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Premnitz Kinder lernen im Freibad schwimmen
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16:07 19.07.2018
Manchmal schnappen die Schwimmschüler nach Luft. Im tiefen Wasser haben alle immer einen Betreuer an ihrer Seite. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Schulmappe packen, Fahrrad fahren, Schnürsenkel binden. Von allen wichtigen Tätigkeiten, die kleine Kinder lernen müssen, ist für Nicht-Wasserratten vermutlich das Schwimmen die schwierigste. Man kann ja untergehen.

Seit vielen Jahren schon gehören Schwimmkurse im Premnitzer Freibad zum Standardprogramm jeder Saison. So gut wie immer sind sie ausgebucht. Am Freitag geht für sechs Mädchen und Jungen von fünf und sechs Jahren wieder ein Kurs zu Ende, bei dem sie im Idealfall das Schwimmen gelernt haben. Um 16.30 Uhr beginnt die Prüfung...

Im Premnitzer Freibad finden in jeder Saison Schwimmkurse für Kinder statt. Sie sind immer ausgebucht.

„Eltern sollten nicht zu große Erwartungen haben“, sagt Uwe Kaiser, der den Kurs leitet. 2016 hat er bei der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes in Brandenburg/Havel seinen Lehrschein für das Schwimmen gemacht. Zu DDR-Zeiten war er als junger Mann auch schon Rettungsschwimmer und hat die Qualifikation nach der Wende erneuert.

Man könne nicht davon ausgehen, dass allen Kindern in zehn Übungseinheiten von jeweils einer Stunde das Schwimmen beigebracht werden kann, sagt Uwe Kaiser. Aber für die meisten Teilnehmer sei es dann schon so, dass sie nach dem Kurs im Wasser besser zurecht kommen.

Jede Trainingsstunde mit klarer Struktur

Jede Trainingsstunde hat bei ihm eine klare Struktur. Zu Beginn werden gemeinsam die Baderegeln wiederholt: Nicht mit vollem Magen baden, nicht rennen am Beckenrand, nicht andere Kinder ins Wasser schubsen und so weiter. Am ersten Lehrgangstag haben alle Eltern Merkblätter erhalten, damit sie mit ihren Kindern solche und andere Dinge zu Hause üben können. Mit Trockenübungen gehen die Kinder an Land noch einmal die Schwimmbewegungen durch. Das haben sie auch als tägliche Hausaufgabe mitbekommen.

Fürs Schwimmen im tiefen Wasser hat sich Uwe Kaiser gleich am ersten Tag mit der Mutter Michaela Günther eine Helferin „engagiert“. So ist abgesichert, dass jedes Kind stets einen Betreuer an seiner Seite hat, wenn es im Wasser das Schwimmen übt. Immer nur zwei gleichzeitig dürfen sich ins Tiefe begeben. Wo es möglich ist, werden nach und nach die Schwimmkörper am Hilfsgürtel reduziert. Zu Beginn waren es bei allen Kindern vier. Am Mittwoch haben die ersten beiden Kinder erstmals eine Bahn ohne Schwimmkörper zurückgelegt. Nebenher geht der Betreuer und hält die Nudel zum Ausruhen bereit (Foto rechts).

Sprung vom Rand und 25 Meter schwimmen

Für das Zeugnis Frühschwimmer, auch „Seepferdchen“ genannt, müssen die Kinder drei Dinge erfüllen: 1. Sprung vom Beckenrand, 2. anschließend 25 Meter schwimmen und 3. einen Gegenstand mit den Händen aus schultertiefem Wasser herauf holen.

Uwe Kaiser erklärt: Wenn Kinder zum Abschluss des Kurses nicht alles schaffen, können sie weiter üben und es später bei ihm noch einmal versuchen. Er will es den kleinen Mädchen und Jungen so leicht wie möglich machen. Meist war es zu den Trainingszeiten ja sonnig und warm im Bad. An zwei Tagen allerdings ging aber ein kühler Wind. Da hat er zwischendurch die Kinder im Rettungsschwimmerraum versammelt und ihnen zum Aufwärmen heißen Tee gereicht.

Samstag und Sonntag eine extra Einheit

Von sieben Kindern zu Beginn ist ein Mädchen nach zwei Tagen ausgestiegen. Die anderen sechs haben bis zum Ende durchgezogen. Nach den ersten fünf Einheiten von Montag bis Freitag hatte Uwe Kaiser kostenlos für Samstag und Sonntag je eine Sondereinheit angeboten. Alle Eltern und Kinder haben das angenommen. Zu Beginn hatten nur zwei Kinder sich getraut, die lange Rutsche herab zu rutschen. Nach wenigen Tagen haben es alle gemacht.

Von Bernd Geske

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