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Premnitz Als im Jugendclub die Beatmusik einzog
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20:15 29.12.2019
Alfred Krüger vor der Villa in der Karl-Liebknecht-Straße 1, in der er früher Musik gemacht hat. Quelle: Uwe Hoffmann
Bützer

Bis September war die alte Villa in der Karl-Liebknecht-Straße 1 Ort des Premnitzer Jugendclubs. Künftig wird das Gebäude privat genutzt. Der Jugendclub hat eine neue Heimstätte im Bürgerhaus in der Liebigstraße gefunden.

„Als ich vom Verkauf der Villa in der Zeitung las, erinnerte ich mich an meine Zeit in den 60er Jahren, als wir als 'Die Hardies' die erste Band im Jugendclub waren, die Beatmusik spielen durfte“, so der Bützeraner Alfred Krüger. „Noch zuvor waren Bands wie die Beatles und deren Musik in der DDR verboten.“

In den 60er Jahren machten die Hardies aus Premnitz Beatmusik. Unter anderem spielten sie in der Villa in der Karl-Liebknecht-Straße 1, die lange Sitz des Premnitzer Jugendclubs war.

Zu den Ursprung-“Hardies“ gehörten der bereits verstorbene Heinz Basner (Akkordeon), der heute 81-jährige Günter Lange (Akkordeon), die beide auch sangen, und der am 12. Dezember 83 Jahre gewordene Alfred Krüger am Schlagzeug. Später kam der heute 78-jährige Klaus Martin (Gitarre) dazu. Der Rathenower ist heute noch mit seinem Keyboard gefragter Alleinunterhalter bei Tanzveranstaltungen.

Auftritte bei Brigadefeiern und Dorffesten

Das Trio lernte sich Ende der 1950er Jahre auf einer Hochzeit in Bützer kennen und sie gründeten spontan die Band „Die Hardies“. „Kurz darauf hatten wir gleich die ersten Auftritte: bei Brigadefeiern und Dorffesten“, erinnert sich Krüger. „Damals wurde immer irgendwo gefeiert.“

Mit einem Traktor mit Hänger seien sie nach Pritzerbe, Barnewitz oder Schollene und Schlagenthin zum Auftritt gefahren. „Wir haben populäre Schlager wie 'Junge komm bald wieder', ein bisschen Glenn Miller und etwas Rock’n’Roll gespielt.“

Die „Hardies“ begannen Ende der 1950er Jahre als Trio: Günter Lange (Bass), Heinz Basner (Akkordeon) und Alfred Krüger (Schlagzeug). Quelle: privat

Als dann Beatmusik erlaubt wurde, spielten die Hardies regelmäßig im Premnitzer Jugendclub. Die Band schaffte es sogar bis nach Leipzig. „Auf der Messe spielten wir zur Präsentation des Magdeburger Modehauses Bormann mit Mode aus Wolpryla, deren Fasern in Premnitz produziert wurden. Das war eine schöne und manchmal auch wilde Zeit“, so Krüger.

Ende der „Hardies“ nach fünf Jahren

Als Heinz Basner zum Wehrdienst eingezogen wurde, lösten sich „Die Hardies“ nach zirka fünf Jahren auf. Alfred Krüger machte noch bis Anfang der 70er Jahre bei den „Torontos“ Musik. Auch im Klubhaus in der Premnitzer Bunsenstraße hat Krüger viel mit seinen Bands gespielt: Tanzveranstaltungen, Frauentag, Weihnachten, ...

Alfred Krüger hat in jungen Jahren schon immer gern musiziert. „Mein Vater spielte Violine und Mundharmonika“, so der Musikbegeisterte. „Mein Vater spielte Violine und Mundharmonika“, so der Musikbegeisterte. „Mein Sohn Olaf hat mal in der Schulband Schlagzeug gespielt. Auch mein Bruder und meine Schwester haben in jungen Jahre Instrumente gespielt. Meine Tochter Ilona hätte früher am liebsten bei den 'Hardies' mitgesungen.“ Später, bedingt durch Beruf und Familie, fehlte die Zeit zur Musik.

Erste Töne auf der Ziehharmonika

1936 in Bützer geboren, begann Krüger eine Lehre als Schmied und Wagenbauer in Milow und war danach rund zehn Jahre als Schlosser in der Landwirtschaft tätig. „Bereits als Kind bekam ich eine Ziehharmonika geschenkt. Später lernte ich Saxophon und Schlagzeug kam auch dazu. Schon während meiner Lehre spielte ich zum Dorffest.“

Unterstützung durch die Ehefrau

„Meine Frau Erika, die ich 1957 heiratete, hat mich dabei immer unterstützt“, so Krüger. „Nach zuletzt rund zehn Jahren als Schlosser des Fuhrparks einer Elektrofirma in Rathenow machte ich mich am 1. November 1976 mit einer Karosserie-Instandsetzungs-Werkstatt selbstständig. Wir reparierten als Vertragswerkstatt für Wartburg.“

1989 wurde der Betrieb freie Autowerkstatt. Zirka 1991 gründete Alfred Krüger in Bützer das Subaru-Autohaus, dass er im Jahr 2000 an Sohn Olaf übergab. Dann wurden Oldtimer sein großes Hobby – und sind es bis heute. 

Von Uwe Hoffmann

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