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Havelland Neuer Betreiber für Sportlerklause gesucht
Lokales Havelland Neuer Betreiber für Sportlerklause gesucht
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21:27 01.02.2018
Bei den Brieselangern beliebt: die Sportlerklause. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Brieselang

Die Gemeinde ist auf der Suche nach einem neuen Pächter für die Sportlerklause in der Rotdornallee, die sie derzeit selbst betreibt. In dem Zusammenhang haben die Gemeindevertreter am Mittwochabend mehrheitlich den Bürgermeister damit beauftragt, eine Ausschreibung durchzuführen, um ein Planungsbüro zu finden.

Dieses soll damit beauftragt werden, mögliche Nutzungskonzepte für das Objekt zu erarbeiten, wobei die bisherige Nutzung durch Vereine und Organisationen einzubeziehen ist. Das Büro soll zudem deutlich machen, wie viel in das Objekt investiert werden muss, um es zu erhalten und um die künftige Nutzung möglich zu machen.

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Alles zusammen soll die Grundlage für eine Ausschreibung bilden, um letztlich einen neuen Träger zu finden. Und das so schnell wie möglich. Denn die Gemeinde ist derzeit nur deshalb Betreiber, weil der bisherige Pachtvertrag mit dem Brieselanger Sportverein Mitte vergangenen Jahres vorzeitig aufgelöst worden war. Ursprünglich hatte man gehofft, bis Mitte 2018 eine neue Lösung zu finden. Nun wird die Kommune erst einmal bis 31. Dezember dieses Jahres Betreiber bleiben. Bis dahin soll sich auch an der Nutzungskonzeption nichts ändern, die Räume werden durch die Verwaltung vergeben. Das Objekt hat vier Nutzungsbereiche: die Kegelbahn, einen Vereinsraum, eine gastronomische Einrichtung und einen Mehrzweckraum. Die Sportlerklause ist das einzige Objekt in der Gemeinde, in dem Feiern mit gastronomischer Bewirtschaftung für bis zu 199 Menschen stattfinden können.

Gegen die Absicht, ein Planungsbüro zu beauftragen, hatte sich die Fraktion Die Linke ausgesprochen. „Wir brauchen kein extra Büro“, machte Helmuth Hecke deutlich, für den die Ausgaben dafür nicht notwendig sind. Im Hauptausschuss hatte bereits Fraktionskollegin Heike Swillus (Linke) dagegen gesprochen. Sie glaubt, dass es Interessenten gibt, die das Haus auch so pachten würden, wie es jetzt ist. Allerdings ist ihr wichtig, dass diese auch Unterstützung von der Gemeinde erhalten. „Der Brieselanger Sportverein wurde nämlich nicht unterstützt“, sagte sie.

Kritik diesbezüglich kam im Hauptausschuss auch vom BSV-Chef René Müller-Schaafhausen. „Geplant, gebaut, finanziert und bezahlt sowie mehr als 20 Jahre betrieben hat dieses Objekt allein und hauptverantwortlich unser Sportverein. Aber Eigentümer und Nutzer sind wir alle, die Brieselanger“, meinte er. Auch Müller-Schaafhausen beklagte die mangelnde Unterstützung seitens der Gemeinde in der Vergangenheit. Zum damaligen Pachtvertrag mit der Gemeinde, der aus der Zeit stammt, bevor er Vereinsvorsitzender wurde, sagte er: „Für mich hat dieser etwas von einem Knebelvertrag.“

Der BSV mit seinen etwa 130 Mitgliedern, die größtenteils beim Kegeln aktiv sind, ist weiterhin der Hauptnutzer der Sportlerklause. Vor Kurzem wurde ein neuer Vorstand gewählt. René Müller-Schaafhausen wurde als Vorsitzender bestätigt. Zweite Vorsitzende ist Marita Niese, Kassenwartin Hannelore Schmolling und Schriftführerin Manja Schaafhausen. Enrico Krenz ist verantwortlich für die Abteilung Kegeln und Marcel Daase wird die Homepage aktualisieren und verbessern.

Von Andreas Kaatz