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Premnitz Eisbaden im Freibad bei Nieselregen
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17:30 02.02.2020
Sieben der insgesamt 20 anwesenden Vereinsmitglieder trauten sich ins rund fünf Grad kalte Wasser. Quelle: foto: Uwe Hoffmann
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Premnitz

Der Klimawandel mit seinen Wetterkapriolen macht auch vor Traditionen, die der Havelländer lieb gewonnen hat, wie dem Eisbaden, nicht Halt. Als sich am Samstag rund 20 Vereinsmitglieder des Naturbad Premnitz e.V. zu ihrem zweiten Eisbaden trafen, zeigte das Thermometer zirka zehn Grad Lufttemperatur an – bei Nieselregen statt Schnee. Und als Marion Schneider das Thermometer mit ins Wasser nahm, zeigte es um die fünf, sechs Grad an.

„Im letzten Jahr um diese Zeit hatten wir, bei strahlendem Sonnenschein, aber der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen, eine dünne Eisschicht auf dem Schwimmbecken“, erzählt Dagmar Köpke. Sie gehörte mit Marion Schneider und Dagmar Scheeffer zu den nur drei Vereinsmitgliedern, die 2019 zum ersten Eisbaden im Naturbad in der Bergstraße trafen.

Marion Schneider hat die Wassertemperatur gemessen. Quelle: Uwe Hoffmann

„In Berlin mit seinen vielen Seen sowie Havel und Spree gibt es seit vielen Jahren die Tradition des Eisbadens. In wenigen Tagen wird in Deutschland gar die Weltmeisterschaft im Eisbaden ausgetragen“, erzählt Dagmar Scheeffer, die auch die Idee zum Eisbaden in Premnitz hatte. „Aber ich selbst hab’ da beim Eisbaden nicht mitgemacht. Ich bin kein großer Fan von offenen Naturgewässern, gehe lieber ins geflieste Freibad.“ Ende 2013 wurde Dagmar Scheeffer, die vor Jahren aus Berlin nach Premnitz zog, aktives Vereinsmitglied.

Von den derzeit 78 Vereinsmitgliedern kamen in diesem Jahr rund 20 zum Eisbaden und sieben von ihnen „trauten“ sich dann auch für einige Minuten ins Wasserbecken. Unter ihnen waren auch die drei Frauen des letzten Jahres und einer der drei Männer, die zum Treffen kamen. „Es war ein angenehmes Gefühl, auch wenn es kurz war. Die zirka fünf Minuten im Wasser haben sich wie 15 Minuten angefühlt“, sagt Ilse Linkehand. Die 77-jährige Wassersportlerin war die älteste der „Wassernixen“. Aus Rathenow kam sie an diesem Tag mit dem Rad nach Premnitz.

Rund 20 Vereinsmitglieder waren ins Freibad gekommen. Quelle: Uwe Hoffmann

 

„Eine Aktion wie das Eisbaden ist ein guter Anlass, zu dem sich die Vereinsmitglieder treffen können“, so Vereinsvorsitzender Mathias Hohmann, der mal mit der Zehe die Wassertemperatur testete. So standen die Frauen und Männer noch nach dem Eisbaden eine Weile zusammen, tranken heißen Kaffee, einen Glühwein oder den heißen Eierpunsch, den Dagmar Scheeffer mitgebracht hatte. Dazu gab es die letzten Stücke Stollen.

Am 16. Mai startet das Naturbad mit dem traditionellen Anbaden in die Saison 2020. Da hoffen dann die Vereinsmitglieder auf frühsommerlich warme Temperaturen mit Sonnenschein.

Von Uwe Hoffmann

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