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Premnitz Biwakplatz an der Havel ist neu gestaltet
Lokales Havelland Premnitz Biwakplatz an der Havel ist neu gestaltet
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15:38 14.05.2019
Der Biwakplatz an der Havel bei Mögelin ist von Arbeitskräften der Rathenower Werkstätten neu gestaltet worden. Quelle: Bernd Geske
Mögelin

 Immer wieder ist in früheren Jahren der Biwakplatz an der Havel bei Mögelin ein Ausgangspunkt von Neuigkeiten gewesen. Leider waren es meist keine erfreulichen Nachrichten. Wiederholt hatten unbekannte Täter, die nie erwischt werden konnten, Zerstörungen an der eigentlich stabilen Ausstattung zurück gelassen. Am Dienstag ist der neu gestaltete Biwakplatz wieder seiner Nutzung übergeben worden.

„Genau genommen ist der Anlass traurig“, sagt der Premnitzer Bürgermeister Ralf Tebling, der früher viele Jahre Mögeliner Ortsvorsteher war. Im letzten Sommer hatte es auf dem Biwakplatz schweren Vandalismus gegeben. Unbekannte Leute hatten in einer Nacht die Möbel in Brand gesetzt und somit dafür gesorgt, dass der Platz fortan als nicht mehr nutzbar galt.

Oft Ziel von Zerstörungen

Es sei ein generelles Problem, sagt Ralf Tebling, dass die meist etwas außerhalb der Ortsschaften liegenden Biwakplätze immer wieder Ziele von Zerstörungen werden. Der Zustand aber, in dem der Mögeliner Biwakplatz nach der letzten Heimsuchung zurück gelassen worden sei, müsse als nicht mehr tolerierbar gelten.

Beim diesjährigen Frühjahrsputz am 24. April, berichtet Ortsvorsteher Andreas Hille, sei der Biwakplatz durch Mitglieder von Feuerwehr und Jugendfeuerwehr aufgeräumt und von Müll befreit worden. Die Reste des abgebrannten Tisches wurden abtransportiert. Der Platz sei dann bereit für die Neugestaltung gewesen.

Eine neue Doppeltafel mit Informationen über die örtliche Tier- und Pflanzenwelt ist auch aufgestellt worden. Quelle: Bernd Geske

Biwak- und Wasserwanderrastplätze entlang der Havel werden an diversen Stellen in Abstimmung mit der Wassertourismusinitiative Flusslandschaft Untere Havel (kurz FUN) angelegt. Sie werden grundsätzlich für Touristen geschaffen, die auf der Havel kommen. Bürgermeister Ralf Tebling betont aber, dass die Plätze auch schöne Aufenthaltsgelegenheiten für Einheimische sein sollen – und nicht selten so genutzt werden.

Nun hat die Stadt Premnitz 2000 Euro in die Hand genommen und von den Rathenower Werkstätten eine stabile Sitzgruppe aus dicken Eichenstämmen bauen und aufstellen lassen. Bei der Gelegenheit ist auch eine neue Doppeltafel der FUN-Initiative mit aufgestellt worden, auf der in Wort und Bild die Natur im Umfeld des Mögeliner Biwakplatzes erklärt wird. In wenigen Tagen wird die Sitzgruppe noch durch einen neuen Mülleimer „abgerundet“.

Gutes Angebot gemacht

Mike Hagemann, Geschäftsführer der Rathenower Werkstätten, teilt mit, dass er der Stadt ein gutes Angebot machen konnte. Er habe sich sehr über den Auftrag gefreut, denn das Wichtigste daran sei, dass in den Rathenower Werkstätten Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben teilhaben können.

In der Tischlerei der Werkstätten in Elslaake sind die bis zu 80 Zentimeter dicken Eichenstämme zunächst mit einer Bandsäge in Form geschnitten worden. Danach wurden sie in der Holzwerkstatt am Hirschweg in Rathenow zusammengebaut, schön glatt geschliffen, mit Lasur bestrichen und einer Lackschicht versiegelt. Am Montag wurde alles aufgestellt.

Erster Nutzer der neuen Sitzgruppe war Matthias Roth aus Premnitz. Quelle: Bernd Geske

„Es war eine angenehme Zusammenarbeit mit den Rathenower Werkstätten“, resümiert Ralf Tebling, „sie sind ein verlässlicher Partner.“ Er hoffe, dass die Freude nicht bald wieder durch neuen Vandalismus getrübt werde und die Neugestaltung des Platzes sich als dauerhaft erweise.

Erster Nutzer der neuen Sitzgruppe war Matthias Roth aus Premnitz. Er machte eine Fahrradtour über die Havelwiesen und ließ sich voller Freude zum zweiten Frühstück dort nieder.

Von Bernd Geske

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