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Havelland Viel Platz für den Hort
Lokales Havelland Viel Platz für den Hort
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16:31 16.03.2018
Matthias Remus und Sachgebietsleiterin Marina Rubach vor dem ehemaligen Rathaus.
Matthias Remus und Sachgebietsleiterin Marina Rubach vor dem ehemaligen Rathaus. Quelle: M. KNIEBELER
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Rathenow

Das ehemalige Rathaus in der Jahnstraße 34 soll zum Hort umgebaut werden. Diese Variante wurde bereits vor einigen Monaten bekannt. Aber erst seitdem die Stadtverordneten Ende März in Sachen Grundschulentwicklung die Weichen gestellt haben, sind in der Verwaltung die konkreten Vorbereitungen zum Umbau angelaufen.

Zur Erinnerung: Ab dem Sommer 2017 wird es in Rathenow statt bislang vier nur noch drei Grundschulen geben: Zwei dreizügige (Jahnschule und Weinbergschule) und eine anderthalbzügige (Schollschule/West). Die vorgesehene Vergrößerung der Jahngrundschule stellt diese allerdings vor räumliche Probleme. Bislang reicht der Platz so gerade, um sechs zweizügige Jahrgänge aufzunehmen und die Hortkinder zu betreuen. Die schrittweise Kapazitätserweiterung um 150 Schüler bis zum Sommer 2019 würde die Schule ohne Erweiterung nicht verkraften.

Hier kommt nun die Jahnstraße34 ins Spiel. Das Gebäude, das bis 1997 als Rathaus genutzt wurde und danach einer Baufirma als Firmensitz diente, gehört seit Februar 2012 wieder der Stadt. Die Baufirma ist ausgezogen und ein Dienstleister, der Räume im Erdgeschoss nutzt, wird dies in Kürze auch tun. Damit ist der Weg frei für den Umbau der Liegenschaft in einen Schulhort.

800 Quadratmeter Fläche stehen für die Hortnutzung zur Verfügung, die sich über das Erdgeschoss und die beiden darüber liegenden Stockwerke verteilen. Bis zu 150 Hortkinder würden nach einem Umbau hier betreut werden können. Allerdings ist nach Auskunft von Bauamtsleiter Matthias Remus noch einiges zu tun, bis es so weit ist. Zwar sei das Gebäude von der Grundsubstanz in einem sehr guten Zustand. Aber an bestimmten baulichen Veränderungen führe kein Weg vorbei. Ein kindgerechter Komplettumbau der Sanitäranlagen etwa sei unumgänglich. Auch müsse im Obergeschoss zwingend ein zweiter Fluchtweg eingerichtet werden. Außerdem stehe eine Überarbeitung der Elektroleitungen auf der Aufgabenliste. Auch was die räumliche Aufteilung angeht, wird es Veränderungen geben. Wo früher zwei kleine Büros nebeneinander lagen, könnte durch das Wegnehmen einer Wand relativ problemlos ein doppelt so großes Zimmer entstehen. Ein detaillierte Planung soll in enger Abstimmung mit den Hortbetreuern der Jahnschule erarbeitet werden

Für den Umbau sind 750000Euro eingeplant, finanziert über Fördergelder des Landes und mit Eigenmitteln der Stadt. Sobald der Haushalt bewilligt ist – die entscheidende Sitzung der Stadtverordneten findet am 30. April statt – soll mit der Planung begonnen werden. „Unser Ziel ist es, den Hort im Sommer des kommenden Jahres in Betrieb zu nehmen“, sagt Matthias Remus. Dann werde sich die Lage in der Jahnschule merklich entspannen.

Von Markus Kniebeler

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