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Havelland Pfarrer ermuntert zum Schutz der Umwelt
Lokales Havelland Pfarrer ermuntert zum Schutz der Umwelt
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15:03 19.11.2017
Die Jagdhornbläsergruppe Brandenburg/Havel gestaltete die Hubertusmesse in der Dorfkirche Stechow mit rund 100 Besuchern musikalisch.
Die Jagdhornbläsergruppe Brandenburg/Havel gestaltete die Hubertusmesse in der Dorfkirche Stechow mit rund 100 Besuchern musikalisch. Quelle: Norbert Stein
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Stechow

Die Jagdhornbläsergruppe Brandenburg an der Havel unter Leitung von Ulf Lehnhardt eröffnete am Freitagabend die diesjährige Hubertusmesse in der Dorfkirche Stechow, zu der die Jagdgesellschaft der Eigenjagd Forst Stechow eingeladen hatte. Rund einhundert Besucher waren gekommen, um bei der Pflege des jagdlichen Brauchtums dabei zu sein. Dazu hatten die Gastgeber den Kirchenraum dem Anlass würdig mit viel Tannengrün geschmückt. Das Geweih eines Hirsches zierte eine Seitenwand und vor dem Altar standen Wildpräparate – Rehe, Mufflon und mehr.

„Die Hubertusmesse ist das Erntedankfest der Jäger“, begrüßte Gemeindepfarrer Stefan Huth die Besuchern, nach dem die Glocken den Beginn des Abends verkündet hatten.

Die Jagdhornbläser spielten „Gloria“ und der Pfarrer erinnerte an die Geschichte jenes Mannes, nach dessen Namen die Andacht benannt wurde. Es ist der rheinische Pfalzgraf Hubertus von Aquitanien (655- 727). Er war ein leidenschaftlicher Jäger und konnte selbst an Tagen, die der Stille gewidmet waren, nicht ablassen. An einem solchen Feiertag hatte er der Legende zufolge ein Erlebnis, das sein Leben von Grund auf veränderte. Im Geweih eines Hirsches erschien ihm ein christliches Kreuz. Huberts war tief beeindruckt. Er wurde ein frommer Mann und mit den Jahren Bischof von Lüttich.

Pfarrer Stefan Huth stellte den Umweltschutz in den Mittelpunkt seiner Predigt. Quelle: Norbert Stein

Die Legende von Hubertus erinnert daran, dass Menschen sich ändern können. Der Pfarrer forderte in seiner Predigt die Menschen auf, sich zu ändern, weil ein Umdenken in der heutigen Zeit zwingend notwendig ist für mehr Klimaschutz und den Erhalt der Natur. Die Schöpfung in Zeiten der Umweltverschmutzung zu erhalten sei schwer, mahnte der Pfarrer.

„Jeder muss sich deshalb die Frage stellen, wie muss ich mich ändern“ , sagte Stefan Huth und nutzte die Hubertusmesse dazu, die Besucher zu ermuntern einen stärkeren persönlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss versandet und der letzte Fisch gegessen ist, sei es zu spät zum Umdenken.

Zum Ausklang spielten die Bläser den Hubertusmarsch, den Jagdgruß und weitere Lieder, die sie mit Gedichten und Versen bereicherten, bevor sie die Gäste mit dem „Jägergruß“ entließen.

Von Norbert Stein