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Premnitz EEW schließt Bau des großen Heizkessels ab
Lokales Havelland Premnitz EEW schließt Bau des großen Heizkessels ab
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19:42 10.02.2020
Am Montag ist in 30 Metern Höhe die zehn Tonnen schwere Kesseltrommel eingesetzt worden. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Es hat nicht viel gefehlt, dann wäre der Termin am Montag aus Witterungsgründen abgesagt worden. Immerhin waren am Vorabend Orkanwarnungen durch die Medien gegangen. Am mittleren Vormittag aber zeigten sich die äußeren Bedingungen auf der Baustelle am Müllheizkraftwerk der EEW Premnitz GmbH aber gerade genug moderat, um den Hebevorgang über die Bühne zu bringen.

EEW Premnitz GmbH schließt die Montage des großen Heizkessels ab.

Vorgesehen war, die zehn Tonnen schwere Kesseltrommel mit dem großen Kran vom Erdboden anzuheben und dann von oben hinein in das 30 Meter hohe Stahlgerüst des Kesselhauses für die 2. Verbrennungslinie zu setzen. Bei einer Windgeschwindigkeit über zehn Kilometern pro Stunde hätte alles abgeblasen werden müssen. Wie wichtig die Bauleute den Arbeitsgang nahmen, war daran zu erkennen, dass sich alle Beteiligten kurz vor dem Anheben der Kesseltrommel davor zum Erinnerungsfoto einfanden.

Trennung von Wasser und Dampf

Wie Bauleiter Karl-Heinz Plepla erklärt, wird mit dem Einbau dieses Elementes die Montage aller Druckteile des großen Heizkessels vollendet. Der Kessel ist also in seiner ersten Ausbaustufe fertig. Die Kesseltrommel oben drauf wird künftig die folgende Aufgabe zu erfüllen haben: Das Arbeitsmedium Wasser wird in vielen, vielen 5,5 Zentimeter dicken Rohren in der Kesselwand auf 280 Grad Celsius erhitzt.

Dabei bildet sich ein Gemisch von Dampfbläschen und Wasser. Dieses Gemisch, das ständig vorwärts strömt, wird in die Kesseltrommel geleitet, damit darin Dampfbläschen und Wasser wieder von einander getrennt werden.

Am Ende 400 Grad

Das Wasser wird in den Kesselkreislauf zurück geleitet. Der Dampf strömt über spezielle Heizflächen noch einmal durch Teilbereiche des Kessels, wodurch er auf seine Endtemperatur von 400 Grad erwärmt wird. Er hat dann einen Druck von 40 Bar und kann die Turbine antreiben.

Die EEW Premnitz GmbH baut an ihrem 2008 fertig gestellten Müllheizkraftwerk im Industriepark derzeit eine 2. Verbrennungslinie. Die Investitionssumme liegt bei 60 Millionen Euro. Ende 2020 soll die warme Inbetriebnahme sein, für das Frühjahr 2021 ist der Beginn des kommerziellen Betriebes vorgesehen.

Eine Woche voraus

Wie Karl-Heinz Plepla sagt, sind die Arbeiten dem Zeitplan gegenwärtig eine Woche voraus. Verzögerungen durch schlechtes Wetter habe es so gut wie gar nicht gegeben. Nur an einem Tag sei der Wind so stark gewesen, dass der große Kran keine Teile heben durfte. Bei Temperaturen bis –10 Grad geht es weiter.

Sollte es kälter werden, sind die Arbeiten zu unterbrechen. Derzeit wird in zwei Schichten werktags von 7 bis 3 Uhr gearbeitet. Sonntags ist Ruhe. Samstags soll nur in Ausnahmefällen gearbeitet werden.

Gegenwärtig wird auch die Fassade an der Nordseite des Kesselshauses angebracht. Zuerst wird eine Unterkonstruktion befestigt, dort kommt eine Isolierung zur Schall- und Wärmedämmung drauf und den Abschluss bildet außen eine Blechverkleidung, die am Ende ebenso rot wie das schon bestehende Kesselhaus sein soll.

Beschriftet: Frau Awe

Nicht vergessen werden soll eine Besonderheit, die bei der beauftragten Firma Steinmüller Babcock Environment zur Tradition geworden ist. Einige wenige, aber wichtige Bauteile werden mit Namen von Personen beschriftet. So ist auf der Kesseltrommel „Frau Awe“ verewigt worden.

Sie arbeitet bei EEW in Premnitz und war schon Assistentin der Projektleitung beim Bau der ersten Anlage. Mit der Aufschrift soll sie gewürdigt werden. Es wird aber auch der Wunsch damit verbunden, dass die ganze Anlage später so unkompliziert und verlässlich arbeiten möge wie jene Frau Awe.

Von Bernd Geske

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