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Havelland Neugierig aufs neue Café am Anger
Lokales Havelland Neugierig aufs neue Café am Anger
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13:23 08.08.2014
Die neue Filiale am Falkenseer Anger.
Die neue Filiale am Falkenseer Anger. Quelle: Konrad Radon
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Falkensee

Die erste Kundin stand um 5.15 Uhr vor dem Laden. Um halb sechs öffnete die neue Thonke-Filiale in Falkensee und der erste Spritzkuchen ging über den Ladentisch. Der Eröffnungstrubel begann und sollte die nächsten Stunden nicht abreißen.

„Die Leute hatten sich schon die letzten Tage die Nasen an den Scheiben platt gedrückt“, sagt Karo Krause. Sie gehört zum Verkaufspersonal und kann die Neugierde der Falkenseer verstehen. Das gelbe Haus steht schließlich an einem markanten Platz der Stadt. „Wir setzen auf die zentrale Lage“, sagt Betreiber Olaf Thonke. Die hatte sich der Rathenower Unternehmer vor Jahren ausgeguckt. Das Grundstück hatte er von der Stadt gekauft, die zuvor sieben kleine Grundstücke vereint hatte, um diesen Platz an der Rathauskreuzung entwickeln zu können.

Wie finden Sie das neue Café?

„Ein zentrales Café fehlte. Vorher war ich oft bei Madler, aber da saß man so einsam in der Ecke. Ich hoffe, dass Madler jetzt nicht schließen muss.“
Michael Jansen, 65, Spandau

„ Das Café ist familienfreundlich und zentral. Ich habe mich gleich mit einer befreundeten Familie zum Frühstücken verabredet.“
Vivien Radewald, 31, Falkensee

„Es ist toll, dass es jetzt ein modernes Café gibt. Nun müssen meine Freundinnen und ich nicht mehr bis nach Spandau fahren.“
Heidi Jedwillat, 16, Falkensee

Dass es vom Ausgucken bis zum Eröffnen dann so lange dauerte, das lag an den Behörden und dem Warten auf die Baugenehmigung. „Erst war eine Kollegin neun Monate krank, dann waren die Auflagen so groß, dass wir umplanen mussten“, nennt er Gründe für die Verzögerung. Obwohl etwas verkleinert ist das Haus die größte Filiale des Rathenower Backunternehmens. Das Geschäft hatte Olaf Thonke 1988 von seinem Vater übernommen und nach der Wende schnell zu einem größeren Betrieb entwickelt. In Premnitz entstand die erste Filiale, das Café „Schillerlocke“. 350 Angestellte und 53 Filialen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt zählt Thonke jetzt. „Aber es ist nach wie vor ein Familienbetrieb“, sagt er. Seine Frau und sein Sohn Philipp arbeiten mit im Geschäft.

Café mit Empore: Olaf Thonke gestern im neuen Falkenseer Geschäft. Quelle: Konrad Radon

Philipp Thonke wird zudem die nächste Zeit täglich in Falkensee sein, um den Anlauf des neuen Hauses zu begleiten. Er hat mit seiner Mutter auch die Fotos ausgesucht, die die großen Lampenschirme im Verkaufsraum schmücken: Sie zeigen alte Falkenseer Ortansichten und passen gut in den Raum. „Wir wollen das Moderne und das Bodenständige vereinen“, beschreibt Philipp Thonke die Firmenphilosophie. Und so findet sich eine rustikal nostalgisch gestaltete Wand neben einem modernen Verkaufstresen. An dem bildeten sich gestern den ganzen Tag lange Schlangen. Die Kunden wollten das neue Geschäft testen und auch den Eröffnungsrabatt der ersten Tage nutzen. „Überraschend viele haben unser Frühstücksangebot angenommen“, sagt Karo Krause, haben es sich bei Kaffee, Piccolo, Brötchen und Rührei gemütlich gemacht. Das können die Kunden auf 70 Plätzen im Innenraum oder auf den 40 Außenplätzen.

Familientradition

Gotthilf Thonke gründet den Familienbetrieb 1926 in Rathenow. Olaf Thonke führt das Geschäft seit 1988. Das Backhaus steht in Rathenow.
Das Unternehmen betreibt in Falkensee noch eine Filiale im Rewe-Markt. Die Filiale im Lidl-Markt wurde geschlossen, das Personal ging in das neue Café.
Das Haus mit der schwarzen Küche neben dem Café wird gesichert und ausgebaut, eine Nutzung steht noch nicht fest.

Dort sorgte am Donnerstag eine Hüpfburg und eine Bühne von BB Radio für zusätzlichen Trubel. Die Moderatorin regte die Besucher an, sich an der Namensgebung für das Café zu beteiligen. „Schlecker-Lecker-Café“, schlug daraufhin der kleine Nico vor. Stadt-Café, Anger-Café, Encke-Eck – viele Vorschläge sind noch eingegangen. „Noch läuft die Namenssuche“, sagt Olaf Thonke. Aber bis Monatsende soll eine Entscheidung gefallen sein.

Eine neue Filiale hat der umtriebige Geschäftsmann auch im Blick: Es soll nach Hohen Neuendorf gehen.

Von Marlies Schnaibel

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