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Premnitz Interesse am Kinder- und Jugendparlament
Lokales Havelland Premnitz Interesse am Kinder- und Jugendparlament
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14:50 17.05.2019
Sie möchten bei einem Kinder- und Jugendparlament mitmachen, von links Hanna Kibbert, Lara Richter-Rügen, Wilhelm-Maximilian Paulick, Fiona Panschuk, Marielle Zeihe und Lätizia Panschuk. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Es sieht gut aus für den Plan, in Premnitz ein Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) zu gründen. Auf ihrer letzten Sitzung im März hatten die Stadtverordneten beschlossen, dass sie eine Interessenvertretung der jüngeren Generation haben möchten.

Bürgermeister Ralf Tebling hatte den Wunsch formuliert, dass sich auf der ersten Stadtverordnetenversammung (SVV) nach der Kommunalwahl am 26. Mai schon mögliche Gründungsmitglieder des KiJuPa vorstellen könnten. Diese SVV ist für den 13. Juni geplant und alles deutet darauf hin, dass einige Jugendliche sich dort vorstellen werden.

Gespräch beim Bürgermeister

Ein paar Jugendliche waren bereits zu einem ersten Orientierungsgespräch beim Bürgermeister. Fünf Mädchen und ein Junge haben mit dieser Zeitung über ihre Vorstellungen gesprochen. Interesse an einer Mitarbeit im KiJuPa bekundet haben Hanna Kibbert (12 Jahre), Fiona Panschuk (14), Lätizia Panschuk (15), Wilhelm-Maximilian Paulick (11), Lara Richter-Rügen (17) und Marielle Zeihe (14).

„Wir finden es wichtig, als Jugendliche etwas für unsere Stadt zu tun“, sagt Lätizia Panschuk. Sie wolle gern dabei mitwirken, die Interessen der Jugendlichen von Premnitz zu vertreten. Es wäre schön, ein Kinder- und Jugendparlament zu gründen, meint Lara Richter-Rügen, damit dessen Mitglieder die Meinungen der Jugendlichen vertreten können.

Viele sind woanders

Viele Mädchen und Jungen aus Premnitz und den Ortsteilen Döberitz und Mögelin halten sich oft eher in Rathenow oder anderen Orten auf, findet Lara Richter-Rügen. Sie möchte, dass in Premnitz ein Ort geschaffen wird, an dem sie sich treffen können.

Der Junge und die fünf Mädchen sind sich einig, dass eine Skaterbahn wie auf dem Rideplatz am Körgraben in Rathenow auch in Premnitz ein solcher Treffpunkt werden könnte. Er müsste sich im Zentrum der Stadt befinden. Dorthin müsste auch das freie WLAN reichen, das bald eingerichtet werden soll. Gewünscht werden ebenso Bänke mit Möglichkeiten, um Mobiltelefone aufzuladen.

Als auf dem Rideplatz in Rathenow die Skaterbahn aufgebaut wurde, haben Kinder und Jugendliche mitgeholfen. Quelle: Markus Kniebeler

Wilhelm-Maximilian Paulick würde es gut finden, wenn das Riesenschach und das große Mensch-ärgere-Dich-nicht im Band der Spiele an der Uferpromenade leichter nutzbar wären. Er schlägt auch vor, ein paar Wände zum Besprühen freizugeben. Dann würden Sprayer vielleicht nicht mehr einfach irgendwelche Hauswände dafür nehmen.

Lätizia Panschuk nimmt Bezug auf die Fridays-for-Future-Demonstrationen von Jugendlichen, hat so etwas für Premnitz aber nicht im Sinn. Sie spricht davon, in Premnitz vielleicht eher einmal Aktionen für mehr Bio-Lebensmittel, gegen Plastiktüten, für mehr Umweltschutz und bewusstere Ernährung auf die Beine zu stellen. Kinder und Jugendliche könnten eine Aufräumaktion machen.

Hintergrund ist die Kommunalverfassung

Der Ausgangspunkt für die Gründung eines Kinder- und Jugendparlaments in Premnitz ist eine Änderung der Kommunalverfassung des Landes.

Die Gemeinden sind danach jetzt gesetzlich verpflichtet, in ihren Hauptsatzungen festzulegen, welche Formen der Mitwirkung für Kinder und Jugendliche geschaffen werden.

Beschlossen haben die Premnitzer Stadtverordneten eine Einwohnerbeteiligungssatzung, die auch das regelt.

Laut dieser Satzung haben Kinder und Jugendliche das Recht, bei „sie berührenden Gemeindeangelegenheiten“ mitzuwirken.

Wie genau es weitergeht, entscheiden die neu gewählten Stadtverordneten am 13. Juni.

Die sechs genannten jungen Premnitzer haben bereits eine WhatsApp-Gruppe gebildet, um sich zu verständigen. Sie äußern den Wunsch, dass gern noch mehr Kinder und Jugendliche sich ihnen anschließen mögen. Auf der Plattform Instagram soll eine Kontaktmöglichkeit eingerichtet werden. Sie erklären ihren Willen, sich auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 13. Juni vorzustellen und erste Vorschläge zu machen.

Beim Premnitzer Jugendclub Preju ist zu erfahren, dass dort ein Mädchen Interesse an einer Mitwirkung im KiJuPa hat. Claudia Nahrstedt, die stellvertretende Preju-Vereinsvorsitzende, teilt mit, dass der Club sehr gerne dem Kinder- und Jugendparlament einen Raum für seine Sitzungen zur Verfügung stellen möchte.

Von Bernd Geske

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