Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Premnitz EEW beginnt Bau der zweiten Verbrennungslinie
Lokales Havelland Premnitz EEW beginnt Bau der zweiten Verbrennungslinie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:57 26.03.2019
So hat der Bau am Dienstag angefangen: Der zehn Tonnen schwere Transformator wird angeliefert, der die Baustelle zwei Jahre lang mit Strom versorgen soll. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Die Verwirklichung des derzeit größten Investitionsvorhabens im Westhavelland beginnt. Die EEW Premnitz GmbH hat am Dienstagmorgen an ihrer Müllverbrennungsanlage im Industriepark mit dem Bau der lange geplanten 2. Linie begonnen. Der erste Schritt ist die Baustelleneinrichtung. Am Morgen ist der zehn Tonnen schwere Transformator angeliefert und aufgestellt worden, der die Baustelle zwei Jahre mit Anschlüssen von 400 Volt versorgen soll.

Gleichzeitig beginnt die Errichtung des Containerdorfes, in dem die Bauleute Unterkünfte, Büros und Sanitäranlagen erhalten – aber nicht wohnen werden. Das Containerdorf wird aus bis zu 100 Containern bestehen, die in drei Etagen aufeinander geschichtet werden.

Auf der anderen Seite der Anlage beginnt die Errichtung des Containerdorfes für die Bauleute, in dem bald 100 Container in drei Etagen stehen sollen. Quelle: Bernd Geske

Zur Einrichtung der Baustelle gehört auch das Aufschütten von 8000 Quadratmetern Schotterfläche. Die verschiedenen Gewerke brauchen sie für die Vormontage.

Klaus Piefke, Technischer Geschäftsführer von EEW, sagt, dass die Arbeiten so anlaufen, wie es im Terminplan vorgesehen ist. In den nächsten Woche wird zunächst die Baugrube mit einer Tiefe von rund 1,50 Meter ausgehoben. Anfang Mai soll die Baugrube fertig sein. Im Juni wird die Schalung für die Fundamente gesetzt, im Juli sollen die Fundamente gegossen werden. Rund 1 600 Kubikmeter Beton werden verarbeitet, verstärkt durch 250 Tonnen Stahleinlagen.

Hochbau ab September

Ab September wird sich der Bau dann langsam nach oben bewegen. Zu Beginn wird die erste Stahlstütze für den neuen, den zweiten Heizkessel gestellt, die am Ende 33 Meter in die Höhe reicht.

Der Kessel wird Wanddicken haben, die bis zu 45 Millimeter stark sind. Insgesamt wird er mit internen Rohrleitungen ausgestattet, die sich alle zusammen auf eine Länge von 70 Kilometern addieren. Die Rohrdurchmesser liegen zwischen 20 und 800 Millimetern. Alles in allem werden jetzt in Premnitz rund 1000 Tonnen Stahl verbaut.

Im Juli ein bisschen Ruhe

Ende Juli dürfte es auf der Baustelle ruhiger werden, weil dann die Betonfundamente aushärten müssen. Die Kesselbaufirma wird ihre Container einrichten. Im August wird der Mülltrichter installiert, der die Verbindung vom vorhandenen Müllbunker zur neuen Verbrennungslinie herstellen wird.

Wie Geschäftsführer Klaus Piefke sagt, dürften demnächst durchschnittlich rund 100 Arbeitskräfte auf der Baustelle tätig sein. In den Spitzenzeiten allerdings sollen es bis zu 300 werden. Dann werden der Bau des Kessels und der Rauchgasreinigung parallel laufen. Rohrklempner und Elektroinstallateure haben reichlich zu tun, hautnah unterstützt durch Gerüstbauer, die ihnen die Erreichbarkeit der Arbeitsorte ermöglichen.

Als Bauzeit sind zwei Jahre angesetzt. Was bedeuten würde, dass die zweite Linie in der Mitte des Jahres 2021 in Betrieb geht, wenn der Bau läuft wie gewünscht.

Bauzeit zwei Jahre

Die Müllverbrennungsanlage im Industriepark hat im Jahr 2008 den Betrieb aufgenommen.

Die zweite Linie für die Verbrennungsanlage soll in zwei Jahren fertig sein.

Die Inbetriebnahme ist für die Mitte des Jahres 2021 vorgesehen.

Wenn die zweite Linie läuft, soll sie die Wirbelschichtverbrennung ersetzen, die einst zum Teppichrecyclingwerk Polyamid 2000 gehörte.

Klaus Piefke weist darauf hin, dass für den Industriepark am Sonnabend, dem 22. Juni, erstmals ein Tag der offenen Tür geplant ist. EEW Premnitz werde sich auf jeden Fall daran beteiligen. Alle Gäste erhalten dann die Gelegenheit, sich bei geführten Rundgängen die bestehende Anlage anzusehen und die Baustelle in Augenschein zu nehmen.

Ist die Inbetriebnahme der zweiten Linie abgeschlossen, soll die jetzt noch laufende Wirbelschichtverbrennung demontiert werden. Sie werde auf jeden Fall abgebaut, sagt Klaus Piefke. Der Idealfall wäre, die ganze Anlage zu verkaufen und andernorts wieder aufzubauen.

Von Bernd Geske

Acht Kandidaten nominiert die Wählergemeinschaft Döberitz-Mögelin-Premnitz für die Kommunalwahl. Dabei ist ein Bewerber, den man von der CDU kennt: Johannes Wolf ist aus der Partei ausgetreten und nun bei DMP.

25.03.2019

Feierlich ist am Freitag das neue Löschfahrzeug der Mögeliner Feuerwehr in Betrieb genommen worden. 320 000 Euro hat die Stadt Premnitz investiert, um die Brandschützer noch schlagkräftiger zu machen.

25.03.2019

Paul Purps aus Jahnberge hat die Reise zur Bowling-WM der Jugend nach Paris nicht bereut. Im Doppel holte er mit Patrick Weichert die Bronzemedaille. Die Begeisterung ist riesig.

21.03.2019