenkt Seppl eine neue Zahnbürste und eine Tube Zahncreme. In den weiteren Aufführungen hatte Seppl Sonnenstich und einen großen Traum.

Im Jahr 1997 zog Peggy Reinhold mit ihrem Mann aus Berlin-Spandau nach Ferchesar. Anschluss in ihrer neuen Wahlheimat fand sie im Heimatchor des Ortes und dem Förderverein für die Dorfkirche.

Gertrud Jeutner stellte ihre Landschaftsgemälde aus. Quelle: Uwe Hoffmann

Unter anderem sommerliche Landschaften fanden die Besucher am Stand von Gertrud Jeutner. Die Ferchesarerin malt vor allem gern Landschaften. „Viele Menschen finden Motive, mit denen sie ein Stück Heimat verbinden, reizvoll und so kaufen sie gern ein Gemälde mit der Kirche ihres Dorfes“, erzählt die Lehrerin im Ruhestand, die seit einigen Jahren ihre Bilder zum Sommerfest ausstellt. Ihre Motive entstehen auch aus Urlaubsimpressionen heraus. Am Abend tanzten die Ferchesarer zur Musik mit DJ Karsten.

Von Uwe Hoffmann

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