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Havelland Preis für grüne Gründerinnen
Lokales Havelland Preis für grüne Gründerinnen
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00:19 14.12.2017
Auszeichnung für Ilka Buchholz (r.) und Nina Ullrich in der Kleinen Galerie auf Zeit in der Bahnhofstraße 80 . Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

„Es ist ein kleines Zeichen in Richtung der Lächler und Zweifler“, sagte Nina Ullrich. So manches Mal hatten sie und ihre Mitstreiter gehört: „Ach, ihr bastelt und häkelt so ein bisschen.“ Aus dem Bisschen ist ganz schön viel geworden. Wie man in der Bahnhofstraße 80 von Falkensee sehen kann. Hier zeigen Nina Ullrich (41) und Ilka Buchholz (45) ihre Sachen. Am Montag wurden die beiden Frauen als „grüne Gründerinnen“ ausgezeichnet. Petra Budke, Landesvorsitzende der Grünen, übergab den Preis, der Existenzgründerinnen aus Brandenburg für ihren Geschäftssinn, ihren Mut und ihre Kreativität ehren will. Und ein bisschen nachhaltig sollte die Idee auch sein.

Petra Budke, Landesvorsitzende der Grünen, zeichnete Ilka Buchholz und Nina Ullrich (von rechts) in der „Kleinen Galerie auf Zeit“ aus. Quelle: Tanja M. Marotzke

Die Auszeichnung wurde das 16. Mal vergeben. Der erste Preis als Grüne Gründerin ging auch nach Falkensee, damals an die Schneidemeisterin Annette Venter für ihr kreatives Ladengeschäft am Hansaplatz. Nun also wieder etwas, was mit Handarbeiten zu tun hat. Dabei sind Nina Ullrich und Ilka Buchholz nicht den direkten Weg gegangen. Beide hatten ursprünglich einen anderen Beruf. Die Unternehmensberaterin aus Dortmund und die Kunsthistorikerin aus Bremerhaven waren vor Jahren mit ihren jungen Familien in Falkensee gelandet. Beruf und Familie passten irgendwann immer weniger zusammen, und beide kamen zu Handarbeiten. Jede für sich. Ilka Buchholz fand für ihre Kinderkleidung das Label „Jakobskleider“ – und sie suchte Gleichgesinnte. So stieß sie auf Nina Ullrich, die schon immer handwerklich kreativ war, aber erst nach dem dritten Kind zum Nähen kam. Und sich darin entdeckte.

Stück für Stück ist aus dem Hobby der jungen Mütter eine ernste Angelegenheit geworden. Gemeinsame Märkte, das Mittun bei dem Kreativnetzwerk „Made in Falkensee“ folgten. Als die Stadt Falkensee und die Lokale Agenda für das Haus an der Bahnhofstraße eine Zwischennutzung suchten, griffen die beiden Frauen zu und eröffneten einen Laden. Die „Kleine Galerie auf Zeit“ ist möglich bis zum geplanten Abriss des Hauses und sie hat ihre Fans in Falkensee und Umgebung gefunden. „Jedes Stück ist einzigartig oder in Kleinserien liebevoll handgefertigt“, schwärmt Petra Budke, „ob Erdbeermütze für Kinder, Schals für Damen oder Wohnaccessoires. Hier zu stöbern ist ein Vergnügen, das sich bis Berlin und Potsdam rumgesprochen hat.“ Auch Kunstschaffende aus der Region zeigen in dem unverwechselbaren Laden ihre Werke.

Wenn die Galerie auf Zeit in der Bahnhofstraße 80 zu Ende geht, gehen Nina Ullrich und Ilka Buchholz aber nicht die Ideen aus. Sie haben bereits ein Folgegeschäft im Blick, wollen zum 1. April in der Fair-Passage in der Bahnhofstraße 61 ihre Geschäft eröffnen. Dann werden nicht nur Wolle und Stoffe, Gehäkeltes und Genähtes verkauft, dann werden auch die beliebten Kurse fortgeführt, werden neue Formate geschaffen, aber der beliebte Häkelprosecco beibehalten. „Stoffe, Wolle & Lieblingssachen“ sind angekündigt.

Von Marlies Schnaibel

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