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Havelland Premnitz erhält ein Asylbewerberheim
Lokales Havelland Premnitz erhält ein Asylbewerberheim
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19:36 26.08.2013
Ehemalige Förderschule in Premnitz. Quelle: Bernd Geske
Nauen

Sie entschieden sich damit gegen eine Stellungnahme der Stadt Premnitz, deren Abgeordnete sich im nicht öffentlichen Teil einer Sitzung am 31. Juli gegen den Standort ausgesprochen hatten. Die Nähe zu einem Wohngebiet sei zu groß, hatte die wichtigste Begründung der Premnitzer gelautet, deshalb sei das Konfliktpotenzial vorprogrammiert.

Landrat Burkhard Schröder, der nach seinem Sommerurlaub den ersten Arbeitstag hatte, bekräftigte zunächst die Dringlichkeit des Vorhabens, die auch im Ton der Beschlussvorlage zum Ausdruck kommt. Darin wird ausgeführt, es sei "dringend geboten", in dieser kreiseigenen Immobilie eine zusätzliche Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende zu errichten. Anschließend ließ er dann noch drei Dezernenten seines Hauses sprechen, um die bisherigen Entwicklungen und Aktivitäten der Kreisverwaltung darzulegen, die zur Entscheidung für den genannten Standort führten. Sozialdezernent Wolfgang Gall erinnerte daran, dass die Aufnahmeverpflichtung für den Landkreis durch das Sozialministerium des Landes von ursprünglich 152 im Jahr 2013 auf zuletzt 217 Asylsuchende erhöht worden war. Das bedeute, dass zusätzlich zu den bislang im Landkreis wohnenden 192 Flüchtlingen noch bis zu 150 weitere aufgenommen werden müssten. Im Mai habe der Landkreis begonnen, intensiv nach geeigneten Liegenschaften zu suchen. Es solle vermieden werden, im Ernstfall mangels fehlender Unterkünfte auf Turnhallen zurückgreifen zu müssen.

Dezernent Roger Lewandowski räumte ein, der Landkreis habe die Immobilie in Premnitz "relativ spät aufgerufen". Es sei eben erst im ganzen Landkreis gesucht worden. Die Stadt Premnitz habe zwei andere Standorte vorgeschlagen, sagte er. Doch wären diese nicht vor 2015 bezugsfertig gewesen, also viel zu spät. Außerdem hätte das bauliche Herrichten der beiden Objekte 3,4 Millionen bzw. fünf Millionen Euro gekostet. Für den Umbau der Förderschule sind 700000Euro veranschlagt worden. Tagtäglich könne ein neuer Bus mit Asylsuchenden vor der Tür stehen, sagte Roger Lewandowski: "Wir haben gar keine andere Möglichkeit mehr." Nur das jetzt vorgeschlagene Objekt könne im zweiten Quartal 2014 bezugsfähig sein. Niemand wolle, dass Asylsuchende in Turnhallen oder Zelten untergebracht werden müssen. Baudezernent Jürgen Goulbier ergänzte, die von den Premnitzern vorgeschlagene ehemalige Kita "Kinderstadt" sei eine Ruine und der einstige Wohnblock an der Bergstraße, der jetzt der ipg GmbH gehöre, sei nicht ohne weiteres genehmigungsfähig, weil er sich in einem Gewerbegebiet befinde.

Von Bernd Geske

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