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Havelland Neuer Anbau für Bibliothek wird möglich
Lokales Havelland Neuer Anbau für Bibliothek wird möglich
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00:20 10.09.2017
Die Bibliothek im alten Schulgebäude von 1902. Der Anbau links soll ersetzt werden. : Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

Neubau? Umbau? Abriss? Seit Jahren wird über Veränderungen für die Falkenseer Stadtbibliothek diskutiert. Nun kommt Bewegung in die Sache. Die Verwaltung hat am Mittwochabend im Kulturausschuss einen konkreten Plan vorgestellt. Danach könnte die Bibliothek am vorhandenen Standort erneuert werden. Mit rund 2 Millionen Euro Baukosten wäre zu rechnen.

Die Bibliothek in Falkensee ist oft umgezogen, seit 1993 befindet sie sich ein einem alten Schulgebäude, das nach dem Krieg einen Anbau erhalten hatte. Der ist einem sehr schlechten Zustand, was Fundament und Wärmedämmung betrifft, außerdem ist der Schwamm im Mauerwerk. Zudem ist der Anbau nicht etagengleich mit dem alten Gebäudeteil, was zu vielen Treppen führt.

Der neue Plan sieht vor, diesen Teil des Hauses abzureißen und durch einen neuen Anbau zu ersetzen. Der dann aber mit dem alten Haus auf gleicher Etage liegt, mit Aufzug und mit dem Versuch, auch die Räume im Dach zu nutzen.

Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) stellte das Vorhaben vor. Er erinnerte auch daran, dass seit Jahren diskutiert wird, es viele Ideen und Workshops zu dem Thema gab. Dabei hatte sich gerade die CDU für einen neuen Standort stark gemacht und als Idee die Einmietung in dem geplanten Neubau auf dem Areal der alten Stadthalle vorgeschlagen. Das war die Zeit, als auch der Vorsitzende des Museumsfördervereins mit der Idee auftrat, für das Museum einen Neubau zu schaffen.

Die Kultureinrichtungen der Stadt sind in den vergangenen 20 Jahren (auch personell) nicht oder nur minimal gewachsen, die Bevölkerungszahl von Falkensee hat sich jedoch verdoppelt. Nun soll mit der Bibliothek angefangen werden, die Situation zu verbessern.

Dabei waren im Vorfeld drei Varianten diskutiert worden. 1: Die Bibliothek bleibt in dem Gebäude, das bleibt wie es ist, wird saniert und erhält eventuell einen Außenaufzug. 2: Abriss des maroden Anbaus und dessen Erneuerung. 3: kompletter Wegzug, Neubau oder Fremdeinmietung. Die Verwaltung hat nun für die Variante 2 einen Grundsatzentwurf vorgelegt, der den vorhandenen zentralen Standort auf dem Campusplatz ertüchtigt und drei Etagen des Hauses barrierefrei zugänglich machen würde.

Das Verbleiben und Verbessern des vorhandenen Standorts wird von den Mitarbeitern der Bibliothek und vom Förderverein unterstützt. Auch viele Abgeordneten konnten der Idee Positives abgewinnen. „Die Sanierung am Standort finde ich sehr schlüssig“, sagte Ursula Nonnemacher, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Amid Jabbour (FDP) lobte das Projekt „als realistischen Weg“, ein Wolkenkuckucksheim könne man sich nicht leisten, so würden sich die Bedingungen für die Mitarbeiter und für die Benutzer der Bibliothek verbessern. Die Ausschussmitglieder stimmten mit großer Mehrheit für den Beschluss, über den die Stadtverordnetenversammlung abschließend berät. Lediglich Olaf Hardt (CDU) enthielt sich der Stimme, ihm gehe das Ganze zu schnell, er wollte erst ein Bibliothekskonzept sehen.

Von Marlies Schnaibel

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