Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Ortsdurchfahrt ist nun Kreisstraße
Lokales Havelland Ortsdurchfahrt ist nun Kreisstraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:11 21.11.2017
Ob  mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt in der Buckower Straße in Nennhausen auch ein neuer Bürgersteig gebaut werden soll, werden Amt und Gemeindevertretung erst   mit den Anwohnern besprechen. Quelle: Norbert Stein
Anzeige
Nennhausen

IAm Dienstag hatte der Kreistagsausschuss Bauen darüber zu sprechen. Im Land Brandenburg werden Landesstraßen an Kreise abgegeben (MAZ berichtete). Zum 1. November wurde nun die Landstraße L 982 von Garlitz nach Nennhausen an den Landkreis Havelland übertragen.

Information für die Gemeindevertretung

Amtsrektorin Ilka Lenke informierte die Gemeindevertretung von Nennhausen über den zum 1. November vollzogenen Wechsel der Zuständigkeit für die etwas über 10 Kilometer lange Straße. Der Kreistag hatte der Übernahme der Landesstraße L 982 durch den Landkreis bereits 2016 zugestimmt. Das Ministerium benötigte zur Vorbereitung noch etwas Zeit.

Anzeige

Sanierung steht bevor

Nun sind alle Einzelheiten geklärt und so konnte die Übergabe der Straße in die Hoheit des Landkreises erfolgen.Übernommen hat der Landkreis die Straße mit der Zusage des Landes die Sanierung der Ortsdurchfahrten Garlitz und Buckow sowie Nennhausen vom Ortseingang aus Richtung Buckow bis zum bereits ausgebauten Teil der Buckower Straße in Höhe Abzweig Bahnhofstraße, mit 90 Prozent der Kosten zu fördern. Voraussichtlich in den Jahren 2018/2019 werde der Landkreis sanieren, sagte die Amtsdirektorin den Nennhausener Abgeordneten.

Bürgersteige nur einseitig

Die Gemeinden haben mit dem Ausbau die Möglichkeit, die Bürgersteige entlang der Ortsdurchfahrten erneuern zu lassen. „Die Gemeinden können dafür ebenfalls Fördermittel beantragen“, so Ilka Lenke. Der Ausbau der Ortsdurchfahrten Buckow und Nennhausen ist für 2019 vorgesehen. Die Erneuerung der Bürgersteige würde der Amtsdirektorin zufolge für beide Dörfer jeweils rund 300 000 Euro kosten. Die Grundstückseigentümer müssten sich an den Kosten mit Anliegerbeiträgen beteiligen. Abhängig ist die Gesamtkostenplanung davon, ob ein Bürgersteig nur auf einer Straßenseite oder auf beiden Seiten angelegt werden soll. Die Abgeordneten der Gemeinde Nennhausen votieren für beide Ortsteile für einen Bürgersteig auf nur einer Seite. Entschieden haben die Abgeordneten noch nicht. Sie wollen erst die Anwohner befragen, ob die Erneuerung des Bürgersteiges gewünscht ist oder nicht.

Beratung mit den Anwohnern

Das Amt und die Gemeinde haben dafür eine gemeinsame Beratung mit den Anwohnern vorgesehen. Dabei sollen das Projekt und die Kosten erörtert werden. Stimmen die Anwohner dem Vorhaben nicht zu, sollte man auf die neuen Bürgersteige verzichten, erklärte die Amtsdirektorin auf einer Gemeindevertretersitzung.

Ähnliches Verfahren in Garlitz

In Garlitz (Gemeinde Märkisch Luch) werde in gleicher Weise verfahren, so Ilka Lenke. Auch hier Garlitz wird der Ortsbeirat zunächst die Anwohner befragen, ob sie einen neuen Bürgersteig wollen, wenn die Ortsdurchfahrt voraussichtlich 2018 saniert wird.

Von Norbert Stein

Anzeige