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Nennhausen Waldweihnacht mit Glühwein und Kinderpunsch
Lokales Havelland Nennhausen Waldweihnacht mit Glühwein und Kinderpunsch
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14:39 26.12.2018
Rund 150 Besucher kamen zur ersten Garlitzer Waldweihnacht. Quelle: Uwe Hoffmann
Garlitz

Weihnachten im Wald – das ist etwas Besonderes- erstmals luden der Heimatkulturverein Garlitz und die evangelische Reformationsgemeinde Westhavelland zur Garlitzer Waldweihnacht ein. Dabei ging es nicht darum, einen weiteren Weihnachtsmarkt ins Leben zu rufen, sondern dass die Garlitzer zusammenkommen, innehalten und sich austauschen. So trafen sich sehr viele Einwohner des Dorfes einen Tag vor der Heiligabend-Bescherung für zwei Stunden am Kiecker Weg.

Mehr mit Kindern

„Ein Punkt unseres Dorfentwicklungsprozesses, den wir im Rahmen der Teilnahme am Wettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft’ mit kleinen Workshops wieder aufnahmen, war, dass wir mehr Veranstaltungen für und mit unseren Kindern machen wollen“, erzählt Mitorganisator Michael Duhr, der gemeinsam mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes schon einmal die Feuerschalen anzündete und den Glühwein auf Temperaturen brachte.

Suryia Eckle (4) schmückte den Weihnachtsbaum mit Äpfeln Quelle: Uwe Hoffmann

„Außerdem wollen wir die evangelische Gemeinde stärker in unsere Aktivitäten einbeziehen.“ Bereits zur kleinen Eröffnung durch Ortsvorsteherin Gudrun Lewwe versammelten sich mehrere Dutzend Garlitzer um die Feuerschalen. Mit 60 Litern Glühwein und fast genau so viel Litern Kinderpunsch, den Michael Duhr mit rotem Tee, Apfelsaft und weihnachtlichen Gewürzen gekocht hatte, waren die Organisatoren gut vorbereitet.

Die Feuerwehr half bei der Zubereitung des Glühweins. Quelle: Uwe Hoffmann

Zur Waldweihnacht waren die Dorfbewohner aufgerufen, Plätzchen und Weihnachtskekse mitzubringen. Plätzchen, Nussecken, Brownies, Quarkbällchen, Florentiner, Walnussschnecken, Waffeln, Kirsch-Schoko- oder Russischer Zupfkuchen, selbst gefertigte Marzipankartoffeln und gar selbst gebackener Stollen deckten den Tisch unterm aufgestellten Pavillon schnell. „Wir haben beim Backen der Haferkekse geholfen“, sagten die neunjährige Sophia Sachse und ihre Cousine Marie (5).

Die Mitglieder des Posaunenchores der evangelischen Reformationsgemeinde Westhavelland musizierten zur Waldweihnacht. Quelle: Uwe Hoffmann

„Macht hoch die Tür“ und „Oh Tannenbaum“ waren nur zwei der Weihnachtslieder, die der Posaunenchor der Gemeinde spielte. Pfarrer Gerd Zelmer erklärte die religiöse Symbolik einiger Weihnachtsbräuche und schmückte danach mit den Kindern traditionell eine kleine Kiefer mit roten Äpfeln. Viele der Kinder hatten Möhren oder trockenes Brot mitgebracht. „Wir haben Kartoffeln und Möhren dabei“, so der siebenjährige Pepe mit seiner zweijährigen Cousine Hannah.

Pfarrer Gerd Zelmer erzählte über die Bedeutung von Weihnachtsbräuchen. Quelle: Uwe Hoffmann

Das war für die Tiere des Waldes gedacht. Gemeinsam mit Waldbesitzer Michael Duhr legten sie das Futter auf einer kleinen Lichtung nieder. Die kleinen Garlitzer freuten sich besonders auf Heilig Abend tags darauf, mit dem Weihnachtsmann, der viele Geschenke bringt. „Ich wünsche mir zu Weihnachten neue Kleider für meine Puppen“, so die vierjährige Suryia Eckle. „Ich habe gar keine Angst vorm Weihnachtsmann.Ich freue mich auf ihn. Er war schon bei uns in der Kita.“

Viele Garlitzer brachten selbst gebackene Weihnachtskekse mit. Quelle: Uwe Hoffmann

„2018 ist viel im Dorf passiert. Besonders möchte ich noch einmal den 2. Platz auf Landesebene im Dorfwettbewerb und die Teilnahme auf Bundesebene nennen“, so Gudrun Lewwe. „Dafür entwickelten die Garlitzer gemeinsam viele Ideen und setzten sie um. Das zeigt, das in der Gemeinschaft viel Potenzial steckt.“ Und auch für das kommende Jahr wollen die Garlitzer einige weitere Ideen umsetzen. Unter anderem wird, nach der ersten Theateraufführung durch die Dorfbewohner zum alle zwei Jahre organisierten Erntefest 2016, im nächsten Jahr ein neues Theaterstück gespielt.

Bald eine Tradition

Insgesamt trafen sich um die 150 Menschen des Ortes mit etwas mehr als 400 Einwohnern. „Ich glaube die Garlitzer Waldweihnacht wird zu einer neuen kleinen Tradition werden“, waren sich Ortsvorsteherin und Mitorganisator Michael Duhr einig. Also noch eine Initiative für viel Miteinander im Dorf.

Von Uwe Hoffmann

Die kleine Bibliothek in Ferchesar ist ein beliebter Treffpunkt im Dorf. Das weiß offenbar auch die Autorin Juli Zeh. Sie hat die Einrichtung mit einer Spende bedacht, von der alle Bürger profitieren.

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