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Premnitz Jugendclub Preju bereitet sich auf den Umzug vor
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16:11 24.05.2019
Manchmal gibt’s auch was zu lachen. Claudia Nahrstedt und Hans-Jürgen Jasch beim Packen für den Umzug. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

 Packen, packen, packen. In wenigen Wochen soll der Premnitzer Jugendclub Preju seine neuen Räume im Kulturhaus Liebigstraße beziehen. Seit 1956 hat es in der altehrwürdigen Villa am See einen Jugendclub gegeben. Vier Etagen standen dort samt Keller und Dachgeschoss zur Verfügung – wenn auch zum Teil nur als Lagermöglichkeit. Bevor also die mitnehmenswerten Dinge für den Umzug eingepackt werden können, heißt es deshalb sortieren, sortieren, sortieren.

Auf der Suche nach Kartons

„Es hat sich über die Jahre viel angestaut“, sagt Claudia Nahrstedt, „was man heute nicht mehr braucht.“ Rund 30 Kartons seien bislang schon für den Umzug gepackt. Es müsse aber noch viel, viel mehr verstaut werden. Wer also dem Club weitere Kartons zur Verfügung stellen könne, sei gern gesehen.

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Kartons über Kartons. Und es werden immer mehr. Quelle: Bernd Geske

„Der Umzug ist auch eine gute Gelegenheit, sich von alten Dingen zu trennen“, findet Hans-Jürgen Jasch. Aber ein bisschen traurig sei er schon, schließlich habe man viel Zeit, Geld und Initiative in den Club gesteckt. Mehr als 20 Jahre arbeite er jetzt hier, sagt er. Da komme schon eine gewisse Wehmut auf.

Am 29. Dezember ist es 25 Jahre her, dass der extra zu diesem Zweck gegründete Verein Preju das Betreiben des Jugendclubs übernommen hat. Nach der Wende war zunächst die Stadt zuständig. Als Katastrophe geht der große Brand in der Silversternacht 1996 in die Clubgeschichte ein.

Ebenerdig und barrierefrei

Die gesamte Nutzfläche auf der Saalseite des Kulturhauses Liebigstraße wird etwas kleiner sein als in der Villa. Am neuen Ort befinden sich aber alle Räume ebenerdig und barrierefrei auf gleicher Höhe. Der Zugang für Menschen mit Handycap ist problemlos möglich und eine extra Toilette für Behinderte gibt es auch. Nicht zuletzt ist die Lage künftig nahe am Stadtzentrum.

Rund die Hälfte der Möbel soll mit umziehen zur Liebigstraße. Ein Teil des dort bereits vorhandenen Mobiliars wird weiter genutzt. Der Billardtisch kommt mit, das Dart-Spiel und der Tisch-Kicker auch. Das Computernetz mit seinen acht PCs und einem Drucker zieht ebenfalls um.

Die Mäuse müssen noch geprüft und sortiert werden. Quelle: Bernd Geske

Die Fahrradwerkstatt, die jetzt im Keller ist, soll ebenfalls mit umziehen. Der traditionelle Computerstammtisch für Senioren wird am neuen Ort natürlich weiter geführt.

Die sechs Stationen der Minigolfanlage auf dem Außengelände sind von Beschäftigten der Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP) bereits abgebaut worden. Die einzelnen Teile werden jetzt von der AFP wieder aufgearbeitet und schön gemacht. Dann werden sie am Kulturhaus wieder aufgestellt. Die Outdoor-Tischtennisplatte kommt mit und der Basketballkorb auch.

Sportraum viel größer

Der Sportraum am neuen Ort wird viel größer und höher sein als der jetzt eher kleine Raum im Keller. Die Geräte sind vom Zahn der Zeit schon etwas stärker angenagt. Hantelbank, Kraftmaschine und der Boxsack sind mögliche Kandidaten zum Ausrangieren.

Der neue Sportraum soll nicht mehr ganz so eine Kraftschmiede sein wie bisher. Mit Laufband, Rudergerät und Ergometer-Fahrrad soll es mehr um Ausdauer und Fitness gehen, woran sich auch Jugendliche ohne Trainer beteiligen können. Bislang fehlen für die gewünschten Anschaffungen die finanziellen Mittel, vielleicht finden sich ja Sponsoren.

Die ersten Schränke sind schon leer. Quelle: Bernd Geske

Die Zeit bis zum Umzug ist klar strukturiert. Ende Juni findet am alten Ort noch das einwöchige Feriencamp statt. Am 5. August fängt nach den Ferien die Schule wieder an, bald danach soll der Umzug sein. Viel Zeit zum Sortieren und Packen bleibt nicht mehr.

Von Bernd Geske

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