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Premnitz Bau der Tartanbahn hat begonnen
Lokales Havelland Premnitz Bau der Tartanbahn hat begonnen
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15:25 27.03.2019
Im Stadion wird die alte Aschenbahn abgetragen. Die Steine der alten Innenkante werden herausgenommen und neue werden eingesetzt.
Im Stadion wird die alte Aschenbahn abgetragen. Die Steine der alten Innenkante werden herausgenommen und neue werden eingesetzt. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

 Läuft alles wie geplant, dann wird die neue Tartanbahn im Premnitzer Stadion bereits nach drei Monaten fertig sein. Diesen Zeitraum nennt Hagen Roßmann, der für die Stadt das Projekt „Sport- und Familienpark“ geplant hat und jetzt den Bau betreut. Am Montag war offiziell der Baubeginn.

Zu den ersten Arbeitsgängen gehört, die alte Aschenbahn auf eine Tiefe von rund 40 Zentimetern abzutragen. Der Aushub sollte nach rund zwei Wochen erledigt sein. Alte Kantensteine werden entfernt. Parallel dazu, sagt Hagen Roßmann, werden bereits die neue Entwässerung für die Bahn installiert und neue Kantensteine verlegt. Beim Ausheben soll auf Baumwurzeln geachtet werden, um sie zu entfernen, damit sie später nicht stören.

Vier Rundbahnen vorgesehen

Neu geschaffen werden vier Rundbahnen mit einer Länge von 400 Metern. Die Farbe des Tartanbelags ist Rot. Auf der Zielgeraden wird es ebenfalls vier Bahnen geben. Sprintstrecken von 50, 60, 75 und 100 Metern werden markiert, sagt der Planer. Auch die Wechselräume für Staffeln werden gekennzeichnet und Marken zum Aufstellen von Hürden gesetzt.

Läufe über 110 Meter Hürden und 400 Meter Hürden sollen möglich sein. 3000 Meter Hindernis sind nicht vorgesehen. Vier passende Startblöcke gehören zur Erstausstattung der Bahn.

Weitsprung in der Ostkurve

Die Ostkurve wird nur zum Teil mit einem Tartanbelag versehen. Dorthin kommen quer zu den Geraden der Bahn zwei neue Weitsprunganlagen, deren Gruben sich auf gegenüber liegenden Seiten befinden. Eine Grube sei für Wettkämpfe geeignet, die andere für das Training.

Die alten Kugelstoßringe in der Ostkurve werden entfernt. In der Westkurve (Fabrikenstraße) wird ein neuer Kugelstoßring angelegt. Die alte Hochsprunganlage soll in der Westkurve bleiben. Für die 400-Meter-Bahn wird ganz unten in die Baugrube zunächst eine Kiesschicht geschüttet. Darauf kommt eine Tragschicht Naturschotter, erklärt Hagen Roßmann.

Zweimal Asphalt, dreimal Gummi

Auf diesen Unterbau werden dann zwei Lagen Asphalt aufgebracht, die wasserdurchlässig sind. Spätestens dann wird es spannend: Drei Schichten Kunststoff sind angesagt. Zuerst kommt eine Lage schwarzer Gummi, dann folgen zwei Lagen rotes Tartan.

Damit der Laufbelag entsprechend fehlerfrei aufgebracht werden kann, sagt Hagen Roßmann, werden längere Zeiten von Trockenheit und wärmeren Temperaturen gebraucht. Laut Plan soll es im Juni so weit sein. Der Kunststoffbelag wird vor Ort als Gemisch hergestellt und dann als heiße, körnige, klebrige Masse aufgebracht. Damit die letzte Schicht wie bei diesem Ablauf erforderlich in einem Zug aufgebracht werden kann, ist der Arbeitsgang stark von der passenden Witterung abhängig.

Bei Regen muss Tartan warten

Sollte es am Ende regnerisch werden, muss der Tartanbelag warten. Aus baufachlicher Sicht wäre es für die Kunststoff-Arbeiten gut, wenn der Sommer ähnlich warm und trocken ist wie im letzten Jahr.

Von Bernd Geske