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Premnitz Döberitzer Kirchturm hat wieder eine Spitze
Lokales Havelland Premnitz Döberitzer Kirchturm hat wieder eine Spitze
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18:37 04.06.2019
Die restaurierte Wetterfahne mit der Kugel ist am Montag wieder auf den Turm der Döberitzer Kirche gesetzt worden. Quelle: Erhard Löser
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Premnitz

 Für die Sanierung und Modernisierung der Döberitzer Kirche ist weithin sichtbar die letzte Etappe „eingeläutet“ worden. Die restaurierte Wetterfahne mit Stern und Kugel wurde am Montag von einem Kran wieder auf die Spitze des Turmes gesetzt. In schönstem Blattgold schimmert das Teil nun hoch droben am Döberitzer Himmel.

Für die Sanierung der Döberitzer Kirche beginnt die letzte Etappe. Die restaurierte Wetterfahne ist wieder auf die Spitze gesetzt worden.

Nachdem die Wetterfahne, die vom Wiederaufbau im Jahr 1781 zeugt, wieder anmontiert war, füllten Pfarrer Hans-Dieter Kübler, Architekt Erhard Löser, Mitglieder des Fördervereins der Kirche und Handwerker die kupferne Hülse mit Dokumenten der Zeitgeschichte. Dann wurde die Hülse in die Kugel unter der Wetterfahne eingelegt.

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Derzeit ist der Kirchturm noch eingerüstet. Weil aber die Spitze jetzt wieder komplett ist, wird das Gerüst abgebaut, wenn der letzte Arbeitsgang erledigt ist. Von oben nach unten wird die Turmspitze neu beplankt. Auf die hölzerne Unterlage werden Dachziegel aus Schiefer – wie es früher war – draufgenagelt.

14. September nicht zu halten

Wie Pfarrer Hans-Dieter Kübler sagt, hatte er ursprünglich das Ziel, die Kirche am 14. September neu zu eröffnen. „Es kann sein, dass wir das nicht schaffen“, hat er aber am Montag gesagt. Als an manchen Stellen, besonders an der Turmspitze, im Zuge der Bauarbeiten die alten Abdeckungen entfernt worden waren, habe sich gezeigt, dass der Sanierungsaufwand höher als erwartet ist.

Demnach werden die Bauarbeiten länger dauern. Bislang rechnet man damit, dass die Einweihung noch in diesem Jahr gefeiert werden kann.

Bausumme 375.000 Euro

Für eine Bausumme von 375.000 Euro wird die Kirche gegenwärtig saniert und modernisiert. Ausgangspunkt war das marode Dach auf dem Kirchenschiff, bei dem es immer stärker durchgeregnet hat.

Vieles ist schon fertig. Das Dach ist neu gedeckt und hat eine Dachrinne. Die Fassaden des Turmes und des Kirchenschiffes sind gereinigt und neu verfugt. Der Turm hat vier neue Schallluken erhalten. Rund um die Kirche ist auf dem Boden ein Pflasterstreifen gezogen worden.

Neue Fenster erwartet

Als nächster Arbeitsgang werden zwölf neu gebaute, aber denkmalschutzgerechte Fenster in das Kirchschiff eingebaut. Das ganze Gebäude erhält eine neue Elektro-Installation. Dann kommt eine Heizung hinein. In die Winterkirche werden eine barrierefreie Toilette und eine kleine Küche eingebaut. Das ganze Gotteshaus soll künftig als Veranstaltungsort und Kulturzentrum dienen.

Von Bernd Geske