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Premnitz Großer Rettungstag an der Dachsbergschule
Lokales Havelland Premnitz Großer Rettungstag an der Dachsbergschule
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17:00 25.10.2019
Alle Kinder der Schule bekamen die Gelegenheit, mit einem Feuerlöscher einen Brand in einem Stahleimer zu löschen. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Außenstehende konnten vermuten, dass in der Grundschule Am Dachsberg in Premnitz etwas im Argen liegen müsste. In beträchtlicher Menge konnte man an den letzten drei Tagen die Mädchen und Jungen von dort ihren Heimweg mit Kopf-, Arm- oder Handverbänden antreten sehen. Nicht passen wollten dazu indes die fröhlichen Gesichter, die viele Kinder machten.

Kunststück! Von Mittwoch bis Freitag bekamen die Mädchen und Jungen von Fachkräften des Rettungsdienstes der Havelland-Kliniken gezeigt, wie man mit Verletzungen umgeht. Vor allen Dingen, wie man Verbände anlegt. Die Kinder sollten das natürlich auch selbst üben. Und so gut wie alle, die kunstgerecht mit Mullbinden umwickelt worden waren, freuten sich darauf, zu Hause ihre Eltern, Großeltern oder Geschwister zu erschrecken.

Die Kinder bekamen auch einen Rettungswagen von innen gezeigt. Quelle: Bernd Geske

Erstmals überhaupt hat die Dachsbergschule drei Projekttage unter dem Motto „Jeder kann helfen“ auf die Beine gestellt. Das konnten die pädagogischen Fachkräfte nicht allein. Wie die stellvertretende Schulleiterin Inga Klinke berichtet, haben drei Tage lang junge Notfallsanitäter vom Rettungsdienst und ehrenamtliche Helfer von der Freiwilligen Feuerwehr Premnitz den Kindern gezeigt, wo und wie sie richtig helfen können.

Es sind fünf Schwerpunkte ausgewählt worden, die von den Klassen im Stationsbetrieb aufgesucht werden konnten. Das waren Brandschutz, Verbände, Lagerungsarten, Reanimation (Wiederbelebung) und Technikschau. Parallel dazu sprachen die Lehrkräfte in praxisorientierten Unterrichtsstunden mit den Kindern die verschiedensten Themen durch.

Nasenbluten und Notrufnummer

Was man bei Nasenbluten, Abschürfungen, Insektenstichen macht, war ein Thema. Unter welchen Telefonnummern Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zu erreichen sind, wurde gelernt. Nicht zuletzt ist am Telefon sogar simuliert worden, was die Kinder zu sagen haben, wenn sie in der Leitstelle einen Notfall melden wollen.

Abschließender Höhepunkt war am Freitag der große Rettungstag. Weil die Polizei verständlicherweise nicht alle drei Tage dort sein konnte, schickte sie am Freitag ein Fahrzeug mit einer Polizistin und einem Polizisten hin. Das Technische Hilfswerk (THW) fuhr einen Lkw mit Katastrophenschutzausrüstung auf. Nicht zuletzt führte die Premnitzer Feuerwehr vor, was ihr großes Löschfahrzeug so alles hat und kann.

Wer wollte, konnte einen Schutzschild der Polizei ausprobieren. Quelle: Bernd Geske

Begeistert angenommen wurde von so gut wie allen 393 Grundschulkindern die Gelegenheit, ein Feuer in einem Stahlbehälter mit Wasser zu löschen. Der Reihe nach kam jeder dran.

Die Anregung, solche Projekttage zu machen, war von jungen Berliner Ärzten gekommen. Als die Schule dann alles ins Laufen gebracht hatte, sagten die Mediziner aus Zeitgründen ab.

Hilfe vom Rettungsdienst

„Da war es wirklich super“, lobt Schulleiter Jens Martin, „dass Rayk Sommer, der beim Rettungsdienst Havelland für die Ausbildung zuständig ist, sofort mit seinen jungen Fachkräften eingesprungen ist.“ Schließlich sei es jetzt nicht mehr so leicht, einen Stationsbetrieb für alle Kinder zu organisieren, weil die Schule in den letzten Jahren auf 17 Klassen gewachsen ist. Es sei schön, dass auch die ehrenamtlichen Rettungskräfte sich die Zeit genommen hätten und ihre Technik vorstellten.

Die Unterweisungen durch die jeweiligen Fachkräfte seien von den Lehrerkollegen als „sehr wertvoll“ bezeichnet worden, teilt der Schulleiter mit. Wie es den Kindern gefallen habe, das werde man am Ende der Projekttage noch abfragen. Dem ersten Augenschein nach habe er aber feststellen können, stellt Jens Martin fest, dass die Kinder konzentriert bei der Sache waren. Dass es ihnen Spaß mache, habe man den Gesichtern der Mädchen und Jungen leicht ansehen können.

Von Bernd Geske

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