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Premnitz Finanzminister Görke besucht den Industriepark
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16:00 27.09.2019
Finanzminister Christian Görke (vorn links) hat sich im Industriepark von EEW-Geschäftsführer Klaus Piefke die Baustelle an der Müllverbrennungsanlage zeigen lassen. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Der Industriestandort Premnitz ist für die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) seit ihrer Gründung 1992 ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt gewesen. Die Revitalisierung von Flächen und die Neuerschließung des 209 Hektar großen Gebietes waren Elemente ihrer Arbeit. Obwohl die LEG 2001 in Insolvenz ging und für sie immer noch das Liquidationsverfahren läuft, hat sie sich weiter um den Standort Premnitz gekümmert.

Für den scheidenden Finanzminister Christian Görke (Linke) war das wohl der Grund, um am Freitag Beschäftigte der LEG i.L. in den Industriepark Premnitz einzuladen. Er wollte ihnen für die Arbeit danken, aus der Nähe die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigen und eine wichtige Mitteilung machen: Sie sollen weiter beschäftigt werden und bei der neuen Entwicklungsgesellschaft für die Lausitz Arbeit finden.

Finanzminister Christian Görke. Quelle: Bernd Geske

Fast nebenbei stellte sich dann heraus, dass der Industriepark Premnitz derzeit eine Phase durchläuft, in der viele positive Entwicklungen zu beobachten sind. So teilte Birgit Flügge von der LEG mit, dass es dort eine „stetige Nachfrage nach großen Flächen“ gibt. 2019 werde die LEG Flächen von insgesamt 11 Hektar an Investoren verkaufen, sagte sie. Das werde in dieser Hinsicht eines der besten Jahre für den Industriepark werden.

Zum Verkauf habe man noch Flächen mit einer Gesamtgröße von 11,6 Hektar zur Verfügung, berichtete sie. Die Stadt Premnitz besitze noch 3,4 Hektar. Somit gebe es insgesamt rund 15 Hektar an freien Flächen im Industriepark, sagte Birgit Flügge: „Das ist nicht viel, angesichts der großen Nachfrage.“

Standortmanager Roy Wallenta ließ die Besucher vom obersten Geschoss des Industrieparkzentrums einen Blick auf die neu erschlossene Viskosefläche werfen. Dort sei die letzte große Revitalisierungsmaßnahmen im Industriepark vor kurzem abgeschlossen worden, erklärte er. Damit sei die Neuerschließung des ganzen Standortes zum Abschluss gebracht.

Recycling ist etabliert

Die Firma Richter Recycling habe sich vor wenigen Wochen in Premnitz vorgestellt, erinnerte Birgit Flügge. Sie werde es sein, die sich auf der Viskosefläche ansiedelt. Das Recycling habe sich am Standort Premnitz etabliert und werde weiter expandieren. Birgit Flügge zeigte eine Fläche im Nordwesten des Industrieparks, die die bereits in Premnitz ansässige Firma Relux erwerben wird. Dort wolle das Unternehmen eine Erweiterung realisieren.

Nicht weit davon entfernt befindet sich eine Baugrube. Dort errichtet das Unternehmen Plasotec aus Rathenow einen neuen Firmensitz, teilte Roy Wallenta mit. Es sei spezialisiert auf die Veredlung von Metalloberflächen. Von der stillgelegten Ethanolanlage wusste er Positives zu berichten. Der Käufer werde in einem ersten Schritt dort eine Destillationsanlage zur Produktion von hochreinem Alkohol errichten, sagte er. In einem zweiten Schritt solle die große Anlage wieder angefahren werden.

Industriepark Premnitz

Der Industriepark Premnitz ist insgesamt 209 Hektar groß.

1400 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt es dort.

Elf Hektar will die LEG in diesem Jahr an Investoren verkaufen. Auf diesen Fläche sollen rund 300 Arbeitsplätze neu entstehen.

Zu verkaufen sind im Industriepark Premnitz nur noch 15 Hektar. 11,6 Hektar hat die LEG, 3,4 Hektar die Stadt.

„Wir haben nur fünf Industriegebiete im Land“, betonte Christian Görke. Dann sprach er von einem Druck durch interessierte Investoren. Durch die LEG und andere Partner seien bislang 72 Millionen Euro für die Revitalisierung des Industrieparks Premnitz bereit gestellt worden, fasste er zusammen.

Rund eine halbe Milliarde Euro seien für die Wirtschaftsförderung des Standortes geflossen. Gegenwärtig gebe es hier rund 1400 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, sagte der Minister. Durch Ansiedlungen auf den 2019 verkauften Flächen sollen weitere 300 Arbeitsplätze dazu kommen.

Zum Abschluss ließ sich Christian Görke vom EEW-Geschäftsführer Klaus Piefke die Baustelle der 2. Linie an der Müllverbrennungsanlage zeigen. Er lobte den Beitrag der Anlage zum Klimaschutz. Er äußerte sich optimistisch, dass der geplante Bau einer Fernwärmeleitung nach Brandenburg/H. gelingt. Die Stadtwerke dort wollen dann ihre Wärme aus Premnitz beziehen. Weil zum Heizen dann kein Erdgas mehr verwendet werden muss, werden 70 000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.

Von Bernd Geske

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