Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Premnitz Havelländische Zink-Druckguss GmbH meldet Insolvenz an
Lokales Havelland Premnitz Havelländische Zink-Druckguss GmbH meldet Insolvenz an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:43 15.11.2019
Für die Havelländische Zink-Druckguss GmbH in Premnitz (HZD) ist Insolvenz beantragt worden. Der Geschäftsbetrieb soll aber in vollem Umfang weiterlaufen. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Jede Menge Pkws stehen auf dem Gelände, Laster fahren an und ab. Von außen deutet nichts darauf hin, dass die Havelländische Zink-Druckguss GmbH in Premnitz (HZD) in Schwierigkeiten ist. Deren Geschäftsführer Petar Marovic hat für sein Unternehmen die Insolvenz beantragt. Am Donnerstag ist das Verfahren eröffnet worden.

Der Berliner Rechtsanwalt Sebastian Laboga ist vom zuständigen Gericht in Potsdam zum vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt worden, um den „Sachverhalt aufzuklären“, wie es im Juristendeutsch heißt, und um die Insolvenzmasse zu sichern.

Gute Aussichten für die Sanierung

Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens werde auch im vorläufigen Insolvenzverfahren in vollem Umfang fortgeführt, lässt Sebastian Laboga mitteilen. Alle Aufträge und Leistungen des metallverarbeitenden Betriebes würden weiterhin pünktlich erbracht. „Die HZD GmbH ist ein hochspezialisiertes Unternehmen mit enormer Erfahrung, wettbewerbsfähigen Produkten und guter Auftragslage“, betont der Insolvenzverwalter. „Insofern sehe ich gute Aussichten für eine nachhaltige Sanierung des Geschäftsbetriebes.“

Die HZD GmbH ist 1992 gegründet worden. Sie stellt mit dem Zinkdruckgussverfahren Bauteile für die verschiedensten Anwendungsgebiete her. Wie Laboga mitteilt, hat der Jahresumsatz des Unternehmens zuletzt bei 20 Millionen Euro gelegen.

Ein Bild aus besseren Tagen: Der langjährige Eigentümer Michael Schönberg (links) hat das Unternehmen 2014 an Petar Marovic übergeben. Quelle: Bernd Geske

Er war bereits in Premnitz und hat die rund 120 Beschäftigten des Betriebes über den Stand der Dinge und die nächsten Schritte informiert. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für die nächsten drei Monate gesichert. Sebastian Laboga stellt fest, die Mitarbeiter hätten gefasst reagiert und seien weiterhin mit vollem Engagement bei der Sache.

Der Insolvenzverwalter hat sich bereits in Gesprächen mit der Geschäftsführung der HZD GmbH ein erstes Bild der Lage gemacht. Er nahm Kontakte zu Kunden und Lieferanten auf, um die Fortführung des Unternehmens zu sichern. „Alle Partner gehen sehr professionell mit der Situation um und halten in dieser schwierigen Lage zu HZD“, stellt der Insolvenzverwalter fest. Er werde jetzt die Sanierungsoptionen prüfen und entsprechende Maßnahmen einleiten.

April 2018: Erster Spatenstich für einen großen Erweiterungsbau. Quelle: Bernd Geske

Als der HZD-Gründer und langjährige Eigentümer Michael Schönberg das Unternehmen 2014 an Petar Marovic übergab, schien eine neue, verheißungsvolle Zeit anzubrechen. 2016 wurde das Unternehmen im KfW-Wettbewerb „Gründer-Champions“ als Bundessieger für eine erfolgreiche Neugründung nach einem Eigentümerwechsel ausgezeichnet. Rund 1,6 Millionen Euro seien allein 2016 investiert worden, hat Petar Marovic damals mitgeteilt.

Ein echter Paukenschlag folgte im April 2018, als das Unternehmen mit einer großen Investition begann. 12,5 Millionen Euro sollten ausgegeben werden, um die Produktionsfläche der Firma von 2000 auf 4000 Quadratmeter zu verdoppeln. Der Bau einer großen Produktionshalle begann, die die erste „Weiße Gießerei“ Deutschlands werden sollte. Es gehe hier um höchste Reinheit im Produktionsprozess.

Die neue Halle ist noch immer nicht fertig. Quelle: Bernd Geske

2019 hatte dort die Produktion anlaufen sollen, doch ist schon allein die Halle noch immer nicht fertig geworden. Im Mai lief sogar noch ein Genehmigungsverfahren für den Betrieb einer Zink-Druckgießerei an. Man wird sehen, wir es mit den großen Plänen nun weiter geht.

Von Bernd Geske

Die Stadt hat im September die Bescheide über Ausbaubeiträge für die Mozartstraße an die Anwohner verschickt. Vier Anwohner haben Widerspruch gegen ihren Bescheid eingelegt. 2018 ist die Straße ausgebaut worden.

13.11.2019

Warum es wichtig ist, digital zu werben, das war das Thema der Talk-Runde, zu der Medienberater der Märkischen Allgemeinen ihre Kunden in das Blaue Café des Optikparks Rathenow eingeladen hatten. Der Optikpark ist schon seit vielen Jahren Medienpartner der MAZ.

13.11.2019

Das Regionalcenter der IHK und das Projektbüro für die Wirtschaftsregion haben am Dienstagabend im Havelrestaurant „Schwedendamm“ den 1. Gründertag für Westbrandenburg organisiert. An die 100 Teilnehmer waren dabei.

13.11.2019