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Premnitz Kanuvermietung Milow jetzt auch mit Floß und Board
Lokales Havelland Premnitz Kanuvermietung Milow jetzt auch mit Floß und Board
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14:00 28.05.2019
Immo Goschin, Doris Kruse und Olaf Mauch (von links) auf dem neuen Floß. Quelle: Bernd Geske
Milow

 Für viele Naturliebhaber und Entspannung Suchende gibt es kaum etwas Schöneres, als sich die Havel abwärts treiben zu lassen. Um Touristen und Einheimischen, die sich eigene Boote nicht leisten können, solche Erlebnisse zu ermöglichen, haben Immo Goschin und Olaf Mauch in Milow 2016 die Firma GM Kanuvermietung und Bootsservice gegründet.

Bislang hielten sie für ihre Touren nur Kanus und Kajaks bereit. Zur neuen Saison haben sie die Palette ihrer Wasserfahrzeuge um zwei neue Angebote erweitert.

Für zwölf Personen

Zuerst ist da das große Floß, dass die beiden Milower im vergangenen Jahr gemeinsam mit einem erfahrenen Zimmermann gebaut haben. Es hat eine Grundfläche von vier mal zehn Metern und ist für bis zu zwölf Personen zugelassen. „Das soll kein Party-Boot sein“, grenzt Olaf Mauch ein, „wie bei unseren Bootstouren geht es nur um sanften Tourismus.“

Das Floß hat auch einen Motor. Nach dem Willen seiner Schöpfer soll es damit aber im Normalfall nur mit seinen Gästen die Havel stromaufwärts fahren, um sich dann gemächlich mit der Strömung flussabwärts treiben zu lassen. Erste Buchungen gibt es schon.

Es geht ums Naturerlebnis

Im treibenden Zustand höre man bestens Frösche quaken, Fische springen und Vögel singen, schwärmt Olaf Mauch. Um genau dieses Naturerlebnis solle es gehen.

Der Boden des Floßes ruht auf drei zehn Meter langen Pontons, die aus Kunststoff hergestellt worden sind. Das Fahrzeug hat einen Tiefgang von rund 30 Zentimetern und könnte deshalb leicht an vielen Stellen anlegen.

Über Winter im Wasser

Begründet durch seine Bauweise muss das Floß über Winter nicht aus dem Wasser. In der kalten Jahreszeit werden die schweren Aufbauten entfernt. Dann wird das Floß vom Eis nur nach oben gedrückt, wenn es Frost geben sollte.

Es hat Aufbauten aus Holz und ist nach oben gegen Sonne und Regen durch eine Plane geschützt. Das Floß ringsherum an den Wänden auch mit Wänden aus Stoff zu schützen, haben die beiden Milower nicht vor. Das würde zwar vor Witterungseinflüssen (und neugierigen Blicken) schützen, würde aber dem gewünschten Naturerlebnis entgegen stehen. Deshalb bleiben die Seiten offen.

Zulassung vom Amt

Damit das Floß für die gewünschten Zwecke genutzt werden darf, musste eine Zulassung durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt eingeholt werden. Vorzulegen war dafür das Gutachten eines Prüfingenieurs.

Auf dem Floß finden eine größere Sitzgruppe und zwei Tisch-Bank-Kombinationen Platz. Je nachdem, welche Nutzung es gibt, kann das Mobiliar umgeräumt oder entfernt werden. Das Floß soll den Namen „Emma“ bekommen, weil nahe an seinem Liegeplatz, dem Milower Strand, einst eine Fähre mit diesem Namen fuhr, bevor dort eine Brücke gebaut worden ist.

Das neue Stand-Up-Paddle-Board. Quelle: Bernd Geske

Um auf die Entwicklung einer noch etwas neueren Wassersportart zu reagieren, haben Immo Goschin und Olaf Mauch vor wenigen Tagen sich auch ein Stand-Up-Paddle-Board angeschafft. Das ist ein drei Meter langes „Brett“ aus Kunststoff, das der Nutzer aufrecht stehend mit einem langen Paddel vorwärts treibt und lenkt.

Es ist leicht, gut von einer Person zu tragen und kann bis zu 130 Kilo Last aufnehmen. Wer nicht mehr stehen mag, kann sich auf den mitgeführten Sitz setzen, das Paddel umstecken und weiter fahren. An große Touren ist bislang nicht gedacht. Die beiden Milower wollen mit ihrem einen Board erst einmal jetzt auf Nachfragen, die es schon gab, reagieren können. Zeichnet sich mehr Interesse ab, sollen weitere Stand-Up-Boards angeschafft werden.

Interesse wächst ständig

Mit acht Booten hatten Immo Goschin und Olaf Mauch vor drei Jahren angefangen. Weil das Interesse ständig wuchs, haben sie ihren „Fuhrpark“ bislang auf 16 Vierer-Kanus und elf Einer- und Zweier-Kajaks erweitert. Sie organisieren Gruppenfahrten mit bis zu 40 Personen von Berlin bis Havelberg. Und weil das Interesse weiter wächst, haben sie nun das Floß und ein Steh-Paddel-Brett angeschafft.

 

Von Bernd Geske

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