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Premnitz Ab Waldbrandwarnstufe 4 kein Feuerwerk
Lokales Havelland Premnitz Ab Waldbrandwarnstufe 4 kein Feuerwerk
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21:11 07.08.2018
Wann darf ein Feuerwerk abgebrannt werden? Im Grunde sind die Regeln klar Quelle: Uwe Hoffmann wort+bild
Premnitz

Bei der Jubiläumsveranstaltung des Sportfischervereins Premnitz gab es zum Schluss ein prächtiges Höhenfeuerwerk. Die „Aaaahs“ und „Ooohs“ waren noch nicht verklungen,. da meldeten sich in Sozialen Netzwerken schon die ersten Kritiker.

„Wer hat denn bei Waldbrandwarnstufe 5 ein Feuerwerk genehmigt?“ wurde da gefragt. Ob zu dem Zeitpunkt tatsächlich noch die Stufe 5 herrschte, ist nicht sicher. Denn in Premnitz hatte es am Samstagabend auch geregnet. Allerdings sollen schon ab Waldbrandwarnstufe 4 keine Feuerwerke mehr gezündet werden.

Noch mehr Feuerwerke

An dem Abend war es offenbar nicht das einzige Feuerwerk. Das Spektakel des Sportfischervereins war genehmigt. Diese Genehmigung wird zumeist schon viele Wochen im Voraus erteilt, weiß der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling. „Zu dem Zeitpunkt kann man noch gar nicht abschätzen, ob es lange trocken war und ob überhaupt eine Waldbrandwarnstufe ausgerufen ist, die von Belang wäre.“

In der öffentlichen Debatte ging es weniger nachsichtig zu: „Wenn so eine Feuerwerk ohne Genehmigung abgebrannt wird, dann muss man saftige Strafen verhängen.“ Grundsätzlich, so heißt es weiter, hätte man ja auch auf das Feuerwerk verzichten können – zumal es der Regen nicht tief genug in den Boden geschafft habe und es bestimmt noch einige trockene Stellen gegeben haben dürfte.

Hohe Bußgeldstrafen

Viele Feuerwerke – insbesondere private – werden abgebrannt, ohne dass eine Genehmigung vorliegt. Davon gehen auch Kommunalpolitiker aus Premnitz aus. Und einigen Ordnungsämtern in der Region war der Umstand bereits ausführliche Pressemitteilungen wert, in denen davor gewarnt wurde, unerlaubt Feuerwerke abzubrennen. Das könne empfindliche Bußgelder zur Folge haben.

Grundsätzlich ist es so: Personen oder Vereine, die ein Feuerwerk abbrennen wollen, müssen wissen, welche Waldbrandwarnstufe gilt. „Das Verbot, ein Feuerwerk abzubrennen, ist direkt an die Stufe gebunden“, sagt Ralf Tebling. Der Bürgermeister der Stadt Premnitz sagt auch, dass man schon bisher auf die Warnstufen verwiesen habe. „Wir werden es aber in Zukunft anders handhaben: bei der Genehmigung wird ab sofort ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ab Waldbrandstufe 4 kein Feuerwerk abgebrannt werden darf.“ Zudem wolle man den Antragstellern auferlegen, auch schon bei niedrigeren Stufen besondere Sorgfalt walten zu lassen.

Gesunder Menschenverstand

Für Ralf Tebling ist die gesamte Angelegenheit eigentlich eine Frage des „gesunden Menschenverstandes“. Im konkreten Fall am vergangenen Sonnabend steht fest: das Feuerwerk für den Sportfischerverein war genehmigt und zur Waldbrandwarnstufe gab es wegen des Regens kurz davor, keine klare Festlegung.

Grundsätzlich solle es in Premnitz weiter Feuerwerke geben, so Tebling. Wenn eine Genehmigung erteilt wird. Für das Uferfest in Premnitz ist eine Feuer- und Lichtshow angekündigt. „Da werden wir wohl kaum Probleme haben“, sagt Tebling. Ähnliches gilt für andere Feuerwerke in der Region zu Großveranstaltungen während der kommenden Tage.

SVV müsste entscheiden

Ein grundsätzliches Verbot aller Feuerwerke – auch bei Stadtfesten und ähnlichen Ereignissen, kann die Stadtverordnetenversammlung oder Gemeindevertretung beschließen. Auch das wurde im Zuge der jüngsten Debatte gefordert. Hier müssten sich diejenigen, die das wollen, an die Stadtverordneten wenden, die das mit entsprechenden Anträgen auf den Weg bringen können.

Von Joachim Wilisch

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