Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Premnitz Jugendclub feiert Einweihung im Bürgerhaus
Lokales Havelland Premnitz Jugendclub feiert Einweihung im Bürgerhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:30 03.12.2019
Die Preju-Vorsitzende Barbara Rothkopf (3. von rechts) hat sich in ihrer Eröffnungsansprache bei allen Helfern bedankt. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Der Umzug ist vollbracht, und die vielen, vielen Arbeitsstunden hat niemand gezählt. Der Premnitzer Jugendclub Preju hat seine alt-angestammte alte Villa am See verlassen und ist in das Bürgerhaus an der Liebigstraße eingezogen. Zum Zeichen dessen, dass der weitaus größte Teil des Einzugs nun geschafft ist, hat der Verein den ganzen Dienstagnachmittag lang Einweihung gefeiert.

Für 12 Uhr waren offizielle Gäste, Partner in Behörden, Vertreter von Handwerksfirmen und die Medien eingeladen. Wenig später trafen nach Schulschluss die ersten Kinder und Jugendlichen ein. Für 14 Uhr war die Einladung an alle Interessierten in Premnitz und Umgebung ausgesprochen worden. Am frühen Abend wurden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erwartet, die besonders viel beim Umzug geholfen hatten. Gegen 20 Uhr sollte das Feiern ein Ende haben – alle beim Umzug Tätigen dürften dann rechtschaffen k.o. gewesen sein.

Das Preju-Schild hängt jetzt in der Liebigstraße. Quelle: Bernd Geske

„Wir sind sehr zufrieden“, hat die Preju-Vereinsvorsitzende Barbara Rothkopf resümiert, „die Stadt hat für uns sehr, sehr schöne Räume zur Verfügung gestellt.“ Welcher Jugendclub in der nahen oder fernen Umgebung, hat sie gefragt, habe schon eine Bühne?

Diese Besonderheit kommt daher, dass der frühere Saalbereich, in dem einst der Premnitzer PCC viele Jahre seine Karnevalssitzungen abgehalten hat, für die Zwecke des Jugendclubs umgebaut worden ist. Der Saal, früher 300 Quadratmeter groß, ist durch Trockenbauwände jetzt zwar auf ein Drittel seiner ursprünglichen Ausmaße verkleinert worden. Die Bühne ist außerdem um ihren einstigen Vorbau reduziert worden. Trotzdem haben aber Saal und Bühne immer noch eine ordentliche Größe, so dass dort Vorführungen stattfinden können.

Der verkleinerte Saal verfügt weiterhin über eine Bühne. Quelle: Bernd Geske

Vielleicht gelinge es, eine eigene Theatergruppe aufzubauen, hat Barbara Rothkopf sinniert. Aber der Saal mit Bühne könne auch der Stadt für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden.

Preju soll am neuen Ort nicht allein für die Jugend da sein, hat die Vereinsvorsitzende betont. Man wolle noch mehr als bisher für alle Generationen etwas tun. Jeder Interessierte sei gern gesehen. In der Satzung des Vereins Preju sei ja sowieso die auf das Gemeinwesen orientierte Tätigkeit festgelegt. Bester Ausdruck davon ist, dass am Donnerstag der Preju-Computerstammtisch für Senioren um 15 Uhr sein erstes Treffen nach dem Umzug hat.

Die Vereinsvorsitzende Barbara Rothkopf. Quelle: Bernd Geske

Die Stadt hat mit rund 200 000 Euro die Saalseite des einstigen Kulturhauses so umfassend neu gestaltet, dass für Preju zum Verlieben schöne Räume geschaffen worden sind. Alle Fußböden sind neu und alle Räume sind barrierefrei. Der Sportraum ist viel größer und heller als früher – damals lag er im Keller. Die Küche ist schöner, moderner und bietet mehr Möglichkeiten.

Das Premnitzer Jugendforum, das sich derzeit noch in der Gründungsphase befindet, wird einen Raum nutzen können. Dort kann es seine Sitzungen abhalten, bekommt einen PC, einen Schreibtisch und einen verschließbaren Schrank.

Für die Verantwortlichen des Vereins Preju ist heute schon klar, dass die überlieferten Öffnungszeiten verändert werden sollen. Wie genau, das steht noch nicht restlos fest. Zum Beginn des neuen Jahres soll die Umstellung vollzogen werden. Künftig soll der Jugendclub früher öffnen. Um 14 Uhr oder vielleicht sogar schon um 13.30 Uhr.

Wie die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza sagt, sind aus Brandschutzgründen alle Decken abgehängt worden. Eine neue Brandmeldeanlage wurde installiert. Die Elektrik wurde komplett erneuert. Alle Lampen sind neu und fast alle Türen auch. Ein WC-Bereich ist für die Beschäftigten des Jugendclubs neu eingebaut worden. Die von früher noch vorhandenen WCs, die erst vor einigen Jahren neu gemacht worden waren, sind lediglich gemalert worden.

Der Sportraum ist jetzt viel größer und heller. Quelle: Bernd Geske

Einen Teil der Möbel hat Preju von der Villa am See mitgebracht. Unter anderem die Küche zum Beispiel. Tische und Stühle, die früher zum Kulturhaus gehörten, können ebenfalls weiter genutzt werden. Im verkleinerten Saal können sie zu unterschiedlichen Bestuhlungen zusammengestellt werden.

Zur Umgestaltung gehörte auf der anderen Seite des einstigen Kulturhauses auch der Umbau der Begegnungsstätte des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der im August neu eröffnet worden ist. Die Awo hat zwei Räume abgegeben, in denen ein neuer Eltern-Kind-Treff mit Plätzen für 16 Kinder aufgebaut wird. Es gehört zur Idee des neuen Bürgerhauses, dass sich im Laufe der Zeit ein munterer Austausch über alle Generationen hinweg zwischen den Senioren der Awo-Begegnungsstätte, Eltern-Kind-Treff und dem Jugendclub entwickelt.

Von Bernd Geske

In der Vorweihnachtszeit ist im Kulturzentrum Rathenow auf dem Märkischen Platz immer die Weihnachtsausstellung zu sehen.Diesmal sind viele Künstler dabei, die zum ersten Mal an der Schau teilnehmen.

02.12.2019

Nachdem er die HZD GmbH groß gemacht hatte, hat Michael Schönberg mit 60 Jahren die Gaststätte „Zum Alten Hafen“ gekauft. Für sein ehrenamtliches Engagement erhielt er 2009 den Roter-Adler-Orden. Jetzt ist er gestorben.

03.12.2019

Die Stadt Premnitz will 2020 die Ringstraße in Mögelin erneuern lassen. Die Arbeiten an der einen Kilometer langen Straße sollen rund 950 000 Euro kosten. Die Vorbereitungen für das Vorhaben laufen bereits.

01.12.2019