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Premnitz „Havelspaziergang“ gewinnt Uferfestwahl
Lokales Havelland Premnitz „Havelspaziergang“ gewinnt Uferfestwahl
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17:01 26.08.2019
Der Künstler Marco Brzozowski sowie Ronald Philipp und Klaus Piefke (von links) von EEW haben auf dem Premnitzer Uferfest den Siegerentwurf vorgestellt. Quelle: Harry Schnitger
Premnitz

Zeitgleich mit dem Bau ihrer zweiten Linie an der Müllverbrennungsanlage im Industriepark will die EEW Premnitz GmbH denBunkerkopf des bereits stehenden Teils der Anlage bemalen lassen. Die zur Verfügung stehende Fläche ist 2000 Quadratmeter groß.

Das Unternehmen hat den Fassadenkünstler Marco Brzozowski, der im Premnitzer Ortsteil Mögelin wohnt, mit der Erstellung von Entwürfen beauftragt. Vier Entwürfe fanden das meiste Wohlwollen des Vorstands. Auf dem Premnitzer Uferfest an diesem Wochenende erhielten die Besucherinnen und Besucher nun die Gelegenheit, über den Siegerentwurf abzustimmen.

Mit 355 von 651 Stimmen haben die Besucher des Uferfestes sich für Entwurf Nr. 2 entschieden.

Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, ist das Ergebnis deutlich ausgefallen. 651 Besucher haben an der Abstimmung teilgenommen. 355 von ihnen stimmten dabei für den Entwurf mit der Nummer 2. Die anderen drei Entwürfe hatten 134, 87 und 75 Stimmen erhalten. Gewonnen hat somit ein realitätsnahes Bild der nahen Umgebung an der Havel – der „Havelspaziergang“.

Den Bunkerkopf zu sanieren, die künstlerische Gestaltung in die Hände von Marco Brzozowski zu legen und die Premnitzer den Siegerentwurf auswählen zu lassen, habe einen Nerv getroffen, haben die EEW-Geschäftsführer Klaus Piefke und Rüdiger Bösing mitgeteilt. So viel positive Resonanz hätten sie selten erlebt. Beide würden schon mit großer Spannung der Umsetzung entgegen sehen.

Beginn im Frühjahr

„Losgehen soll es im Frühjahr kommenden Jahres“, sagt Klaus Piefke. Rüdiger Bösing ergänzt: Bevor Marco Brzozowski damit beginnen könne, die 2000 Quadratmeter große Fassade des Bunkerkopfes zu gestalten, müsse erst noch ein Gerüst aufgestellt und die Fassade saniert werden. Die Öffentlichkeit, bekräftigen beide, wolle man über geeignete Kanäle daran teilhaben lassen, wie „Brandenburgs größtes Gemälde“ wächst.

Der Siegerentwurf, so haben es Bürgermeister Ralf Tebling und Geschäftsführer Klaus Piefke vereinbart, soll auf Leinwand gebracht und mit einer Unterschrift des Künstlers versehen im Premnitzer Rathaus gezeigt werden.

Echte Ansichten

Marco Brzozowski sagt, er habe sich bei Spaziergängen am Havelufer die Inspiration für seinen Siegerentwurf geholt. Auf der linken Seite sei eine Mögeliner Ansicht zu sehen. Auf der großen Front vorn und der rechten Seite werde man Havelansichten zwischen Premnitz und Döberitz wieder erkennen.

Auf der linken Seite ist ein Kind von hinten zu sehen. Markante Tiere hier sind eine Rauchschwalbe im Flug, zwei Schwäne und ein Storch.

Ein Spatz dominiert

Auf der fast 1000 Quadratmeter großen Frontseite spielt ein Spatz mit ausgebreiteten Flügeln die dominierende Rolle. Der eigentlich kleine Vogel wird auf dem Bild übrigens eine Größe von acht mal sieben Metern haben. Abgebildet sind hier noch zwei Angler in einem Kahn, ein Fischotter und ein sich aufbäumender Schwan.

Auch die rechte Seite hat ihre Reize. Ein abgebrochener Baum wird umrahmt von einem Kranich, einem Hasen, einem Rehbock und nicht zuletzt einem Fuchs.

Von der Straße gut erkennbar

Wie der Künstler erklärt, werden alle Elemente in einer gewissen Größe dargestellt, weil sie von der Straße aus gut erkennbar sein sollen. Alle vier Entwürfe seien ihm gleich lieb, hat Marco Brzozowski auf die entsprechende Frage geantwortet. Der Siegerentwurf zeichne sich dadurch aus, dass er realistisch angelegt sei. Er passe hervorragend dort hin, merkt er an, weil der Entwurf die nahe Umgebung widerspiegelt.

Der Künstler macht darauf aufmerksam, dass er vor einigen Jahren die große Giebelwand der WBG an der Gerhart-Hauptmann-Straße und die Neubemalung des Einlaufwerks der Pumpstation an der Havel in einem ähnlichen Stil ausgeführt hat. Hier werde eine einheitliche Linie entstehen.

Eng an der Wirklichkeit

Da er nun genau weiß, was er malen soll, wird der Künstler nun in die Detailplanung gehen. Die farbliche Gestaltung muss er sich genau überlegen, weil die Töne sich von der Grafik nicht einfach auf die Bemalung übertragen lassen. Marco Brzozowski will erreichen, dass sich seine Bilder in ihrer Gestaltung möglich eng der Wirklichkeit nähern.

Wie er verrät, widmet er unter anderem dem Himmel viel Aufmerksamkeit. Weiter oben werde der Rotanteil größer sein, in Horizontnähe sei viel Weiß mit dabei. Sein Ziel sei es, so erklärt er, dass bei geeigneten Wetterlagen die Betrachter den Eindruck haben, sei würden durch das Bild hindurch schauen und den Himmel dahinter sehen.

Von Bernd Geske

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