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Premnitz Gestank in der Stadt, Gasleck nicht bestätigt
Lokales Havelland Premnitz Gestank in der Stadt, Gasleck nicht bestätigt
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14:29 28.06.2019
Eine Meldung über Gasgeruch in der Straße der Freundschaft hat am Donnerstagabend einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Quelle: Kay Harzmann
Premnitz

 In einigen Bereichen der Stadt Premnitz hat es am späteren Donnerstagabend stark gestunken. Nach einer entsprechenden Meldung eines Anwohners der Straße der Freundschaft hatte die Leitstelle die Freiwillige Feuerwehr Premnitz alarmiert. Es bestand der Verdacht, das Gas aus dem Netz ausgetreten sein könnte.

Wie Stadtwehrführer Olaf Thiem berichtet, wurde der Gasalarm gegen 21.50 Uhr ausgelöst. Die Einsatzkräfte nahmen bei ihrem Eintreffen in der Straße der Freundschaft allerdings keine auffälligen Gerüche wahr. Zur Sicherheit sei ein Trupp mit einem speziellen Messgerät zur Erkundung ausgeschickt worden. Er sei wenig später ohne eine Feststellung zurück gekehrt.

Netzmeister: Kein Gas ausgetreten

Die Stadtwerke Premnitz, die das Gasnetz in dem Bereich betreiben, haben ihren Bereitschaftsdienst ausgeschickt, teilt Netzmeister Bodo Nürnberg mit. Dieser habe im Gebäude gemessen, draußen an der Straße der Freundschaft und auch in dortigen Schächten. Von Methan sei keine Spur zu finden gewesen, sagt Bodo Nürnberg. Die Messgeräte seien sehr sensibel – es könne kein Gas ausgetreten sein.

Die Feuerwehr hat die Einsatzstelle nach 45 Minuten wieder verlassen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse der letzten Jahre sei es öfter zu Geruchsbelästigungen gekommen, schreibt die Feuerwehr auf ihrer Internetseite. Gerade bei aufkommendem Westwind zögen schnell Faulgase von Sümpfen und Altarmen der Havel, sowie von landwirtschaftlichen Betrieben der Nachbargemeinden in die Stadt. Diese seien im Freien jedoch völlig unbedenklich.

Viele Spekulationen

Was umgeht, sind Spekulationen von Premnitzern über die Ursache. Neben dem mutmaßlichen Gasgeruch war von unerträglichem Benzingestank, Güllegeruch, Säuregraben, extrem beißenden Gerüchen und Chemie die Rede. Auch in Bützer und Döberitz soll es gestunken haben.

Bürgermeister Ralf Tebling sagt, in Premnitz habe es keine melde- oder anzeigepflichtigen Vorkommnisse gegeben. Viele hätten den Geruch wahrgenommen, aber in Premnitz sei die Ursache nicht gewesen. Aus seiner Sicht habe es nach Silage gerochen, findet der Bürgermeister. Da es Nordwind gab, nehme er an, dass der Geruch aus Richtung Rathenow kam.

Nichts von der Biogasanlage

Nördlich von Premnitz liegt die Biogasanlage von Heidefeld. Dort wird Silage als Rohstoff eingesetzt. Anne Kießling, Pressesprecherin der Stadt Rathenow, teilt dazu mit, dass es im Ordnungsamt keine Meldungen über Geruchsbelästigungen im Umfeld der Biogasanlage gab.

Von Bernd Geske

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