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Premnitz Entwickler ipg schließt Büro im Industriepark
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14:15 01.01.2019
Die letzte große Revitalisierungsmaßnahme im Industriepark Premnitz, die ipg geplant und gesteuert hat, war die Neuerschließung der alten Viskose-Brache. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Für die Stadt Premnitz geht eine Ära zu Ende. Die Neuerschließung des Industrieparks ist abgeschlossen. Ein klares Zeichen dafür, dass die großen Vorhaben nun abgearbeitet sind, ist, dass die Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft (ipg) zum Jahresende ihre Außenstelle in Premnitz geschlossen hat.

„Seit Januar 2003 haben wir hier im Auftrag der LEG die Standortentwicklung gemacht“, blickt ipg-Geschäftsführer Rüdiger Hage zurück. Das Büro, das seinen Sitz in Potsdam hat, habe in Premnitz ein tolles vierköpfiges Projektteam unter Leitung von Fritz Meier einsetzen können, das sich durch Heimatverbundenheit und großes Interesse für den Standort ausgezeichnet habe.

ipg-Geschäftsführer Rüdiger Hage (links) mit seinen beiden Premnitz-Experten Fritz Meier (Mitte) und Bernd Bollensdorff, die nun im Ruhestand sind. Quelle: Bernd Geske

Er sei allen Vieren zu großem Dank verpflichtet, resümiert Rüdiger Hage. Einige hätten deutlich über das Rentenalter hinaus weiter gearbeitet, um die Aufgaben in Premnitz persönlich zu Ende zu führen. In Zuständigkeit von ipg sei der Einsatz von insgesamt 42 Millionen Euro an öffentlichen Geldern zur Neuerschließung des Standortes Premnitz zunächst geplant und dann die Umsetzung der Maßnahmen gesteuert worden.

Die Geschichte von ipg in Premnitz ist die Geschichte der Revitalisierung des Standortes. Sie begann in Zuständigkeit der LEG mit der ersten Maßnahme, der Erschließung der Fläche 13 von 1996 bis 1998. Das erste große Einzelprojekt war die Fläche für das Teppichrecyclingwerk „Polyamid 2000“ von 1998 bis 2000. Man muss wissen, dass viele spätere ipg-Beschäftigte vorher bei der LEG waren.

31,5 Millionen Euro für die Kernflächen

Unvergessen das 31,5-Millionen Euro-Paket von 1999 bis 2003 zur Erschließung von Kernflächen im Industriepark. Es folgten die Revitalisierung von Wolpryla 88 von 2004 bis 2006, der Industrieversuchsanlage Wolpryla und von Wolpryla 65 von 2006 bis 2009. Das große Abschlussprojekt war die Revitalisierung der Viskose für 12,5 Millionen Euro von 2014 bis 2018.

Es waren drei Komplexe, die ipg zu bearbeiten hatte. Zuerst das Vorantreiben der Neuerschließung. Das Büro erstellte zunächst Machbarkeitsstudien und Konzeptionen. In der nächsten Phase folgte die Ausschreibung der Arbeiten, oft europaweit. Dann kam die Projektsteuerung und am Ende die Abrechnung der Kosten. „Das Landesamt für Bauen und Liegenschaften hat unsere Schlussrechnung für die Viskose auf den Cent bestätigt“ berichtet Rüdiger Hage, „man hat uns sehr gute Arbeit bescheinigt.“

So haben alten Viskose-Anlagen ausgesehen, bevor im Herbst 2015 der Abriss begann. Heute steht von diesen Gebäuden nichts mehr. Quelle: Bernd Geske

In Premnitz hat die ipg-Außenstelle auch den „Standort-Kümmerer“ gegeben, wie Rüdiger Hage sagt. Das sei von der Bewirtschaftung der LEG-Flächen bis zur Ansprechstelle für örtliche Betriebe gegangen. Nicht zuletzt war das Premnitzer Büro auch der Anlaufpunkt für die Vermarktung von freien Flächen, einschließlich Orientierung über Fördermittel-Möglichkeiten und Kontaktanbahnung zum Grundstückseigentümer LEG.

„Ein bisschen traurig“ sei er, gesteht Rüdiger Hage, dass es die Premnitzer Außenstelle nicht mehr gibt. Aber die ipg-Zentrale in Potsdam mit 16 Beschäftigten existiert ja noch. Der Chef lächelt, wenn er erzählt, dass die LEG sein Büro mit der weiteren Vermarktung der Premnitzer Flächen beauftragt hat. Aktuell habe er sechs Anfragen auf dem Tisch, teilt er mit, und im November/Dezember habe ipg drei Angebote an Interessenten heraus geschickt.

Von Bernd Geske

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