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Premnitz Bau der Ortsumgehung Premnitz rückt näher
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16:59 25.09.2019
Das Interesse an der Informationsveranstaltung über die Ortsumgehung war groß. Rund 90 Besucherinnen und Besucher kamen in den Saal der Oberschule. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Viele Interessierte hatten das Projekt wohl schon abgeschrieben, jetzt steht der Baubeginn einer Ortsumgehung der B 102 für Premnitz plötzlich vor der Tür. Mit einer Informationsveranstaltung hat der Landesbetrieb Straßenwesen das Vorhaben am Dienstagabend im Speisesaal der Oberschule vorgestellt. Das Interesse war groß, gut 90 Besucherinnen und Besucher waren gekommen.

Schon zur Begrüßung betonte Bürgermeister Ralf Tebling (SPD): Man könne über alles diskutieren. Klar sein müsse aber, dass es nicht mehr darum gehe, ob die Ortsumgehung gebaut wird. Es stehe fest, sie werde gebaut.

Frank Schmidt, Dezernatsleiter des Landesbetriebs Straßenwesen. Quelle: Bernd Geske

Frank Schmidt, Dezernatsleiter des Landesbetriebs Straßenwesen, teilte mit, die Ortsumgehung stehe im Fernstraßenausbaugesetz, das der Bundestag 2016 beschlossen hat. Sie sei ein Bestandteil der Straßenbaumaßnahmen, mit denen die Anbindung des Wirtschaftsstandortes Rathenow/Premnitz an die A2 verbessert werden soll.

Für den Bau der Ortsumgehung sind stattliche 42 Millionen Euro eingeplant. Das neue Straßenstück wird 9,86 Kilometer lang und soll auf der östlichen Seite der jetzigen B 102 in etwa parallel zur Bundesstraße durch den Wald führen.

Im Süden beginnt die Ortsumgehung an der Kreuzung vor Döberitz. Quelle: Bernd Geske

Matthias Mitschke vom beauftragten Ingenieurbüro stellte die Planung vor. Im Süden beginnt die neue Ortsumgehung demnach an der Kreuzung kurz vor Döberitz. Der Weg führt zunächst auf der bereits vorhandenen Wolprylastraße samt Brücke über die Städtebahn nach Brandenburg/H. hinweg. Im Bereich des Abzweigs zur Siedlung Döberitz wird ein neuer Verkehrsknoten installiert, an dem die neue Straße beginnt. Sie führt relativ gerade nach Norden.

Auf dem ersten Teilstück im Süden soll die Ortsumgehung über 2,8 Kilometer sogar dreispurig sein. Weil die neue Straße die Landschaft zerschneidet, sind neun Brücken und mehrere Unterführungen zu bauen. Im südlichen Bereich sind rund 400 Meter Schallschutzwände vorgesehen.

Westlich von Könighütte

Die Trasse führt auf der westlichen Seite des Wasserwerks Königshütte vorbei. Sie schneidet „an der schmalsten Stelle“, wie Matthias Mitschke sagte, das Naturschutzgebiet Mögeliner Luch. Das Rathenower Gewerbegebiet Heidefeld wird eine Anbindung an die Umgehungsstraße erhalten. Die Straße „An den Flugzeughallen“ wird bis dorthin verlängert.

Die Umgehungsstraße verläuft dann in einer Entfernung von etwa 200 Metern an der Rathenower Stadtrandsiedlung vorbei und wird im Bereich des jetzigen Schrottplatzes an die B 188-Ortsumgehung von Rathenow angebunden. Zur Orientierung: Dort steht ein großer Schornstein.

Äußerungen von Unmut

Zu Beginn gab es wiederholt Unmutsäußerungen von Gegnern der Ortsumgehung, so dass sich Bürgermeister Tebling zu Ordnungsrufen veranlasst sah.

Unwillen äußerten auch Anwesende, weil die Straße durch das NSG Mögeliner Luch führt. Die Mögelinerin Evamaria Kober erhielt Beifall, als sie sagte, dieses Projekt sei für sie „ein Unding“. Die Umgehungsstraße bringe keinen Nutzen. Der Premnitzer Standortmanager Roy Wallenta erinnerte daran, es sei seit 30 Jahren „politischer Konsens“ in der Stadt, dass die Verkehrsanbindung verbessert werden muss, damit die Unternehmen am Standort wirtschaftlich in die Zukunft schauen können. Mit der Ortsumgehung könne der Schwerlastverkehr künftig weitestgehend aus der Stadt herausgehalten werden.

Auslegung im Dezember

Ab Mitte Dezember werden die Planungsunterlagen vier Wochen lang zur Einsicht für die Bürger ausgelegt. Unter anderem in der Stadtverwaltung Premnitz können sie dann schriftliche Stellungnahmen abgeben. Läuft das Planverfahren zügig weiter, könnte der Baubeginn frühestens im Jahr 2022 sein.

Von Bernd Geske

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