Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Premnitz Dankesspende von EEW für Kita „Havelspatzen“
Lokales Havelland Premnitz Dankesspende von EEW für Kita „Havelspatzen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:51 02.08.2019
Mit einer Spende hat sich die EEW Premnitz GmbH bei der Kita „Havelspatzen“ in Döberitz bedankt. Quelle: privat
Döberitz

 Das fiel den Besucherinnen und Besuchern am Tag der offenen Tür im Industriepark Premnitz auf: Als sie in der EEW GmbH, die die Müllverbrennungsanlage betreibt, von den kleinen betrieblichen Mitgebe-Aufmerksamkeiten nehmen wollten, wurden sie darauf aufmerksam gemacht, dass diese diesmal nicht kostenlos sind. Man wurde freundlich aufgefordert, nach dem eigenen Ermessen etwas zu spenden. Auch Kaffee, Kuchen und andere Getränke sollten nicht kostenlos sein. Der Betrieb werde die Einnahmen an die Döberitzer Kita „Havelspatzen“ spenden.

Vor wenigen Tagen haben nun Betriebsrat und Geschäftsführung der EEW Premnitz GmbH in der Kita einen großen Spendenscheck über 600 Euro übergeben. Deren Träger ist die Kinder- und Jugendhilfe GmbH der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Potsdam.

Besucher des Tages der offenen Tür vor der EEW-Anlage. Quelle: Bernd Geske

„Für den Tag der offenen Tür hatten wir von EEW noch Unterstützung für die Kinderbetreuung gesucht“, hat Klaus Piefke, Technischer Geschäftsführer des Unternehmens, erklärt. Spontan habe die Kita „Havelspatzen“ zugesagt, die Veranstaltung mit einer Bastelecke für die Kinder zu unterstützen. Somit sei für die ganze Familie etwas geboten worden. Während die Kinder bestens betreut werden, sagte Klaus Piefke, hätten ihre Eltern die Gelegenheit bekommen zu erkunden, „was aus dem Abfall nach dem Wurf in die graue Tonne Sinnvolles werden kann.“

So viel ehrenamtliches Engagement sei nicht selbstverständlich, hat Karsten Freidank, der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von EEW Premnitz gesagt. Deshalb habe man sich entschlossen, den Verkaufserlös der Tombola und des Kaffeebuffets zu Gunsten der Kita zu spenden. Ob es das Wissen um den guten Zweck war, dass der eine oder andere Besucher sich zu einem zweiten Stück Kuchen habe hinreißen lassen, könne er nicht sagen, so Karsten Freidank. Am Ende des Tages seien 281,50 Euro zusammengekommen.

Geschäftsführer Rüdiger Bösing (links) bei einem Rundgang mit Besuchern. Quelle: Bernd Geske

Wie die EEW Premnitz GmbH mitteilt, habe sie diesen Betrag aufgerundet und verdoppelt, so dass schließlich 600 Euro für die Kita herausgekommen sind. Weil eine Investition „in unsere Kleinsten“ die beste Investition in die Zukunft sei, hat das Unternehmen erklärt, freue man sich, diese Summe an die Kita übergeben zu können.

„Wir haben beim Industrieparkfest sehr gerne geholfen“, sagt die Kita-Leiterin Annika Kukola. Dass sich diese Hilfe im wahrsten Sinne des Wortes auszahlen würde, damit habe man der Kita nicht gerechnet: „Wir danken den Spendern aus Premnitz und von EEW herzlich für die Unterstützung unserer Arbeit.“ Dem pädagogischen Konzept der Kita folgend, werde man das Geld verwenden, um Neugierde und Kreativität der Kinder zu fördern, ein Gewächshaus anschaffen und das Angebot für die „kleinen Ackerbauern“ weiter ausbauen.

Die EEW-Gruppe betreibt gegenwärtig 18 Anlagen zur thermischen Abfallverwertung in Deutschland und Nachbarländern. Die EEW Premnitz GmbH setzt gegenwärtig im Industriepark eine Investition von 60 Millionen um. Es wird eine zweite Linie für die Verbrennungsanlage gebaut, die 2021 in Betrieb genommen werden soll.

Von Bernd Geske

Die Bürgerinitiative „Leben und Arbeiten im Havelland“ fordert einen Luftreinhalteplan für Premnitz. Den lehnt das Landesamt für Umweltschutz ab: Die Grenzwerte für Schadstoffe würden weit unterschritten.

01.08.2019

Gerade noch rechtzeitig vor Schuljahresbeginn wird die neue Tartanbahn im Premnitzer Stadion fertig. Am Freitag soll die Übergabe sein.

01.08.2019

Brandenburgs Landwirtschaftsminister entdeckt vom Hausboot aus das touristische Potenzial des Westhavellands. Nabu-Flussexperte Rocco Buchta nutzt den Termin, um deutlich zu machen, was noch alles fehlt.

31.07.2019