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Premnitz Info-Abend über Wärmeleitung nach Brandenburg
Lokales Havelland Premnitz Info-Abend über Wärmeleitung nach Brandenburg
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18:00 11.12.2019
Die EEW Premnitz GmbH baut gegenwärtig eine zweite Verbrennungslinie an ihrem Müllheizkraftwerk im Industriepark. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Schon länger wird über das Vorhaben gesprochen. Jetzt soll es auch im Westhavelland bald Aussagen aus erster Hand darüber geben. Die Stadtwerke Brandenburg planen den Bau einer Fernwärmeleitung vom Müllheizkraftwerk der EEW GmbH im Industriepark Premnitz nach Brandenburg. Das Gaskraftwerk der Stadtwerke soll außer Betrieb genommen werden. Stattdessen soll die Wärme künftig von der EEW Premnitz GmbH geliefert werden.

Die Brandenburger Stadtwerke haben mitgeteilt, dass durch diese Umstellung künftig die Emission von 70.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden kann. Schon im nächsten Jahr soll der Bau der Fernwärmeleitung beginnen. Die Stadtwerke Brandenburg haben drei Informationsveranstaltungen über das Vorhaben angesetzt. Die erste findet am Montag, dem 20. Januar, von 15 bis 18 Uhr im Speisesaal der Oberschule Premnitz statt. An den beiden folgenden Tagen gibt es Info-Abende in Brandenburg/H. und Brielow.

Planer geben Auskunft

Bei den Veranstaltungen sollen kompetente Ansprechpartner der Stadtwerke anwesend sein. Die Zuhörer sollen die Gelegenheit erhalten, mit den beteiligten Umweltplanern und technischen Planern ins Gespräch zu kommen.

Die Einsparung von Kohlendioxid sei eine der wichtigsten Komponenten im Transformationsprozess der Stadtwerke Brandenburg hin zu einem nachhaltig agierenden Energiedienstleister, teilt das Unternehmen mit. Im Vorfeld des jetzt geplanten Projektes seien unterschiedliche Varianten unter verschiedenen Gesichtspunkten wie Kohlendioxideinsparung, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit der Wärme und Wertschöpfung in der Region untersucht worden. Dabei habe sich die Variante, die Wärme aus der Thermischen Abfallverwertungsanlage Premnitz über eine Leitung nach Brandenburg zu transportieren, mit deutlichem Abstand als die beste erwiesen.

20 Kilometer lang

Die Fernwärmeleitung soll eine Länge von rund 20 Kilometern haben. Als Investitionssumme haben die Stadtwerke 35 Millionen Euro genannt. Das Land hat Fördermittel in Höhe von 20 Millionen Euro zugesagt.

Die EEW Premnitz GmbH hat in diesem Jahr begonnen, an ihrem Müllheizkraftwerk im Industriepark Premnitz eine zweite Verbrennungslinie zu bauen. Die Investitionssumme liegt bei 60 Millionen Euro. Die Kapazität der Anlage wird damit von bislang 150 000 Tonnen Abfall im Jahr auf 300 000 Tonnen verdoppelt.

Betrieb beginnt 2021

Die Betonarbeiten als erster großer Bauabschnitt sind bereits beendet. Im September hat der Stahlbau für das Kesselhaus der zweiten Linie begonnen. Gegenwärtig sind die Arbeiten etwa eine Woche dem Plan voraus. Nach ersten Tests soll Ende 2020 die warme Inbetriebnahme stattfinden. Wenn alle Komponenten richtig eingestellt sind, ist für das Frühjahr 2021 der Beginn des kommerziellen Betrieb vorgesehen.

Von Bernd Geske

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