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Premnitz Neues Wohngebiet entsteht: Bald Baurecht für das „Junge Stadtquartier“
Lokales Havelland Premnitz Neues Wohngebiet entsteht: Bald Baurecht für das „Junge Stadtquartier“
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12:17 13.05.2019
Auf dieser Teilfläche des neuen Wohngebietes, Bergstraße Ecke Bunsenstraße, sollen die ersten Häuser gebaut werden. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Die Vision, dass noch in diesem Jahr im neuen Premnitzer Wohngebiet „Junges Stadtquartier“ die Bauarbeiten für die ersten Häuser beginnen, kann tatsächlich Wirklichkeit werden. Das entsprechende Verfahren hat die nächste Etappe abgeschlossen. Am Freitag ist die vier Wochen lange Auslegung des Bebauungsplanes zu Ende gegangen.

Es haben nur einige wenige Bürger Einsicht in die Unterlagen genommen, berichtet die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza. Sie hätten keine Einwendungen abgegeben. Man werde jetzt noch zwei Wochen warten, um den Trägern öffentlicher Belange genug Zeit für ihre Stellungnahmen zu geben.

Keine wesentlichen Widersprüche

Grundsätzlich geht man in der Verwaltung davon aus, dass keine wesentlichen Dinge gegen die Errichtung des „Jungen Stadtquartiers“ an der Bergstraße sprechen. Schließlich hat es vorher dort auch schon eine Wohnbebauung gegeben und ein großer Wohnblock steht noch mitten im Plangebiet drin.

Das „Junge Stadtquartier“ ist seit der Wende das ambitionierteste Vorhaben der Stadt im Bezug auf neue Wohnbebauung. Bislang waren die Flächen für Eigenheimbebauung im Premnitzer Stadtgebiet selbst eher dünn gesät. Der Bebauungsplan erfasst eine Fläche von knapp fünf Hektar. Der städtebauliche Entwurf geht davon aus, dass bis zu 50 Eigenheime in diesem Bereich gebaut werden können.

Ende 2016 hatte die WBG Premnitz auf dieser Fläche drei große Blöcke mit zusammen 180 Wohnungen abgerissen. Quelle: Bernd Geske

Er gehe davon aus, sagt Bürgermeister Ralf Tebling, dass auf der Stadtverordnetenversammlung am 12. September der Abwägungs- und der Satzungsbeschluss gefasst werden können. Demnach würde es Mitte September Baurecht für das neue Wohngebiet geben. „Wir haben aus baulicher Sicht nur wenige Einschränkungen vorgesehen“, sagt Ralf Tebling. Vieles sei möglich. Bis zwei Geschosse seien vorgesehen. Vom Einzelhaus über Stadtvillen bis hin zu Reihenhäusern sei alles möglich.

Das neue Wohngebiet soll ein Scharnier zum Dachsberggebiet sein, sagt der Bürgermeister. Die Lage sei exquisit: Schule, Kita, See, Naturbad, Einkaufmöglichkeiten seien in der Nähe. Wald und Natur nicht weit weg. Wer im Industriepark arbeite, finde den gleich nebenan. Besser gehe es nicht.

Ziel ist, bald anzufangen

Ralf Tebling erklärt, dass das neue Wohngebiet vom Stadtinneren her zum Äußeren hin bebaut werden soll. Das bedeutet, auf der Teilfläche zwischen Karl-Marx-, Berg- und Bunsenstraße würde es losgehen. Dieses Grundstück ist Eigentum der Wohnungsbaugenossenschaft WBG. Der Bürgermeister sagt: „Unser Ziel ist, dass dort recht bald angefangen wird.“

WBG-Vorstand Henry Ketter lässt bei einer Anfrage dieser Zeitung ausrichten, gegenwärtig gebe es aus Sicht der Genossenschaft dazu noch nichts zu sagen.

Dächer mit Neigung, Ausnahmen möglich

Die Dachneigung der Häuser soll im „Jungen Stadtquartier“ mindestens 20 Grad betragen.

Sollte es den Wunsch geben, ein Gründach anzulegen, kann an die Stadtverwaltung ein Ausnahmeantrag auf das dafür erforderliche Flachdach gestellt werden.

Ausgeschlossen sind in diesem Gebiet bei den Dachziegeln die Farben Blau, Gelb und Violett, weil das nicht in die Umgebung passt.

Bislang sei vorgesehen, dass die einzelnen Grundstücke 500 bis 700 Quadratmeter groß werden, sagt Carola Kapitza. In dieser Größenordnung werde es von Bauwilligen meist gewünscht. Sie berichtet über die wichtigsten Festlegungen im Bebauungsplan, die Vorschriften für die Häuser machen. Das sollten möglichst wenige sein.

Eines oder zwei Vollgeschosse sind möglich. Die Traufhöhe darf maximal sechs Meter und die Firsthöhe maximal neun Meter betragen. Bei entsprechender Gestaltung würde es möglich sein, dass Dachgeschoss ebenfalls als Wohnraum zu nutzen.

Von Bernd Geske

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