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Havelland Neuer Klinikverbund für Havelland und Oberhavel
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17:39 08.11.2013
Die Havelland Kliniken GmbH betreibt Krankenhäuser in Nauen (Foto) und Rathenow, die Oberhavel Kliniken GmbH in Oranienburg, Hennigsdorf und Gransee. Quelle: Enrico Kugler
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Nauen/Oranienburg

Das verkündeten am Freitag die Landräte Burkhard Schröder (Havelland) und Karl-Heinz Schröter (Oberhavel). Beide Klinik-Unternehmen gehören den jeweiligen Landkreisen zu 100 Prozent.

Im Hinblick auf die Fusion soll nun spätestens im erstenQuartal 2014 eine Vorbereitungsgesellschaft gegründet werden. Die Aufsichtsräte beider Kliniken haben dem bereits in gemeinsamer Sitzung zugestimmt, Anfang Dezember sollen auch die beiden Kreistage entsprechende Beschlüsse fassen. Die Gesellschaft hat die Aufgabe, die Fusion vorzubereiten und Konzepte für eine Kooperation beider Kliniken auf dem Weg dahin zu erarbeiten. Das letzte Wort hinsichtlich eines Zusammenschlusses wird indes die Kartellbehörde haben, hieß es gestern.

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"Es lohnt sich, sich in guten Zeiten unterzuhaken und die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu stärken. Beide Häuser haben Kompetenzen, die wir zusammenführen können", sagte Burkhard Schröder und verwies zudem darauf, dass der neue Klinik-Verbund einer der größten Arbeitgeber im Land Brandenburg wäre. Arbeitsplätze seien indes nicht bedroht. Sein Amtskollege Karl-Heinz Schröter will die Kooperation auch als Fingerzeig verstanden wissen an jene, die eine Kreisgebietsreform im Land vorantreiben wollen. "Wir möchten zeigen, dass man ‒ auch ohne Kreisgrenzen zu verändern ‒ die Dinge der öffentlichen Daseinsvorsorge zukunftssicher organisieren kann", so Schröter. Gemeinsam mit Schröder wird er Geschäftsführer der Vorbereitungsgesellschaft sein.

Die geplante Kooperation ist kein Prozess, der von heute auf morgen entstanden ist. Das sagte Havelland-Kliniken-Geschäftsführer Jörg Grigoleit. "Wir haben eine beachtliche Vorbereitungszeit von vier Jahren." Bei den beiden Kliniken handle es sich um Unternehmen, die sich auf Augenhöhe begegnen und sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Einzugsgebiete keine Konkurrenz machen. Beide sichern die stationäre Versorgung in ihren Landkreisen zu 100 Prozent ab, die Havelland Kliniken haben zudem 45 Prozent der Pflegeplätze.

"Wir wollen für die Bevölkerung eine Verbesserung der medizinischen Versorgung auf den Weg bringen", sagte Jörg Grigoleit. Beispielsweise verfügten die Oberhavel Kliniken über eine Neurologie, jedoch über keine Urologie. Im Havelland ist es genau andersherum. Hierbei könne man sich austauschen. Patienten würden dann zur Behandlung in die jeweiligen Einrichtungen überwiesen. Aber auch am Aufbau einer gemeinsamen Krankenhausapotheke soll gearbeitet werden.

Für Detlef Troppens, Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken, ist auch wichtig, Ideen zu entwickeln, wie die medizinische Versorgung künftig gerade in den ländlich geprägten Regionen wie Rathenow oder Gransee zusammen mit der kassenärztlichen Vereinigung und den Kassen sichergestellt werden kann. Er betonte, dass es sich beim fusionierten Klinik-Verbund nicht um eine Notgesellschaft handeln wird. Beide Kliniken seien heute gesund.

Die Prüfergebnisse der Vorbereitungsgesellschaft sollen noch 2014 vorliegen. Sofern die Kreistage dann zustimmen, wird ab 2015 die Fusion angeschoben.

Von Andreas Kaatz

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