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Havelland Neuer Investor will Akazienhof-Brache beleben
Lokales Havelland Neuer Investor will Akazienhof-Brache beleben
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17:29 04.01.2017
Das Baufeld am Akazienhof wird vorbereitet.
Das Baufeld am Akazienhof wird vorbereitet. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Das kam dann doch überraschend: Die Bagger rollten an, Bäume und Gestrüpp wurden beseitigt, Erdmassen aufgetürmt, ein Dixie-Klo aufgestellt: Das Baufeld am Akazienhof wird für den Wohnungsbau vorbereitet. Nach jahrzehntelangem Stillstand tut sich etwas auf der Brache hinter der Bahnhofstraße. Nicht nur Anwohner, auch die Stadtverwaltung war überrascht, gestand Bürgermeister Heiko Müller (SPD).

Viele Zwei-Raum-Wohnungen

Besagte Fläche hat seit Kurzem einen neuen Investor. Baurecht hat er noch nicht, aber schon konkrete Vorstellungen, die am Dienstagabend im Stadtentwicklungsausschuss kurz vorgestellt wurden. Danach sollen auf dem Areal 144 Wohnungen in sechs Wohnblöcken mit zwölf Aufgängen errichtet werden. Darunter sind vor allem Zwei-Raum-Wohnungen, aber auch Ein-Raum-Wohnungen sowie solche mit drei und vier Zimmern. Die Wohnungsgröße liegt zwischen 45 und 100 Quadratmetern. Alle Wohnungen sollen über einen Balkon oder eine Terrasse verfügen. Die Autos sollen zum größten Teil in einer Tiefgarage Platz finden.

Debatte über Straßenbau noch nötig

Die meisten der Häuser sind dreigeschossig und damit etwas kleiner als die benachbarten Reihenhäuser an ihren höchsten Stellen und deutlich flacher als die Häuser an der Bahnhofstraße. Noch nicht abschließend geklärt ist der Straßenbau, sagte Heiko Müller. Die Straße ist in Teilen bereits gebaut. „Wir wollten ursprünglich, dass der Investor die Straße umbaut“, erklärte er, das war mit den bisherigen Bauherren nicht möglich. Damals gab es zwei Investoren auf der Fläche, die haben inzwischen verkauft, so dass die Stadt nur mit einem Ansprechpartner verhandelt.

Anwohner gegen erdrückende Blockbebauung

Das Projekt Akazienhof ist ein Dauerbrenner in der Falkenseer Baupolitik, oder genauer: Nicht-Baupolitik. Der Bebauungsplan F 4 ist einer der ältesten Pläne der Stadt. Er ist mehr als zwanzig Jahre alt. Heftig war über das Projekt in den vergangenen Jahren gestritten worden, vor allem die Anwohner auf der Ostseite stemmten sich gegen eine erdrückende Blockbebauung. Viele ihrer Forderungen, was Traufhöhe und Abstand betrifft, scheinen in dem jetzigen Projekt berücksichtigt zu sein.

Von Marlies Schnaibel